• "Ganz bitter" - Nordhorn-Lingen unterliegt Hannover trotz starkem HSG-Torwart Ravensbergen
  • Coburgs Billek nach "Ausrufezeichen"-Sieg: "Vielleicht ein wenig zu spät"

    München, 26. Mai
    - Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien HSC 2000 Coburg - TVB Stuttgart (28:26), Bergischer HC - TSV GWD Minden (25:24), HC Erlangen - HSG Wetzlar (28:36), HSG Nordhorn-Lingen - TSV Hannover-Burgdorf (20:22).

    Juri Knorr (TSV GWD Minden) ...

    ... zum Spiel:
    "Wir verwerfen viele Bälle, aus dem Rückraum nehmen wir ein paar Würfe, die nicht sein müssen. Wir hatten dennoch ein paar gute Chancen. In der Schlussphase ist es ärgerlich, dass wir am Ende keinen richtigen Wurf aufs Tor kriegen. Trotz Timeout schaffen wir es nicht, eine Chance herauszuspielen und dann spielt der BHC uns in der Abwehr eine Minute lang die Zeit herunter."

    ... zur schlechten Chancenverwertung: "Jeder Wurf ist für sich gleich. Natürlich hat der Torwart super gehalten, aber wir müssen auf uns schauen. Wir spielen alle in der Bundesliga und es ist unsere Pflicht, den Ball ins Tor zu hauen."

    ... zur Frage, ob die Mannschaft sich im Abstiegskampf befindet: "Ja klar, wir können uns nicht zurücklehnen. Alle Mannschaften, die da unten drinstehen, sind zäh und wollen mit aller Macht verhindern, dass es runtergeht. Deshalb werden wir weiter Gas geben und unsere Chancen suchen. Uns ist bewusst, dass wir da unten drinstecken und es ganz schnell in die andere Richtung gehen kann."

    Bart Ravensbergen (Torwart HSG Nordhorn-Lingen) ...

    ... zum Spiel:
    "Ganz bitter. Wir haben lange geführt und hatten die Möglichkeit gehabt, zu gewinnen. Dann fehlt uns leider die Effektivität im Angriff und mit 20 Toren gewinnt man kein Spiel. Acht Tore in der zweiten Hälfte sind zu wenig, wir hatten ein paar gute Chancen gehabt, die haben wir nicht reingemacht und einige technische Fehler begangen. Das ist dann ganz bitter."

    ... zur Tabellensituation: "Darauf müssen wir überhaupt nicht mehr achten. Wir müssen in jedes Spiel reingehen, um zu gewinnen. Jeder weiß, dass es schwer wird am Ende, aber wir müssen die Saison bis zum Ende spielen und die letzten Spiele in der Bundesliga genießen. Wer weiß, was noch passieren kann, aber leicht wird's nicht."

    Matthias Stroot (Geschäftsführer HSG Nordhorn-Lingen) ...

    ... zur Frage, wie er die Mannschaft seit dem Sieg gegen Ludwigshafen erlebt (vor dem Spiel):
    "Das war für uns ein kleiner Brustlöser, vor allem nach dem Spiel in Wetzlar, welches wir ein paar Tage vorher hatten. Die Stimmung ist sehr positiv."

    ... zum Restprogramm und der sportlichen Aussicht (vor dem Spiel): "Die Rechnung ist so, dass wir weiterhin nur auf uns schauen. Alles andere können wir nicht beeinflussen. Wir glauben nach wie vor an den Klassenerhalt, besonders aufgrund der vielen Heimspiele."

    ... zur Frage, ob der Verein zweigleisig plant (vor dem Spiel): "Ja natürlich, bereits seit einigen Wochen. Das ist einfach die Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen - so sehr wir uns auch wünschen, dass wir weiterhin erstklassig sein werden. Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit beiden Szenarien. Sowohl auf der Spielersicht, wo soweit alles klar und sicher ist sowie den wirtschaftlichen Bedingungen. Das läuft alles parallel zu dem, was wir sportlich probieren zu erreichen."

    Vincent Büchner (TSV Hannover-Burgdorf) ...

    ... zum Spiel:
    "Es tat richtig gut, hier zu gewinnen. Der Unterschied war die Konzentration - wir haben viel weniger Fehler gemacht. Das war in den letzten beiden Spielen der Faktor, warum wir nicht ganz so gut auf der Platte standen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht flüssig genug gespielt, haben das Spiel langsam gemacht. Das haben wir in der zweiten Hälfte besser gemacht. Hinten haben wir uns geholfen und standen besser. 20:22 ist kein Spiel der Angriffsreihen, aber dafür haben wir es defensiv sehr gut gemacht."

    ... zur Frage, ob die Mannschaft noch Bedenken hat, abzusteigen: "Bedenken haben wir keine, aber dennoch wollen wir in den nächsten Spielen zeigen, was wir eigentlich können. Deswegen hauen wir uns in jedes Spiel, welches noch kommt."

    Florian Billek (HSC 2000 Coburg) ...

    ... zum Spiel:
    "Es ist ein Ausrufezeichen gewesen, aber vielleicht etwas spät. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Ganz Tod sind wir noch nicht."

    ... zur Moral der Mannschaft: "Wir haben ein wenig gebraucht in der Runde, um uns zu finden. Gerade was die Moral und Kampfgeist angeht. Wir haben uns heute nicht aus der Linie bringen lassen. Direkt nach der Pause kassieren wir fünf Tore am Stück, was uns nie passieren darf. Wir spielen das vorne dann aber relativ ruhig zu Ende. Wenn wir uns die 60 Minuten angucken, haben wir das Spiel verdient gewonnen."

    ... zur Frage, ob die Tabellensituation der Mannschaft den Druck nimmt: "Zu verlieren haben wir nicht mehr. Wir sind ein bisschen weitergekommen und haben uns weiterentwickelt. Wir haben uns auch ein paar Ziele gesetzt, ein paar davon konnten wir heute ganz gut umsetzen. Wir haben das zweite Mal eine solide Mittelfeldmannschaft geschlagen und das ist eine schöne Sache."

    ... zu den kommenden Gegnern, die Coburg alle bereits schlagen konnte: "Ich glaube, wir sind in allen drei Partien Favorit (lacht). Mal schauen, was wir da holen. Das wird nicht einfach. Erstmal spielen wir zuhause - Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir auch da konkurrenzfähig sind."

    Andreas Schröder (HSC 2000 Coburg) ...

    ... zur sportlichen Lage (vor dem Spiel):
    "Wir setzen uns kurzfristige Ziele. Ich denke, wir müssen jedes Spiel gewinnen, um noch drinzubleiben. Daher die kurzfristigen Ziele, es geht darum das Spiel zu gewinnen, aber auch darum, wie wir das Spiel angehen."

    ... Zur Frage, ob die Mannschaft auf die Ergebnisse der Konkurrenz blickt (vor dem Spiel): "Man sieht sie, wir müssen allerdings auf uns gucken. Wir können das nur selber schaffen, indem wir gewinnen."

    ... zur Frage, wie hoch die Chancen auf den Klassenerhalt sind (vor dem Spiel): "Das ist schwierig, der Glaube ist natürlich nicht riesig. Es ist noch machbar, dafür müssen wir aber alle Spiele gewinnen."

    Lenny Rubin (HSG Wetzlar) ...

    ... zur Frage, ob es etwas über die erste Halbzeit zu beanstanden gibt:
    "Vielleicht ein wenig die Defensive. Da gab es ein paar Probleme in der Abstimmung zwischen Block und Torhüter aber ansonsten - im Angriff haben wir das super gemacht."

    ... zur Qualität der Mannschaft, trotz der Ausfälle: "Das sagt sehr viel über die Qualität aus, wir sind trotz der fehlenden Spieler eine sehr gute Mannschaft. Jetzt müssen halt andere Spieler Vollgas geben und das tut uns auch gut. Es tat uns auch gut, mal 13 Tage kein Spiel zu haben und so konnten wir uns etwas erholen. Ich glaube, bei Erlangen hat man gesehen, dass sie fünf Spiele in elf Tagen hatten."

    ... zur sportlichen Aussicht: "Wir haben uns eigentlich gesagt, wir wollen unsere Platzierung halten und möglichst viele Punkte holen. Wir haben keinen Druck mehr, zwar ein paar verletzte Spieler aber können Vollgas geben, uns gut verkaufen und weiterhin geilen Handball spielen, denn so macht es Spaß."

    Für Rückfragen:
    O-Ton-Service HBL/xtg
    Daniel Mayr (Mayr@liquimoly-hbl.de)
    Mehr Informationen unter www.liquimoly-hbl.de/de