• Repräsentative FanQ-Umfrage: 83,58 % sagen, die Champions-League Reform sei rein wirtschaftlich motiviert. Wettbewerb verliert seine Attraktivität. Fans beklagen, die Reform vergrößert die finanzielle Schere zwischen kleinen und großen Clubs.

    Köln, 15. April
    Die neue Champions League-Reform beinhaltet eine Erweiterung der Teilnehmeranzahl und einen neuen Turniermodus. Die Voting-App FanQ hat im Auftrag des SID eine repräsentative Umfrage gestartet, um zu ermitteln wie Deutschlands Fußballfans die neue Reform insgesamt, aber auch in ihren einzelnen Aspekten bewerten und was das für den Wettbewerb bedeutet. Über 1.000 Personen wurden befragt.

    Laut der Umfrage lehnen 73,21 % der befragten Fußballfans ab, weitere 100 Spiele vor der K.O.-Runde anzuschauen. 83,58 % glauben, dass die UEFA hinter der Champions League-Reform nur wirtschaftliche Absichten verfolgt. Für 76,55 % der Befragten verliert der Kontinentalverband somit an Glaubwürdigkeit. 63,95 % finden, die geplante Reform macht den Wettbewerb unattraktiver. Des Weiteren beklagen 76,01 %, dass die Reform den finanziellen Abstand zwischen kleinen und großen Vereinen innerhalb der nationalen Ligen noch größer werden lässt.

    Insgesamt werden die einzelnen Aspekte der Reform sehr negativ bewertet. Die Ergebnisse auf die Frage, wie groß das Interesse sei, sich weitere 100 Spiele vor der K.O.-Runde anzuschauen, bekräftigen nochmal die allgemeine Abneigung zum neuen Modus. 51,46 % haben ‚kein Interesse‘ und weitere 21,75 % ‚wenig Interesse‘. Insgesamt 73,21 % der Befragten haben damit wenig bis gar kein Interesse an mehr Partien. 14,29 % haben ‚etwas Interesse‘. 6,01 % haben ‚viel Interesse‘ und weitere 6,49 % ‚sehr viel Interesse‘.

    

Zu den aktuell 32 Mannschaften werden mit der Reform vier weitere dazukommen und den Wettbewerb auf 36 Teilnehmer erweitern. 37,95 % bewerten die Erweiterung der Teilnehmer als ‚sehr schlecht‘ und weitere 18,17 % als ‚schlecht‘. 19,16 % stimmen für ‚in Ordnung‘. 13,35 % finden eine Erweiterung ‚gut‘ und 11,37 % sogar ‚sehr gut‘.

    Die vier zusätzlichen Startplätze hat die UEFA für die schlechteren Clubs der Top-Ligen, anstatt für die Meister der sehr schwachen Ligen, reserviert. Das bewerten 42,74 % der Befragten mit ‚sehr schlecht‘ und 16,04 % mit ‚schlecht‘. 14,11 % bewerten es mit ‚gut‘ und 10,56 % mit ‚sehr gut‘. 16,46 % finden es ‚in Ordnung‘. 

Die große Mehrheit der Befragten (76,01 %) ist sich einig, dass sich die finanzielle Schere zwischen kleinen und großen Clubs aufgrund der Champions League-Reform vergrößern wird. 11,90 % sagen, der Abstand bleibt gleich. Nur 4,21 % sagen, er verkleinert sich. 7,88 % enthalten sich.

    Durch die Erweiterung wurde auch der Turniermodus geändert. Demnach hat jede Mannschaft zehn Vorrundenspiele in einem Ligasystem, bevor die K.O.-Phase beginnt. 49,11 % der Befragten finden diesen Modus ‚sehr schlecht‘.

    Weitere 15,74 % bewerten den Modus mit ‚schlecht‘, 17,18 % finden ihn ‚in Ordnung‘. 10,98 % stimmen für ‚gut‘ und lediglich 6,98 % stimmen für ‚sehr gut‘.

    Im Hinblick auf die geplante Reformierung der Champions League, unterstellen 83,58 % der befragten Fußball-Fans, dass das Handeln der UEFA ausschließlich wirtschaftlich motiviert sei. Lediglich 5,87 % glauben, die Reform sei sportlich motiviert. 10,54 % enthalten sich.

    Für 76,55 % der Befragten verliert die UEFA mit dieser Reform an Glaubwürdigkeit. 10,85 % sagen, sie bleibt gleich. Für 4,65 % gewinnt sie an Glaubwürdigkeit. 8,67 % enthalten sich.

    

Der Wettbewerb ‚Champions League‘ verliert laut 60,97 % der Befragten an Attraktivität durch die Reform. Für 11,11 % gewinnt der Wettbewerb an Attraktivität und für 22,08 % bleibt sie gleich. 
Ein ähnliches Meinungsbild ergibt sich bei der Frage, ob der Fußball insgesamt dadurch an Attraktivität verliert oder gewinnt: 58,75 % sagen, der Fußball wird durch die Reform unattraktiver, 9,02 % sagen, er wird attraktiver und 25,97 % sagen, die Attraktivität bleibt gleich. 
Ob die Bundesliga durch die vielen hinzukommenden Champions League-Partien an eigener Attraktivität verliert, wird zu 34,25 % mit ‚Ja‘ beantwortet und zu 62,31 % verneint.


    Bei redaktionellen Rückfragen zu den Umfrageergebnissen nehmen Sie gerne Kontakt auf zu FanQ-Gründer Dr. Joachim Lammert, joachim.lammert@fanq-app.com, 0163-52 93 000

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    FanQ ist die “Stimme der Fans”. Es ist die einzige Fußball-App, in der die Meinung der Fans im Mittelpunkt steht. Erfahrene FanQ-Redakteure stellen täglich aktualisierte Umfragen in die App und versorgen die Teilnehmer mit allen wichtigen Hintergrundinformationen, die benötigt werden. Fans können in der App zu ihren Lieblingsklubs und allen relevanten Themen des Fußballs ihre Stimme abgeben. Die Voting-App ist interaktiv. Fans können Meinungen austauschen, sozial interagieren und eigene Fragen stellen. Daraus entsteht ein repräsentatives Stimmungsbild, wie es um den Zustand des Fußballs steht. Außerdem erstellt FanQ Langzeitstudien, um komplexe Themen zu erforschen. Die Fußball-App ist kostenlos. Sie kann ganz einfach im App-Store runtergeladen werden. FanQ hat seinen Sitz in Köln.

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