• Brolls "Wort zum Samstag" nach Dresdens 0:3: "Was wir hier treiben in den letzten 7 Spielen, das ist einfach nur bodenlos."

    Bonn, 24. April -
    Dresden kassiert im Aufstiegskampf den nächsten Dämpfer: 0:3 gegen Halle. Dynamo-Geschäftsführer Ralf Becker hatte schon zur Pause das schwache Zweikampfverhalten moniert: "Wir präsentieren uns hier nicht gut." Es wurde nicht besser. Trainer Kauczinski meinte, das 0:3 tue "natürlich total weh." Dresdens "Wort zum Samstag" sprach Keeper Kevin Broll: "Was wir hier treiben in den letzten 7 Spielen, das ist einfach nur bodenlos. Das ist einfach nicht Dynamo Dresden." Die Mannschaft habe auf dem Platz "Social Distancing" betrieben, schimpfte Broll. Dagegen bleibt Hansa Rostock nach dem furiosen 3:2 in Meppen auf Erfolgskurs. Der Lohn: Platz 1 und Bier für die Heimfahrt. "Ein Bier, mehr aber nicht", witzelte Trainer Härtel erleichtert, der "jetzt so viele Emotionen wieder mitgenommen, so viel Adrenalin ausgeschüttet im Positiven wie im Negativen" hatte. Ingolstadt im Glück beim 3:2 gegen Zwickau, weil der Schiedsrichter ein Phantom-Handspiel pfeift.

    Der TSV 1860 rutscht nach dem 2:0 in Mannheim auf den 3. Platz. Trainer Köllner meinte mit Blick auf die Tabelle: "Ja, nicht schlecht. Es wird noch mal spannend in den nächsten Tagen!" Lautern hat diesmal Glück in der Schlussphase, weil Haching einen blöden Elfmeter verursacht. Durch das 3:2 klettern die Pfälzer erstmals seit Wochen aus den Abstiegsrängen. Trainer Antwerpen: "Wir haben 10 Punkte aufgeholt. Insofern sind wir mit der Situation zufrieden. Wir wissen aber auch, dass wir noch was machen müssen."

    Nachfolgend die wichtigsten Stimmen der Samstagspiele - bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport benennen. Morgen kommt es ab 12.45 Uhr zum Duell des 1. FC Magdeburg gegen den VfB Lübeck. Ab 13.45 Uhr trifft der SV Wehen Wiesbaden auf den MSV Duisburg - beide Spiele gibt es live bei MagentaSport.

    SG Dynamo Dresden - Hallescher FC 0:3

    Markus Kauczinski vor dem Spiel über die Quarantäne in der letzten Woche:
    "Es war eine vergleichbar kurze, geringe Quarantäne. Das macht uns mittlerweile nichts mehr. Wir konnten in Gruppen trainieren und Individualtraining abhalten. Von daher ging es auch ganz schnell vorbei... Optimal ist das nicht und man hätte es gerne anders, aber das sind die Zeiten. Da muss man flexibel sein und die Dinge hinnehmen. Wir sind froh, dass wir spielen können. Ansonsten wird es nach hinten raus noch enger."
    Dresdens Trainer Markus Kauczinski nach dem Spiel: "Wir wissen, dass natürlich alles hart umkämpft ist und das alles passieren kann. Wir wissen, dass wir nicht in der Top-Verfassung waren und trotzdem tut das natürlich total weh."

    Dresdens Keeper Kevin Broll: "Ich will gar nichts sagen... Halle war einfach top eingestellt. Wir haben "Social Distancing" betrieben im Spiel. Da gewinnst du keinen Hahnenkampf hier... Keine Ahnung. Da kannst du alles machen. Da kannst du schreien, brüllen. Da kannst du sagen "aggressiv sein und das und hier", aber machen tun wir es nicht. Das tut mir leid für die Fans und für die Leute, die sich hier ausserhalb den Arsch aufreißen und uns Videos schicken und alles. Die uns schreiben, dass sie hinter uns stehen. Dafür muss ich mich im Namen der Mannschaft entschuldigen. So geht es einfach nicht weiter. Klar, wir haben noch Spiele und man muss den Scheißdreck positiv sehen. Aber wenn man in 7 Spielen nur 2 Tore geschossen habe, dann weiß ich auch nicht, warum wir noch Erster sind. Der Fußballgott meint es anscheinend gut mit uns. Die anderen verkacken es auch. Die sind auch zu blöd. Aber was wir hier treiben in den letzten 7 Spielen, das ist einfach nur bodenlos. Das ist einfach nicht Dynamo Dresden. Die Leute kommen hier rein ins Rudolf-Harbig Stadion und wir machen Jambalaya mit denen. Das wars. Wort zum Samstag."

    Kauczinski zum Ärger von Kevin Broll: "Natürlich kann ich den verstehen. Wir sind nicht zwingend gewesen. Wir hatten zwar immer wieder ein paar gute Ansätze und Flanken gehabt, die gefährlich waren. Aber am Ende ist es nie richtig gefährlich geworden. Das ist jetzt nicht die Sache von einzelnen. Alle sind dafür verantwortlich. Auch bei den Standards. Wir haben 6, 7 Ecken und alle kommen zu kurz. Da verlange ich natürlich eine andere Qualität."

    Halles Trainer Florian Schnorrenberg: "Es ist auf jeden Fall ein unglaubliches Gefühl. Auswärts so ein Sieg und dann hier zu 0 und wir haben 3 Tore gemacht... Ich bin unheimlich froh, dass uns der Auswärtssieg endlich gelungen ist... Das freut uns ungemein und das haben die Jungs sich auch verdient... Heute war es wirklich klasse, aber wir sind noch nicht durch. Wir müssen weitermachen und ich hoffe, dass das heute ein großer Schritt war in die richtige Richtung" Michael Eberwein: "In Dresden ist das schon immer ein besonderes Spiel. Gerade in der Lage, in der wir uns befinden. Wir haben in letzter Zeit viel Kritik bekommen, standen ein bisschen unten drin. Das war heute schon ein ganz wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt... Ich hoffe, dass uns das jetzt ein bisschen Selbstbewusstsein gibt."

    Dresdens Geschäftsführer Ralf Becker stand in der Pause am MagentaSport-Mikrofon, nicht gerade zufrieden mit dem 0:1 zur Halbzeit: "Gefallen hat mir nicht viel. Wir präsentieren uns hier nicht gut. Der Rückstand ist ehrlicherweise verdient. Gerade was die Zweikämpfe und die Fußballtugenden angeht, macht es Halle uns einfach vor, wie man in so ein Spiel gehen muss." Zu dem Spielrhythmus in den nächsten 2 Wochen: "Wir sind jetzt wieder auf dem Platz und spielen jetzt wieder alle 3 Tage die nächsten 14 Tage. Das darf für einen Fußballer überhaupt nie ein Problem sein. Das sollten wir am allerwenigsten benutzen, um irgendwelche Ausreden zu finden. Wir haben einen guten Kader, wir haben eine gute Mannschaft. Wir präsentieren uns gerade nicht gut und daran gilt es zu arbeiten."

    SV Waldhof Mannheim - TSV 1860 München 0:2

    Mannheims Trainer Patrick Glöckner:
    "Wir sind nicht zielstrebig genug im letzten Bereich. Wenn wir abschließen können, versuchen wir noch mal quer zu spielen. Treffen die falsche Entscheidung. Du siehst einfach die Jungs wie Mölders oder Biankadi oder wer auch immer und deren Abgewixtheit. Die suchen direkt den Weg zum Tor. Und wir brauchen zu lange dafür. Die Reaktion auf den frühen Rückstand war von der Mannschaft gut. In der 2. Halbzeit waren wir auch mit viel Ballbesitz, aber wie gesagt, nicht konsequent genug im vorderen Drittel....Das war jetzt dennoch kein schlechtes Spiel von uns."

    Mannheims Marcel Seegert: "Wir waren zweimal schläfrig, zweimal unachtsam.... Wir waren eigentlich extrem gewillt, dann kriegst du nach 2 Minuten so einen Nackenschlag. Wir kommen dann wieder gut zurück. Das Spiel war dann aus meiner Sicht ausgeglichen. Mit einem bisschen Glück machen wir den Ausgleich......Kleinigkeiten entscheiden die Spiele."

    1860-Trainer Michael Köllner schaute sich nach dem Spiel doch tatsächlich die anderen Ergebnisse an - seine Meinung dazu: "Ja, nicht schlecht. Es wird noch mal spannend in den nächsten Tagen....Der 3. Platz, da fehlen noch die Nachholspiele von Dresden. Wir können am Ende nur unsere eigenen Spiele beeinflussen. Wir haben uns heute das 2:0 erkämpft und jetzt geht es darum, uns nicht mit den anderen zu beschäftigen. Wir haben jetzt 9 Punkte auf Saarbrücken und Wiesbaden vorgelegt, das ist für mich wichtig. Dass wir den 4. Platz auf jeden Fall mal abgesichert haben. Und wenn wir den abgesichert haben, dann beschäftigen wir uns mit anderen Themen. Heute bin ich froh, dass wir in dem Stadion mal gewonnen haben. Und dann freue ich mich eher so über 2 freie Tage."

    Michael Neudecker, Löwen-Torschütze zum 1:0: "Ne, Aufstieg ist für uns im Moment nicht interessant. Wir sind froh über die 3 Punkte. Wenn du so früh ein Tor machst, dann musst das auch erst mal halten. Ich glaube, daran siehst du auch die Entwicklung unserer Mannschaft."

    1. FC Kaiserslautern - SpVgg Unterhaching 3:2

    Lauterns Trainer Marco Antwerpen hatte sich einen kleinen Überblick auf die Tabelle verschafft:
    "Das ist aber nicht ganz so wichtig. Wichtig ist, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. Wir dürfen das Spiel nicht auf 2:2 stellen. Das war entscheidend, wir müssen relativ schnell auf 3:1 stellen. Dann ist die Messe gelesen." Bei Pouries Elfmeter zum 3:2 stand Antwerpen abgewendet im Spielertunnel: "Ich dachte, ich gehe mal kurz raus. Das wollte ich mir diesmal nicht antun." Antwerpen zur 2. Halbzeit: "Wir haben einfach nicht mehr Fußball gespielt, haben nicht mehr den Ball laufen lassen. Waren nicht mehr so aktiv mit Ball. Zu oft den Ball zum Torwart gespielt, zu oft den langen Ball rausgeschlagen und den 2. Ball nicht geholt." Lautern steht das 1. Mal seit Wochen wieder über dem Strich: "Wir haben 10 Punkte aufgeholt. Insofern sind wir mit der Situation zufrieden. Wir wissen aber auch, dass wir noch was machen müssen."

    Arie van Lent vor dem Spiel über die sehr schwache Bilanz in der 1. Halbzeit in dieser Saison: "Vielleicht sind wir da immer ein bisschen aufgeregt. Dass wir das nicht wollen, ist ganz klar. Wir wollen den Gegner natürlich nicht nach 3 Minuten aufbauen. Das hat sich durch die gesamte Saison gezogen... Ich hoffe, dass es uns gelingt, es dem Gegner heute sehr schwer zu machen." Hachings Coach nach der Partie: "Sehr verhaltener Anfang, da sieht man schon, dass das Selbstvertrauen verloren gegangen ist. Aufgrund der 2. Halbzeit hätten wir mehr verdient gehabt. Wir waren drauf und dran, das 3:2 zu machen. Wir bekommen dann einen unnötigen Elfmeter...Ein kleines Fünkchen Hoffnung ist noch da. Wir wollen alles dafür tun, den zu nutzen."

    Hachings Moritz Heinrich: "Das Spiel heute spiegelt unsere komplette Saison. Du kommst zweimal richtig gut zurück. Bekommst dann einen richtig bitteren Elfmeter. Da fehlen einem auch die richtigen Worte. Wenn wir so gegen Türkgücü gespielt hätten, dann hätten wir die 3 Punkte mitgenommen. Ein Fünkchen Hoffnung besteht noch. Aber die Chancen gehen gegen null".

    SV Meppen - FC Hansa Rostock 2:3

    Der neue Trainer Rico Schmitt vor dem Spiel:
    "Wir müssen die Jungs nochmal wachrütteln. Die Mannschaft ist gefordert. Da hat sie aber auch in den letzten 2 Spielen ein Zeichen gegeben. Ich hoffe und erwarte, dass wir es heute nochmal schaffen, eine Top-Leistung zu bringen." Meppens Trainer nach der 2. Pleite : "Die Aufgabenstellung war, dass wir nach einem guten Auftritt gegen Ingolstadt und gegen Magdeburg, noch eine Top-Leistung zu zeigen gegen ein Spitzenteam und das hat meine Mannschaft gezeigt. Wir müssen kurz die Leistung vom Ergebnis trennen. Die Leistung war von der 1. Minute an top... Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen... Ich muss mich aber auch als Schiedsrichter informieren, wie die Mannschaften sind und dass es gerade in solchen Situationen dann am Ende nur über Freistoß ziehen geht. Ich glaube, das war kein Freistoß." Christoph Hemlein: "Ein Punkt wäre mehr als verdient. In der 1. Halbzeit haben wir 2, 3 Hundertprozentige und machen das Tor nicht. Be kommen dann 2 dumme Tore. Ich weiß nicht, ob das 2:1 Abseits ist. Der Freistoß ist dann so ein 50:50 Ding... Aber wenn ich dann sehe, dass die in der 90. Minute so einen Freistoß zu geben. Die großen Vereine beschweren sich hier Woche für Woche im Fernsehen, dass die Schiedsrichter sie benachteiligen und wir kleinen Vereine reißen uns den Arsch auf und am Ende dann sowas. Der Schiri ist nicht schuld, aber wenn du durch so einen Freistoß verlierst, dann ist das bitter. Das ist niemals ein Freistoß und durch sowas verlieren wir das Spiel. Das ist unglaublich."

    Rostocks Trainer Jens Härtel, ob sich die Mannschaft eine Kiste Bier verdient hat: "Ja, ich glaube schon. Wir haben schon ein bisschen Zeit bis zum nächsten Spiel. Das sind ja noch 10 Tage. Ein Bierchen wird schon gehen. Viel mehr aber nicht." Was für ihn nach dem Sieg überwiegt: "Erstmal natürlich die Freude. Du hast jetzt so viele Emotionen wieder mitgenommen, so viel Adrenalin ausgeschüttet im Positiven wie im Negativen... Natürlich müssen wir auch über die anderen Sachen sprechen."

    FC Ingolstadt 04 - FSV Zwickau 3:2

    Ingolstadts Trainer Tomas Oral über das Matchglück mit dem Elfmeter:
    "Das braucht es natürlich, wenn du so eine Delle dann mal hast. Wir haben die Tore zu leicht hergegeben, da sieht man, dass die Mannschaft sehr angespannt war. Nichtsdestotrotz müssen wir nach dem 1:0 auch das zweite machen. Aber in der 3. Liga ist nichts selbstverständlich... Wir haben gegen Bayern einen Elfmeter bekommen, der keiner war. Wir haben gegen Meppen keinen bekommen... Ich würde die aber auch alle nicht pfeifen." Geburtstagskind Tomas Bilbija traf zum 2:1 an seinem 21. Geburtstag: "Das war heute ein Kampfspiel. Wir haben lange auf den Sieg gewartet, aber wir haben in den letzten 3, 4 Spielen wieder gezeigt, was wir draufhaben. Da hat uns das Glück gefehlt und heute konnten wir uns belohnen."

    Zwickaus Trainer Joe Enochs: "Ich habe mit meinem Abwehrspieler gesprochen, dass es kein Hand war und der Linienrichter hat auch gesagt, dass er es nicht gepfiffen hätte. Ich verstehe nicht, dass sich die Linienrichter nicht mit den Schiedsrichtern austauschen, um das ganz klar zu besprechen. Emotionen sind da, wir machen alle Fehler. Aber so ein entscheidender Fehler ist dann halt bitter... Das ist echt enttäuschend. Dieser Punkte hätte uns sehr gutgetan und verdient wäre es auch gewesen." Der Verursacher des irregulären Elfmeters über die spielentscheidende Szene: "Ich habe es ja schon im ersten Moment gemerkt, dass da der Schmerz woanders war. Ich glaube da, wo du den Schmerz nicht gerne hinbekommst. Das Bild hat es mit jetzt bestätigt, dass da nicht mal im kleinsten eine Hand dabei war."

    Türkgücü München - KFC Uerdingen 0:2

    Türkgücüs Trainer Serdar Dayat:
    "Ich habe alles vermisst heute. Meine Mannschaft ist zu 30, 40 Prozent zu Hause gewesen. Manche sind im Urlaub gewesen mit dem Kopf. Nach unten geht ja nichts mehr... Jetzt kommen wir hier her ins Olympiastadion und wollen das Spiel reißen, aber verlieren 2:0. Unsere Schuld. Wir haben schlecht gespielt und sind nicht richtig in die Zweikämpfe gegangen. Wenn du die Zweikämpfe nicht annimmst und von 10 Pässen 7 nicht an dem Mann kommen, dann kannst du das Spiel nicht lenken."

    Uerdingens Trainer Stefan Reisinger: "Ich bin froh, dass wir heute in die Erfolgsspur zurückgekommen sind. Am Ende des Spiels war es auch verdient. Wir haben uns gesteigert und wir haben am Anfang auch eine Zeit gebraucht... Es freut mich natürlich auch, dass sich die Spieler dann mit den Toren belohnt haben... Es ist schön, dass wir mit 3 Punkten die Heimfahrt antreten."

    Die 3. Liga LIVE bei MagentaSport
    Sonntag, 25.04.2021

    Ab 12.45 Uhr: 1. FC Magdeburg - VfB Lübeck
    Ab 13.45 Uhr: SV Wehen Wiesbaden - MSV Duisburg
    Montag, 26.04.2021
    Ab 18.45 Uhr: FC Bayern München II - 1. FC Saarbrücken
    Mittwoch, 28.04.2021
    Ab 18.45 Uhr: SG Dynamo Dresden - MSV Duisburg
    Samstag, 01.05.2021
    Ab 13.45 Uhr: KFC Uerdingen 05 - SG Dynamo Dresden

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