• Leipzig-Kiel nächste Woche vor 1000 Zuschauern? Günther: „Mündlich gab es die entsprechenden Zusagen“
  • Sky Experte Stefan Kretzschmar kann Günther „emotional komplett verstehen“


    München 20. Mai 2021 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien TSV Hannover-Burgdorf – Eulen Ludwigshafen (25:28), SC DHfK Leipzig – HC Erlangen (30:25), TuSEM Essen – TBV Lemgo Lippe (37:39).


    Marc Esche (SC DHfK Leipzig) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir sind froh, dass wir den dritten Heimsieg in Folge feiern können. Das haben wir uns fest vorgenommen. Auch gegen Erlangen, die eine brutal starke Deckung haben. Ich freue mich, dass wir gewonnen haben – mit 5, ich denke verdient.“
    … zu seiner Leistung: „Ich habe mir vorgenommen, meine Chance zu nutzen. Das ist mir glaube ich ganz gut gelungen.“
    … zur Erlanger Körpersprache: „Uns war von Anfang an klar, dass wir mit unserer Körpersprache dagegenhalten müssen. Erlangen ist wie ein angeschossenes Reh mit einer Auswärtsniederlage hier angereist. Wir wussten, dass sie emotional super sind. Da wollten wir gegenhalten und das haben wir besonders in der zweiten Halbzeit super gemacht.“


    Karsten Günther (Geschäftsführer SC DHfK Leipzig) zu den Folgen seiner Aussagen auf der Pressekonferenz (vor dem Spiel): „Es gab seitdem sehr viel Feedback aus der Verwaltung und Politik, die zum Dialog gebeten haben. Da bin ich sehr froh drüber und es gibt tatsächlich aktuell Bewegung in die Richtung, nächste Woche gegen den THW Kiel wieder bis zu 1000 Zuschauer in der Halle begrüßen zu können. Letze Details müssen da noch geklärt werden – ich bin sehr optimistisch, dass wir das hinbekommen werden. Zumindestens mündlich gab es die entsprechenden Zusagen, jetzt müssen wir Taten folgen lassen. Darum geht es uns auch, wir wollen mit Zuschauern dafür sorgen, dass wir uns selber tragen können. Die Politik hat uns durch die Krise mit finanziellen Zuschüssen geholfen, das haben wir sehr dankend angenommen. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir wieder auf die eigenen Beine kommen und bei den Inzidenzen derzeit ist es möglich, dass wir unseren Teil dazu beitragen.“


    Benjamin Meschke (HC Erlangen) zu seiner Rückkehr in die Bundesliga (vor dem Spiel): „Ich bin sehr demütig und unfassbar froh, wieder Bundesligaparkett unter den Füßen zu spüren. Ich werfe jetzt alles rein, bringe mich ein und hoffe, dass die nächsten Spiele für uns positiv enden.“


    Ivan Martinovic (TSV Hannover-Burgdorf) ...
    ... zum Spiel:
    „Von der ersten Sekunde an haben sie gezeigt, worum es eigentlich geht. Ich weiß nicht, wo wir waren. Wir haben komplett die ersten 15 Minuten verschlafen und die Eulen haben das ausgenutzt. Wir haben uns dann noch zurückgekämpft, am Ende hat es aber nicht gereicht.“
    … zu den guten und schlechten Phasen im Spielverlauf: „In manchen Momenten sind wir einfach da, da glauben wir an uns und wollen uns zurückkämpfen. Aber irgendwann – ich weiß nicht, ob die Kraft fehlt oder das Glück. Die Eulen haben verdient gewonnen.“
    … zu den Ausfällen in der Mannschaft: „Natürlich ist es nicht einfach für uns, wenn einige Spieler fehlen. Ich denke allerdings, wer auch immer bei uns spielt, will alles geben, um der Mannschaft zu helfen.“
    … zum anstehendem DHB-Pokal-Halbfinale: „Wir gehen Richtung Finale. Wir freuen uns schon, bis dahin kommen aber noch drei wichtige Spiele.“


    Sven-Sören Christophersen (Geschäftsführer Sport TSV Hannover-Burgdorf) ...
    ... zu den Wechsel-Gerüchten um Carlos Ortega (vor dem Spiel):
    „Wir werden sicherlich keine Wasserstandsmeldung machen. Aktuell gibt es noch nichts Weiteres zu verkünden. Nebenbei steht noch das ein oder andere Bundesliga-Spiel an, welches wir bestreiten müssen. Darauf fokussieren wir uns aktuell.“
    … zur Frage nach dem Marktwert von Trainern (vor dem Spiel): „Das ist individuell zu definieren. Wir brauchen nicht über eine Ablösesumme verhandeln, wenn wir keine Alternative haben. Daher ist das Scouting des Trainermarktes der Hauptteil unserer Arbeit.“
    … zum Anforderungsprofil eines neuen Trainers (vor dem Spiel): „Uns ist es wichtig, dass ein potenzieller Trainer den eingeschlagenen Weg fortsetzt. Wir haben hier in den vergangenen Jahren immer sehr viel Wert daraufgelegt, unseren Nachwuchs einzubinden. Daher brauchen wir einen Trainer, der in der Philosophie diesen Weg weitergehen möchte und grundsätzlich eine Idee mitbringt, die nicht weit von unserer Art, Handball zu spielen, entfernt ist. Das sind allerdings ungelegte Eier, wir haben den Trainer Carolos Ortega unter Vertrag und checken nach wie vor Optionen. Es wäre natürlich auch schön, wenn ein potenzieller neuer Trainer sofort verfügbar wäre und nicht anderweitig eingebunden.“


    Gunnar Dietrich (Kapitän Eulen Ludwigshafen) ...
    ... zum Spiel:
    „Wir sind super happy, dass wir gewonnen haben. Es war für uns wichtig, dass wir gut ins Spiel gekommen sind. Warum wir dann so wegbrechen – ich glaube, wir machen ein paar technische Fehler zu viel. Das war das Manko, wir sind nicht Selbstbewusst Richtung Tor gegangen. Am Ende überwiegt die Freude über den Sieg.“
    … zur Frage, wie die Mannschaft die Schwächephase bewältigen konnte: „Wir wissen über unser Stärken und hatten einen guten Torhüter drin. An Selbstbewusstsein hat es nicht gefehlt. Daher können wir eine solche Phase überstehen – wir wissen, dass wir wieder die Tore machen und hinten gut in der Abwehr stehen. Wir hatten einen guten Plan und solche zehn Minuten gehen dann schnell um.“
    … zum scheidenden Trainer Benjamin Matschke: „Jeder, der uns ein bisschen kennt, weiß, dass ich ein gutes Verhältnis zu ihm habe. Das hat nichts mit den Eulen zu tun, sondern er begleitet mich schon mein gesamtes Leben, seit ich ein kleiner Junge war. Daher wird es auch außerhalb des Handballs Bestand haben. Wenn man sieht, was er für die Eulen geleistet hat, wollen wir alles für ihn geben.“
    … zum Ausblick auf die kommenden Spiele: „Der Ausblick wird sein, dass wir uns erstmal über diesen Sieg freuen und ihn genießen. Am Montag werden wir uns intensiv auf den nächsten Gegner vorbereiten. Wir tun gut daran, wenn wir von Spiel zu Spiel blicken. Wir hatten in vielen Spielen – gerade gegen mittelklassige Mannschaften – eine Chance, weil wir derzeit einen guten Lauf haben und an uns arbeiten. Das wollen wir genießen.“


    Tim Zechel (TuSEM Essen) ...
    ... zum Spiel:
    „Die Kräfte, welche zur Verfügung standen, sind weg. Ich stehe hier mit einem anderen Gefühl, als nach dem BHC. Es ist ein besseres Gefühl. Ich glaube, in dieser Saison wurden noch nicht so viele Angriffe gestartet, wie in dem Spiel. Das sieht man auch am Ergebnis, wir haben zwar viele Tore kassiert, aber auch sehr viele Tore geworfen. Es war eine Schlacht.“
    … zur Frage, warum die Defensivleistungen ausblieben: „Irgendwann schwinden einfach die Kräfte. Das war auch der Grund, warum wir nachher ein wenig mehr rotiert haben, aber irgendwann ist man so im Spielfluss drin, dass man, wenn man immer nach vorne und hinten läuft, die Orientierung ein Stück weit verliert. Dann möchte der Kopf teilweise etwas anderes machen, als die Beine es ausführen.“
    … zur möglich Zuschauer-Rückkehr in Essen: „Das wäre natürlich überragend. Keiner wünscht sich, ohne Zuschauer zu spielen. Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, dass überhaupt so viele Zuschauer in die Hallen kommen. Das ist nicht in jedem Land so. In der Partie PSG-Kiel hat man gesehen, wieviel ein paar Zuschauer ausmachen können. Wir freuen uns über jeden, der hier in die Halle kommen würde.“


    Sky Experte Stefan Kretzschmar ...
    ... zum Spiel Leipzig - Erlangen:
    „Leipzig hat das Torhüter-Duell deutlich gewonnen. Sie haben weniger technische Fehler begangen als Erlangen und sind in der Abwehr ein wenig defensiver und dadurch stabiler geworden. Es war am Ende für Erlangen nicht möglich zu gewinnen. Respekt an Erlangen, aber der Aderlass war schon enorm.“
    … zur Begegnung Leipzig – Kiel kommende Woche: „Leipzig ist immer für eine Überraschung gut. Ich glaube, dass Kiel und Flensburg – jetzt nach dem Ausscheiden aus der Champions League – in der Liga in einer anderen Liga spielen. Sie sind sehr stabil und ich denke nicht, dass der THW sich das vom Brot nehmen lässt.“
    ... über den möglichen Abgang von Carlos Ortega (vor dem Spiel): „Da es im Handball immer menschelt und Ortega und Christophersen persönlich befreundet sind, glaube ich nicht, dass man ihm seinen Traum verwehren wird. Das Carlos Ortega, wenn ein Angebot vom großen FC Barcelona kommt, dieses auch annehmen möchte – dürfte klar sein. Daher wird Christophersen sich umschauen, ob und welches Angebot aus Barcelona kommt und Carlos keine Steine in den Weg legen.“
    … zur Frage, ob Christian Prokop eine gute Option als Trainer in Hannover wäre (vor dem Spiel): „Toller Trainer, würde gut zu den Recken passen. Gerade in der Kombination mit der Recken-Schmiede – das ist eines seiner Steckenpferde, dass er junge, formwillige Spieler ein Niveau höher bringen kann. Mit Sicherheit ein interessanter Name für Hannover.“
    … zu den emotionalen Aussagen von Leipzig-Chef Karsten Günther (vor dem Spiel): „Man muss unterscheiden: Auf der einen Seite sind wir den Leuten nicht egal. Damit sind die Politiker gemeint, wir erhalten ja auch staatliche Hilfen. Das darf nicht unter den Teppich gekehrt werden: Der Staat unterstützt die HBL und die Vereine und wir sind nicht auf uns selber gestellt. Auf der anderen Seite kann ich ihn emotional komplett verstehen. Keiner hat soviel Zeit in die Erstellung eines wissenschaftlichen Konzepts investiert, wie der SC DHfK Leipzig. Dass das dann immer auf vermeintlich taube Ohren stößt, ist schwierig, immer wieder zu schlucken. Der Verein ist ein sehr emotionaler, der – wie viele andere auch – von seinen Zuschauern lebt. Ich glaube, dass es an Mut und Erkenntnis fehlt. Bereits vor einem halben Jahr habe ich gesagt, dass wir lernen müssen, mit diesem Virus zu leben. Dafür sind diese Konzepte da. Daher finde ich es schade, dass man immer weitervertröstet wird, da ich glaube, dass man ein gewisses Maß von Sicherheit mit diesen Konzepten garantieren kann."


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    O-Ton-Service HBL/xtg
    Daniel Mayr (Mayr@liquimoly-hbl.de)
    Mehr Informationen unter www.liquimoly-hbl.de/de