• Essens Naji enttäuscht: „Können mit dem Auftritt nicht zufrieden sein“
• Hannovers Christophersen zum Ortega Gerücht: „Beschlossen ist noch gar nichts“


München, 13. Mai 2021 –
Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien TSV Hannover-Burgdorf – Füchse Berlin (27:27), FRISCH AUF! Göppingen – TuSEM Essen (35:27), GWD Minden – MT Melsungen (30:30), TBV Lemgo Lippe – TVB 1898 Stuttgart (35:29), HSG Wetzlar – HSG Nordhorn-Lingen (35:26), Eulen Ludwigshafen – Bergischer HC (28:22).



Martin Hanne (TSV Hannover-Burgdorf) ...
... zum Spiel:
„Wenn man sich die letzten Minuten anschaut, waren wir immer in Führung. Am Ende hat es aber nicht gereicht, die zwei Punkte mitzunehmen. Deshalb ist es eher ein verlorener Punkt. Dennoch ist es ein typischer Satz, wenn man vor dem Spiel gesagt hätte, dass man mit einem Unentschieden rausgeht, hätten wir es angenommen, weil Berlin Favorit war. Aber dennoch ist man nach dem Verlauf am Ende schon enttäuscht. Ich fühle mich momentan sehr wohl und bekomme immer mehr Spielzeit. Das ist für junge Spieler enorm wichtig, um sich zu entwickeln. Wenn man dann noch mit guten Gefühlen aus den Spielen heraus geht, entwickelt man immer mehr Selbstvertrauen und es läuft dann immer besser. Am Ende hat man gesehen, dass die Abwehr müde wurde, weil viele 60 Minuten durchspielen mussten. Wir haben es gut gemacht, aber vielleicht fehlt uns an der einen oder anderen Stelle noch die Erfahrung.“

Sven-Sören Christophersen (Sportlicher Leiter TSV Hannover-Burgdorf) ...
... ob Carlos Ortega zum FC Barcelona wechseln wird (vor dem Spiel):
„Beschlossen ist dort noch gar nichts. Wer Carlos Ortegas Karriere ein wenig verfolgt hat, der weiß, dass er beim FC Barcelona elf Jahre als Spieler tätig war und sechs Mal die Champions League gewonnen hat. Er hat also eine große Verbindung zu diesem Club. Dass es nun unter der neuen Führung auch Interesse gibt, ihn als neuen Trainer zu installieren, ist klar. Viel mehr gibt es dazu aber nicht zu sagen. Es gibt keine Option, denn er hat einen rechtsgültigen Vertrag für die nächste Saison bei uns. Die Karten sind in unserer Hand und wir wissen die Verdienste von Carlos Ortega aus den letzten Jahren sehr zu schätzen. Er war immer offen und loyal und auch so hat er in diesem Fall kommuniziert, sodass wir es überhaupt zumindest mal prüfen. Es geht aber natürlich auch nicht, ohne eine passende Alternative zu haben. Wir werden uns da nicht bewegen, ohne dass wir uns auch gut aufgestellt für die Zukunft in Hannover sehen. Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen. Dann werden wir sehen, ob es eine Lösung geben wird oder eben nicht.“

Frank Carstens (Trainer GWD Minden) ...
... zum Spiel:
„Am Ende des Tages sind wir natürlich froh, dass wir einen Punkt erreicht haben. Aber natürlich haben wir auch gesehen, dass durchaus mehr drin gewesen ist, wenn man bis kurz vor Schluss noch führt. Wir müssen einfach in solchen Situationen besser werden, denn wir haben die letzten beiden Angriffe nicht gut zu Ende gebracht. Der Spielstand ist am Ende auch den Leistungen der beiden Teams entsprechend. Wir müssen nach unten schauen, können aber auch nach oben schauen. Wenn wir punkten, dann besteht die Möglichkeit, dass wir auch nach oben heranrücken können. Das sollten wir nicht aus dem Blick lassen, um noch ein paar Plätze nach oben gut zu machen.“

Dominik Mappes (Eulen Ludwigshafen) ...
... zum Spiel:
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Jeder weiß, dass wir bis zum Schluss kämpfen. Es ist alles noch möglich. Ich weiß nicht, wie viele Punkte wir noch Rückstand haben, denn wir schauen nicht auf die Tabelle. Wir wissen aber, dass wir alle Gegner schlagen können und wir glauben auch immer an uns.“

Christian Klimek (Eulen Ludwigshafen) ...
... zum Abstiegskampf (vor dem Spiel):
„Die Jungs kennen die Situation bereits. Sie sind fokussiert und wissen genau, worauf es ankommt. Das letzte Drittel ist immer das stärkste Drittel der Eulen und das hat man über die Jahre gesehen. Wir leben von den Emotionen in diesem Verein. Uns fehlen die Zuschauer und deshalb ist es umso wichtiger, dass der Trainer uns packt und das macht er hervorragend, wenn nicht sogar Weltklasse. Wir sind eine Truppe, die immer wieder gepusht werden muss, damit es funktioniert.“

Robert Weber (HSG Nordhorn-Lingen) ...
... zum Spiel:
„Die Niederlage ist ganz schwer zu erklären. Vielleicht haben wir uns selbst zu sehr unter Druck gesetzt, denn wir wissen, dass wir Punkte benötigen, um oben zu bleiben. Natürlich sind es in Wetzlar keine Punkte, die man mit einrechnet. Aber wir hatten gute Ansätze, aber wenn man ehrlich ist, dann war das Spiel nach 15 Minuten bereits verloren, denn da war Wetzlar bereits mit elf Toren davongezogen. Wir müssen es jetzt abhaken und am kommenden Spieltag steht ein Matchball Spiel vor der Türe. Es ist nicht unser Anspruch, egal wo wir stehen, denn man darf gegen Wetzlar nicht mit 12 Toren untergehen. Deshalb ist es schon etwas versöhnlich, dass wir nur mit neun Toren verloren haben. Jeder von uns muss nun begreifen, dass wir ums Überleben kämpfen, um in der besten Liga der Welt zu verbleiben. Ich denke, dass will auch jeder und ich will es auch. Ich möchte auch alles dafür geben und ich hoffe, dass ich da mit meinen Emotionen und mit allem was ich besitze jeden Einzelnen mitziehen kann.“

Jamal Naji (Trainer TuSEM Essen) ...
... zum Spiel:
„Wir können mit dem Auftritt nicht zufrieden sein. Wir haben gefühlt zu keinem Zeitpunkt im Spiel Zugriff in der Abwehr gefunden und haben das Tempo von Göppingen nicht herausgenommen. Das hat Göppingen gut gemacht. Am Ende ist die Niederlage in Ordnung und auch in der Höhe völlig verdient. Ich glaube, dass wir einen großen Bruch in unserem Überzahl Spiel bekommen haben. Dann kommt hinzu, dass auch das Torhüter Spiel ebenfalls an Göppingen gegangen ist. Mit einer falschen Mentalität hätte das Spiel auch mit 15 Toren unterschied ausgehen können, aber da bin ich froh, dass wir einfach die Kurve bekommen haben. Wir haben noch acht Spiele und möchte mit keinen Eventualitäten kalkulieren. Am Ende gibt es dann die Abrechnung und dann sehen wir, ob wir vielleicht zu grün waren. Wir müssen unser Spiel verbessern und das ist ein Prozess, denn das geht nicht von heut auf morgen. Da gibt es dann auch Rückschläge und die gehören zu diesem Sport dazu.“


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