• Mindens Knorr erleichtert: „Weiß gar nicht wie wir gewinnen konnten“
• Essens Naji kämpferisch: „Die Eventualität des Scheiterns ist bei mir noch nicht im Kopf“


München, 22. April 2021 –
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien MT Melsungen – THW Kiel (26:32), SG Flensburg-Handewitt – Eulen Ludwigshafen (35:29), TSV Hannover-Burgdorf – HSG Wetzlar (25:24), HBW Balingen-Weilstetten – TuSEM Essen (32:28), HSG Nordhorn-Lingen – GWD Minden (20:22).


Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt) ...
... zum Spiel:
„Wir sind in vielen Spielen Favorit und dieser Rolle werden wir auch fast immer gerecht. Wir müssen aber auch wissen, dass die anderen Mannschaften auch guten Handball spielen. Wir müssen immer 100 Prozent investieren, um unsere Spiele auch zu gewinnen. Das haben wir nicht über 60 Minuten geschafft und waren zum Teil zu bequem. Wir waren in einigen Situation ein wenig zu passiv und das reicht dann natürlich nicht, denn dafür ist Ludwigshafen auch zu gut. Ludwigshafen hat dann Fehler gemacht und wir sind dadurch zu einfachen Toren gekommen. Als wir dann die drei oder vier Tore Vorsprung hatten, konnte man merken, dass die Energie bei Ludwigshafen verloren ging und dann lief das Spiel zu unseren Gunsten. Aber wir müssen von Anfang an viel mehr investieren und dürfen gar nicht erst in solche Situationen kommen. Das passiert uns zu oft und auswärts glauben die Mannschaften immer an ihre Möglichkeiten und wir tun uns in diesen Spielen dann immer schwer. Wir müssen nun unsere Punkte weiter fleißig sammeln, egal gegen wen und müssen uns aber auch noch steigern.“

Jannek Klein (Eulen Ludwigshafen) ...
... über den möglichen Klassenerhalt (vor dem Spiel):
„Wir wollen natürlich an dem Wunder basteln. Unser Ziel ist der Klassenerhalt und daran feilen wir die nächsten Wochen immer weiter. Wir sind strukturierter im Angriff geworden und machen nicht mehr so viele Fehler, wie am Anfang. Wir stellen eine gute Defensive, haben an vielen Stellen gearbeitet und sind auf einem guten Weg.“

Sander Sagosen (THW Kiel) ...
... zum Spiel und über Kiel:
„Es war eine schwere Aufgabe und wir haben es vom Anfang bis zum Ende gut gemacht. Ich habe mich von Beginn an in Kiel zu Hause gefühlt und freue mich sehr, hier in Kiel zu spielen. Die Bundesliga ist genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Es sind so viele gute Mannschaften und das ist die stärkste Liga der Welt. Jedes Spiel ist eine Herausforderung. Jeder Spieler will in Kiel die Pokale holen, deshalb bin ich auch hierher gewechselt. Wir schauen nicht viel auf die Tabelle, denn wir müssen unseren Job machen und Flensburg auch. Wenn wir unseren Job machen, schauen wir am Ende, wo wir dann stehen.“

Evgeni Pevnov (TSV Hannover-Burgdorf) ...
... zum Spiel und über seine Corona Erkrankung:
„Ich habe gemerkt, dass ich nicht ganz bei 100 Prozent bin. Nach der Quarantäne Zeit war ich einer der Unglücklichen, die sich mit dem Virus infiziert haben. Dementsprechend musste ich drei Wochen pausieren und man merkt schon, wenn man Leistungssportler ist, wenn man drei Wochen lang nichts mehr macht, dann wieder voll einsteigt, dann ist es schon sehr hart. Wir sind kurz vor dem Spiel in die Kabine gegangen und da war eine ganz angespitzte Stimmung. Wir sind aufs Feld gegangen und wir haben gemerkt, gleich geht es los und gleich brennt es. Dann lagen wir mit drei Toren hinten und sind nicht so in den Fluss gekommen. Als wir dann aber ausgeglichen haben, wurde der Schalter umgelegt und es hieß Volldampf nach vorne. Es war ein dreckiges Spiel, aber das sind dann auch die geilsten Siege.“

Juri Knorr (GWD Minden) ...
... zum Spiel:
„Das Spiel, was wir heute gezeigt haben, nennt man wohl Abstiegskampf. Es war mehr Krampf als ein schönes Spiel. Aber zum Glück haben wir die Partie am Ende gewonnen. Ich weiß gar nicht wie wir gewinnen konnten, weil wir jeden Siebenmeter verworfen und jede freie Chance nicht genutzt haben, Nordhorn allerdings auch. Wir haben es geschafft, das Spiel zu gewinnen und es war ein Mentalitätssieg, der uns vorher nicht gelungen ist. Wir waren bei vielen Spielen nah dran, haben es aber nie geschafft. Nun haben wir es aber zum Glück am Ende hinbekommen. Wir nehmen aus dem Spiel mit, dass wir wieder gewinnen können, denn das Gefühl haben wir über die letzten Wochen so ein wenig verloren.“

Jamal Naji (Trainer TuSEM Essen) ...
... zum Spiel:
„Balingen hat das Spiel absolut verdient gewonnen. Das muss man neidlos anerkennen, auch wenn es mir schwerfällt. Wir haben eine hohe Anzahl an technischen Fehlern gehabt und hinzukommt, dass wir das Torhüter Duell nicht gewinnen konnten. Dann ist so eine Niederlage gerechtfertigt. Man hat gemerkt, dass Balingen gut auf uns eingestellt war. Mittlerweile müssen wir keinem mehr beweisen, wie viel Moral und Kampfgeist in unserer Truppe steckt. Natürlich wird es nun schwieriger, aber uns bleibt nichts anderes übrig. Wir machen immer weiter und holen uns eben die Punkte in Kiel wenn es sein muss. Wir müssen irgendwo unsere Punkte holen und wenn es am Ende nicht reicht, können wir uns nichts vorwerfen. Aber die Eventualität des Scheiterns ist bei mir noch nicht im Kopf.“

Sky Experte Stefan Kretzschmar ...
... über die Kader-Nominierung für die kommenden Länderspiele (in der Halbzeitpause):
„Zum aktuellen Zeitpunkt muss man sagen, dass Alfred Gislason so nominiert hat, als würden morgen die olympischen Spiele beginnen. Das was aktuell in Deutschland ohne Verletzungen am stärksten zur Verfügung steht, hat er nominiert. Die Frage wäre nur gewesen, da wir bereits qualifiziert sind, nutzt er diese Woche als Testung, um jüngere Spieler anzuschauen? Alfred ist doch jemand, der jeden Tag und jede Woche nutzt, um mit den Spielern zu arbeiten und um sie dann auf die olympischen Spiele vorzubereiten. Außer Pekeler, Gensheimer und Bitter sind alle dabei. Das ist der Kader, der dieses Jahr durch die Qualifikation und die olympischen Spiele führen soll.“


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Daniel Mayr (mayr@liquimoly-hbl.de)

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