• Köllner feuert gegen Türkgücü: "Die sind jetzt 14 Punkte hinter uns und das war für uns das Entscheidende."

    Bonn, 17. April -
    Der 1. FC Kaiserslautern landet nach 4 Spielen erstmals wieder einen 2:1-Sieg - ausgerechnet im Derby gegen Saarbrücken. Trainer Antwerpen durchlebte nach einer guten 1. Hälfte ("extreme Akzente gesetzt") eine bange Schluss-Phase: "Wir kennen es mittlerweile, dass wir bis zur 95. Minute alles wegverteidigen müssen und heute haben wir es halt gemacht." Saarbrückens Kapitän Zeitz ärgerte sich, "dass wir keins von den beiden Derbys gewonnen haben, ist scheiße." Der TSV 1860 München riecht nach dem 2:0 bei Türkgücü München am Relegantionsplatz. "Wir wollten keine Gegentore und wir wollten gewinnen", so Sechzig-Trainer Michael Köllner, der gegen die Türkgücü-Chefs nachlegte: "Wir wollten vor allem die Ansage der Verantwortlichen von Türkgücü - "Wir sind nicht in der Lage, um vorne dabei zu sein" - kontern. Das entscheiden nicht die. Die sind jetzt 14 Punkte hinter uns und das war für uns das Entscheidende." Die Trainer-Entlassung bei Uerdingen erweist sich als Eigentor der neuen Verantwortlichen: der KFC verliert 0:3 in Verl.

    Spruch von Sechzig-Geschäftsführer Günther Gorenzel über seinen Trainer Michael Köllner, der sich erst wieder nach einer Niederlage rasieren will: "Ich habe ihm und seiner Frau verboten, jemals einen Rasierapparat anzufassen bis Ende Mai."

    Nachfolgend die wichtigsten Stimmen des 32. Spieltags am Samstag - bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Morgen startet der Sonntag ab 12.45 Uhr mit der Partie Ingolstadt gegen Meppen. Danach dominiert der reine Abstiegskampf: der Vorletzte Lübeck gastiert in Mannheim ab 13.45 Uhr, um Hachings Ligaverbleib geht´s ab 14.45 Uhr beim SV Wehen Wiesbaden. Schon am Dienstag und Mittwoch steigt der 33. Spieltag - alles live bei MagentaSport.

    1. FC Kaiserslautern - 1. FC Saarbrücken 2:1

    Lauterns Trainer Marco Antwerpen:
    "In der 1. Halbzeit gab es wirklich diesen Derbycharakter, bei dem es heiß hergeht. Wir haben da fußballerisch schon extreme Akzente gehabt und sind auch verdient dann in Führung gegangen. In der 2. Halbzeit ist es ja dann immer so: Du setzt die Konter nicht so, wie du es machen musst und musst dann immer wieder zittern. Wir kennen es mittlerweile, dass wir bis zur 95. Minute alles wegverteidigen müssen und heute haben wir es halt gemacht."

    Matchwinner Daniel Hanslik: "Ich musste mich erstmal sortieren nach dem Schlusspfiff. Ich bin ja in der 2. Minute mit dem Anas Ouahim ein bisschen zusammengerappelt... Da ging es mir nicht ganz so gut, aber ich musste auf die Zähne beißen - zum Glück, im Nachhinein. Es hat alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben... Am Ende verteidigen wir das gut bis zur letzten Minute und holen die 3 Punkte im Derby."

    Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok: "Wir sind einfach in den entscheidenden Momenten nicht da... Das entscheidet Spiele und da sind wir schon in der Vergangenheit nicht konsequent genug und im Derby, das muss man ganz ehrlich sagen, ist das auch nicht tolerierbar... Wir haben ein Derby zu gewinnen. Da muss man sich einfach in die Bälle reinwerfen."

    Kapitän Manuel Zeitz: "Ich habe keine Ahnung, was ich sagen soll. Es ist scheiße das Derby zu verlieren - kotzt uns an. Ich glaube, wir haben keine gute 1. Halbzeit gespielt, auch wenn jetzt Lautern nicht wirklich eine Torchance hatte. Wir schenken denen zwei Tore und das ist halt umso ärgerlicher. In der 2. Halbzeit hatten wir die ein oder andere gute Möglichkeit, um den Ausgleich zu machen. Hintenraus hat Lautern das ganze clever gespielt. Haben bei jedem Kontakt auf der Schnauze gelegen. Sie haben einfach gut die Zeit von der Uhr gespielt." Trotz Niederlage verteilte er einen kleinen Seitenhieb an den FCK: "Wir sind immer noch Aufsteiger und Lautern hatte auch ganz andere Möglichkeiten vor der Saison gehabt und wir stehen trotzdem noch 15 Punkte vor denen... Aber dass wir keins von den beiden Derbys gewonnen haben, ist scheiße."

    Türkgücü München - TSV 1860 München 0:2

    1860-Trainer Michael Köllner:
    "Wir haben nur am Anfang der beiden Halbzeiten ein bisschen gebraucht, aber dann haben die Jungs ein richtig gutes Spiel gemacht. Offensiv waren wir brandgefährlich und haben 2 Tore gemacht. Wir wollten keine Gegentore und wir wollten gewinnen. Wir wollten vor allem die Ansage der Verantwortlichen von Türkgücü - "Wir sind nicht in der Lage, um vorne dabei zu sein" - kontern. Das entscheiden nicht die. Die sind jetzt 14 Punkte hinter uns und das war für uns das Entscheidende."

    Richard Neudecker, Torschütze zum 1:0: "Man hat gesehen, dass ein gewisses Feuer hier drin war. Drumherum wurde viel geredet, aber das war für uns nicht wichtig. Wir wollten einfach nur gewinnen und uns als Team weiterentwickeln... Das macht einfach Spaß mit den Jungs zu kicken."

    Auf die Frage, ob es eine Prämie gibt, oder warum er auf einmal Tore schießt: "Ne, da gibt es keine Prämie. Ich versuche einfach der Mannschaft zu helfen. Ich freue mich, wenn ich helfen kann und deswegen versuche ich natürlich immer mit, vorne reinzukommen. Das ist für mich das wichtigste, aber ich denke, der Sieg war das wichtigste. Das war jetzt echt totaler Schmarrn, aber ihr wisst, was ich meine. Ich versuche, der Mannschaft zu helfen. Wenn ich das mit Assists machen kann, wenn ich das mit Toren machen kann, dann freue ich mich. Und sonst laufe ich mich einfach zu Tode, bis ich nicht mehr kann und gehe in der 70. wieder raus."

    Türkgücüs Trainer Serdar Dayat: "Wir haben auch in der 1. Halbzeit unsere Chance gehabt, wenn wir da das Ding machen, dann gehen wir hier vielleicht mit einem Punkt raus. Wir haben auch Spielanteile gehabt und haben versucht Fußball zu spielen. Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt und wir haben 2:0 verloren. Ich muss da auch Sechzig meine Gratulation aussprechen zum Sieg."

    Günther Gorenzel, Geschäftsführer von 1860 München, vor dem Spiel über das Olympiastadion: "Das Olympiastadion ist sicherlich ein geschichtsträchtiges Stadion. Man wird sehen, wie die Mannschaft das annimmt, weil, es ist ja doch etwas anderes von der Raumaufteilung als in einem kleineren Stadion. Aber es geht heute darum, dass jeder seine Aufgabe annimmt und sich auf seine Aufgabe konzentriert und nicht auf irgendein Stadion." Seitdem Michael Köllner sich nicht mehr rasiert, haben die Löwen einen Lauf. Grenzel scherzte: "Ich habe ihm und seiner Frau verboten, jemals einen Rasierapparat anzufassen bis Ende Mai."

    1. FC Magdeburg - FSV Zwickau 0:0

    Magdeburg bleibt trotz langer Unterzahl das 7. Spiel in Serie ungeschlagen und springt vorerst auf Rang 13. Trainer Christian Titz:
    < "Vom Gesamtspielverlauf muss man sagen, dass das in Ordnung geht. Zwickau war der bewusst unangenehme Gegner, den wir erwartet haben... Wir mussten immer aufpassen, dass da nichts passiert." Über die Gelb-Rote Karte von Alexander Bittroff in der 41. Minute: "Das hat uns sehr beeinflusst. Mich ärgert das aber auch grundsätzlich schon seit Wochen: Es gibt Foul, wenn du mit dem Fuß hingehst, aber es gibt kein Foul, wenn du mit dem Arm hingehst. Das sind für mich genauso Vergehen."

    Der FSV Zwickau kann auch das 5. Spiel hintereinander nicht gewinnen, steht aber mit 42 Punkten auf Platz 10. Für Trainer Joe Enochs geht der Punkt in Ordnung: "Wir konnten die Überzahl über die 45 Minuten nicht so nutzen, wie wir es wollten. Wir waren am Anfang des Spiels sehr "fickerig" und haben Ballverluste gehabt, die wir sonst nicht haben. Nichtsdestotrotz haben wir eine Phase überstanden, in der Magdeburg am Drücker war. Das zeigt auch die Qualität von uns... Wir können mit diesem Unentschieden leben. Wir wissen, wie wichtig die Punkte sind. Wir haben jetzt 42 Punkte und wollen noch so viele Punkte holen, wie möglich. "

    SC Verl - KFC Uerdingen 05 3:0

    Trainerrausschmiss ohne Wirkung! Uerdingen geht in Verl unter und verliert Traoré. Durch den Sieg vom FCK rutscht das Team auf den 18. Tabellenplatz. Interimstrainer Stefan Reisinger war bedient:
    "Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, wenn man jetzt direkt nach dem Ende vom Spiel draufhaut. Das macht man teilweise in der Halbzeit schon. Natürlich ist die Enttäuschung riesengroß. Wir haben uns vor dem Spiel schon viel vorgenommen heute. Wir waren auch auf das vorbereitet, was uns heute erwartet hat, aber wir haben vor allem in der 1. Halbzeit die Sachen nicht umgesetzt... Wenn man dann im Abstiegskampf drinsteht, dann war das in der 1. Halbzeit schon eine Vorentscheidung." Assani Lukimya über die Niederlage: "Die Enttäuschung ist riesengroß. Wir hatten eine überragende Trainingswoche und haben uns bestens auf das Spiel vorbereitet. Ich glaube, in der 1. Halbzeit waren wir nicht mutig genug."

    Der SC Verl springt vorerst auf Platz 6 und zaubert Trainer Guerino Capretti ein Lächeln ins Gesicht: "Heute gibt es nichts zu bemängeln. Ich bin zufrieden. Wir haben gewonnen, wir haben zu Null gespielt. Das war gar nicht so einfach. Ich hatte so ein bisschen die Befürchtung, als wir 1:0 geführt haben, da haben wir das 2. Tor nicht gemacht... Wir haben das aber wirklich von vorne bis hinten dominiert... Die Jungs haben das echt gut gemacht und deswegen gibt es heute von mir mal gar nichts zu bemängeln." Für Mehmet Kurt war der hohe Sieg nicht einfach: "Entspannt ist leicht gesagt. Wir haben viel Kraft investiert und viel Arbeit reingesteckt in der 1. Halbzeit. Von daher war es sehr, sehr intensiv von uns."

    Uerdingens Interimstrainer Stefan Reisinger vor dem Spiel zur Entlassung von Stefan Krämer: "Ich war auf jeden Fall überrascht. Das war ja auch alles dann sehr kurzfristig. Da wurde man abends erst informiert. Das ist natürlich manchmal im Fußball auch so und da müssen wir trotzdem jetzt als Team das Beste draus machen."

    Viktoria Köln - Hallescher FC 2:0

    Köln sichert sich den Klassenerhalt mit dem 7. Spiel in Folge ohne Niederlage. Trainer Olaf Janßen war selbstredend happy:
    "Ich bin superglücklich. Wenn mir einer gesagt hätte, dass wir 6 Spieltage vor Ende 46 Punkte haben, dem hätte ich dann für verrückt erklärt. Jetzt muss ich sagen: Nach den Wochen und vor allen Dingen der Art und Weise, wie wir spielen, wie wir das zusammenmachen. Das ist einfach ein schöner Moment als Trainer. Wenn man das sieht, wie man belohnt wird für den Aufwand. Das ist pure Freude."

    Halle bleibt weiter auf dem 12. Rang. Trainer Florian Schnorrenberg zu den 53 Gegentoren in dieser Saison - der schlechteste Wert in der Liga: "Definitiv sind das zu viele Gegentore. Das beschäftigt uns schon länger und das stört uns auch. Nichtsdestotrotz wollten wir dann zurückkommen nach einem Rückstand und dann stehen wir höher im Feld und wenn dann der Gegner kontern kann, dann wird das immer gefährlich. Wir sind hierhergekommen und wollten was mitnehmen und deswegen hat uns das auch nicht gefallen, wie wir heute gespielt haben... Wir müssen jetzt einfach unsere Leistung abliefern und Punkten. Es wird eng sein bis zum letzten Spieltag."

    Spruch von Rostocks Jan Löhmannsröben zu Hansas Tabellenführung: "Ja, leck mich Arsch, wenn wir das Ding jetzt nicht ziehen, sind wir selber doof."

    Die 3. Liga LIVE bei MagentaSport - Der 32. Spieltag

    Sonntag, 18.04.2021

    Ab 12.45 Uhr: FC Ingolstadt 04 - SV Meppen
    Ab 13.45 Uhr: SV Waldhof Mannheim - VfB Lübeck
    Ab 14.45 Uhr: SV Wehen Wiesbaden - SpVgg Unterhaching

    Der 33. Spieltag komplett live bei MagentaSport:

    Dienstag, 20.04.2021 Ab 18.45 Uhr:

    MSV Duisburg - 1. FC Kaiserslautern
    TSV 1860 München - Viktoria Köln
    FSV Zwickau - FC Bayern München II
    Hallescher FC - SC Verl

    Mittwoch, 21.04.2021 Ab 18.45 Uhr:
    FC Hansa Rostock - SV Wehen Wiesbaden
    VfB Lübeck - FC Ingolstadt 04
    SV Meppen - 1. FC Magdeburg
    SpVgg Unterhaching - Türkgücü München
    1. FC Saarbrücken - SV Waldhof Mannheim

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    Jörg Krause, Leiter Kommunikation thinXpool TV GmbH
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