• Magdeburg unterliegt im Topspiel – SCM-Coach Wiegert: „Beim mir überwiegt die Traurigkeit“
  • Sky Experte Stefan Kretzschmar zum Abstiegskampf: „Alle Mannschaften sind in der Lage, für Überraschungen zu sorgen“



    München, 02. Juni 2021 –
    Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung zur Konferenz der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit den Partien Bergischer HC – FRISCH AUF! Göppingen (29:28), HC Erlangen – HSC Coburg 2000 (33:28), HBW Balingen-Weilstetten – Rhein-Neckar Löwen (32:30), SG Flensburg-Handewitt – SC Magdeburg (33:30), SC DHfK Leipzig – TSV GWD Minden (24:21), TVB Stuttgart – Füchse Berlin (25:28).



    Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg) ...
    … zum Spiel: „Bei mir überwiegt die Traurigkeit darüber, dass wir uns heute nicht belohnen konnten. Gerade nach der ersten Halbzeit waren wir voll im Spiel. Dann haben wir den Transport in die zweite Hälfte nicht hinbekommen. Wir sind dennoch immer an ihnen drangeblieben, bis zur 55. Minute immer auf ein Unentschieden geblieben. Dann fehlen uns Kleinigkeiten, um das Ganze in Punkte umzumünzen.“
    … zum anstehenden Spiel gegen den THW Kiel: „Gerade interessiert mich Kiel nicht. Gerade interessiert mich, dass ich traurig und enttäuscht bin. Ich kann allerdings auch niemanden einen Vorwurf machen. Was wir in den letzten Wochen reinlegen, da ist es schwierig in die Kabine zu gehen und Rumpelstilzchen zu spielen. Klar werde ich gleich den Fokus auf Kiel legen, allerdings haben wir da überraschenderweise sieben Tage Zeit, um uns vorzubereiten. Das ist völlig ungewohnt.“
    … zur Frage, ob er eine Mannschaft im Meisterschaftskampf bevorzugt (vor dem Spiel): „Nein, das ist mir völlig egal. Das haben nur die beiden Mannschaften zu entscheiden. Wir sollten auf uns selber achten. Wer da zum Schluss Meister wird - die Mannschaften haben es sich erarbeitet, es in der eigenen Hand zu haben und wir nicht.“
    … zum vorzeitigem Saisonfazit (vor dem Spiel): „Ich finde, bisher ist es schon eine gute Saison. Wenn man eine Spielzeit mit einem Titel abschließt, dazu noch einen internationalen, der erste, den man in der Saison holen kann, dann gibt das ein wenig Sicherheit und Ruhe. Dementsprechend ist das Gefühl auf unserer Seite nicht so schlecht.“
    … zur Frage, was dem SCM fehlt, um auf Kiel und Flensburg anzuschließen (vor dem Spiel): „Da fehlt noch ein bisschen was. Das haben sich beide Mannschaften über die vergangenen Jahre erarbeitet. Das ist nicht nur ein Resultat dieser außergewöhnlichen Saison, sondern es ist schon länger so, dass beide Mannschaften sich hart duellieren und sich kaum Fehler erlauben können. Das sind die beiden Pioniere, die es in Zukunft gilt, zu bearbeiten und die Lücke zwischen ihnen und dem Rest der Liga zu schließen. Das gilt nicht nur für den SCM, sondern für viele andere.“


    Lasse Svan (SG Flensburg-Handewitt) ...
    ... zum Feiern mit den Fans: „Ich habe nach dem Spiel direkt mit Jim gesprochen, als die Zuschauer gesungen haben. Er sagte, es sei unglaublich, dass wir mit 125 Zuschauern in der Halle auch Gänsehaut bekommen können. Es war unheimlich schön, wieder Fans in der Halle zu haben. Auch wenn es nur 125 sind, es hörte sich nach deutlich mehr an.“
    … zur Frage, ob ihm bei vier Toren Rückstand das Herz in die Hose rutschte: „Ja natürlich. So ist das aber in der Bundesliga, in den Spitzenspielen. Du musst immer dranbleiben und daran glauben, dass du es drehen kannst. Mit dieser unglaublichen Qualität und Moral, welche wir in der Mannschaft haben, hat man auch eine gewisse Sicherheit, dass man einen Push machen kann. Das haben wir gemacht und es dann gehalten. Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs, es herrschte Stimmung und gute Moral. Ich bin total zufrieden.“
    … zur Frage, wie der SCM jetzt für Kiel motiviert werden soll: „Ich hoffe, dass die Jungs selbst genug Motivation haben, uns vielleicht ein wenig zu helfen. Wir machen unsere Sache und hoffen auf Hilfe von irgendwo.“


    Klaus Gärtner (Trainer Rhein-Neckar Löwen) ...
    ... zum Spiel „Das Spiel ist direkt nach der Halbzeit gekippt. Da sind wir nicht an die Leistungen aus der ersten Hälfte rangekommen und haben es Balingen viel zu einfach gemacht. Am Schluss war das Spielglück ein wenig gegen uns, aber am Ende ein verdienter Sieg für Balingen. Wir sind nach wie vor auf der Suche nach unserer Konstanz.“
    … zu seiner Rotation: „Es ist leider so, dass wir viele Spezialisten in unserem Kader haben. Wir haben dann Ilija Abutovic an eine Rote Karte verloren, der bis zu diesem Zeitpunkt eine gute Partie absolviert hat. Ich weiß nicht, ob die Rote Karte berechtigt war oder nicht. Das Problem, dass wir viel wechseln müssen, haben wir – daher sind wir auch sehr anfällig in der zweiten Welle. Da haben wir einige Tore kassiert. Wir kriegen über 60 Minuten keine kompakte Abwehrleistung hin und das ist unser Problem.“
    … zur Frage, warum es gegen die „kleinen“ nicht funktioniert: „Darüber haben wir viele Gespräche geführt und ich fand uns in der Partie von Anfang an da. Wir waren bereit und wussten, dass wir kämpfen müssen. Leider haben wir das nicht über die Halbzeit drüber gekriegt, da ist uns die Einstellung verloren gegangen und vielleicht haben wir es zu leicht genommen.“
    … zur Verletzung von Nikolas Katsigiannis: „Er hat eine Muskelverhärtung erlitten. Das hatte er bereits schon mal. Wir mussten ihn dann auswechseln, um zu verhindern, dass er für längere Zeit ausfällt. Wir haben schon den Spaß gemacht, dass wir nur für das Mannschaftsfoto vor der Saison alle Spieler gesund im Trikot hatten. Ich denke, dass er gegen Erlangen wieder spielen kann. Vielleicht kommt noch der ein oder andere Verletzte wieder zurück.“


    Romas Kirveliavicius (HBW Balingen-Weilstetten) ...
    ... zum Spiel: „Wir waren voll motiviert und es hat Spaß gemacht. Für mich sind es die letzten sechs Spiele, dann geht es in die Heimat und ich freue mich auf jedes Spiel. Ich will es genießen und der Mannschaft dabei helfen, in der ersten Liga zu bleiben.“
    … zur starken zweiten Hälfte mit 20 Toren: „Wir haben in der Pause besprochen, Schritt für Schritt weiterzumachen und das wir uns nicht verstecken müssen. Wir wissen, wer der Gegner ist, aber wir haben super gekämpft heute. Respekt an die Mannschaft – ein verdienter Sieg.“
    … zur aktuellen Tabellensituation: „Wir sind unberechenbar. Wir schauen weiter auf das nächste Spiel. Wenn wir gewinnen – super. Wenn wir verlieren – wir haben noch weitere Spiele. Wir kämpfen ohne Ende bis zum Schluss. Es wird spannend, es wäre schön, wenn es locker wäre.“


    Maximilian Janke (TSV GWD Minden) ...
    ... zur Rückkehr der Zuschauer (vor dem Spiel): „Das letzte Spiel für mich vor Zuschauern ist schon lange her. Ich kenne die Atmosphäre hier in Leipzig ganz gut, da kommt auch bei 1000 Leuten gut was an Druck von den Rängen. Es ist nochmal etwas anderes, als vor leeren Rängen.“
    … zur sportlichen Situation (vor dem Spiel): „Wir sind noch nicht raus und müssen um jeden Punkt kämpfen. Daher war das gegen Magdeburg eine Enttäuschung. Es war ein schlechtes Spiel, nachdem wir über mehrere Spiele hinweg gute Leistungen gezeigt haben. Das war ein Einbruch und da müssen wir gegensteuern. Wir brauchen Punkte. Die Eulen haben in den letzten Spielen oft gepunktet und ihre Auftritte waren auch gut. Wir sind da auf jeden Fall unter Druck und ich denke, dass es bis zum letzten Spieltag so bleiben wird.“


    Sky Experte Stefan Kretzschmar ...
    ... zum Abstiegskampf (vor dem Spiel): „Da kann man sich das Restprogramm der Mannschaften so oft angucken, wie man will – das spielt keine Rolle. Alle Mannschaften sind jeder Zeit dazu in der Lage, für Überraschungen zu sorgen. In dem Zusammenhang sehe ich Ludwigshafen emotional ein wenig vorne, da sie wieder an dem Wunder Klassenerhalt schnuppern und mit dem Sieg über Balingen ein wichtiges Zeichen gesetzt haben. Die Balinger sind aber auch Kämpfer, die wissen, wie Abstiegskampf geht. Da ist keine Mannschaft unten dabei, die vorher um die Meisterschaft gespielt hat oder im Mittelfeld der Liga. Die wissen alle, worauf es ankommt. Man kann sich da nicht festlegen. Der TuSEM hat eine gute Saison gespielt und ist abgestiegen, Coburg wahrscheinlich auch. Die schlechtesten Karten hat dann Nordhorn, wer der vierte Absteiger wird, kann ich nicht sagen.“
    … zum Comeback von Henning Fritz (vor dem Spiel): „Ich kenne Henning ja ein bisschen und hin und wieder nimmt er an diesen Allstar-Spielen teil. Da muss ich sagen, ist er ganz klar die Nummer zwei hinter Michael Krieter. Heiner Brand bringt ihn in diesen Spielen immer von der Bank, daher wundert es mich, dass er hier Krieter vorgezogen wurde – Spaß beiseite. Ich denke, dass Henning topfit ist für sein Alter. Seine große Stärke ist, dass er von außen so gut wie alles hält, die Würfe aus dem Rückraum sollen allerdings seine große Schwäche sein. Glück für die Flensburger, dass Bergerud derzeit in einer überragenden Verfassung ist.“

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    Daniel Mayr (Mayr@liquimoly-hbl.de)
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