Yesterday behält gegen Baltimore As die Nase vorn

Gelsenkirchen, 1. Mai (MSPW) - Ein Außenseiter triumphierte am Maifeiertag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen im Bild-Pokal, dotiert mit 25.000 Euro. Der von Trainer Stefan Schoonhoven (Nijeberkoop, NL) gesteuerte Yesterday setzte sich in diesem Meilen-Klassiker (1.609 Meter) zum Totokurs von 108:10 gegen neun Konkurrenten durch.

In einem packenden Endspurt behielt der siebenjährige Wallach Yesterday, der dem niederländischen Stall de Zegen van Negen (Haarlem) gehört, gegen den heranstürmenden 33:10-Totofavoriten Baltimore As mit "Goldhelm" Roland Hülskath (Mönchengladbach) im Sulky hauchdünn die Nase vorn. Der Zielrichter urteilte: Sieg nach Kampf mit einem kurzen Kopf. Eine Länge hinter Baltimore As aus dem Besitz von Marion Jauß (Neritz) belegte der 34:10-Mitfavorit Corleone Rang drei. Fahrer des Gewinners von fast 380.000 Euro, der dem Stall Wieserhof der Familie Lindinger (Aschheim) gehört, war Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin).

Für Vorjahressieger Armstrong As (37:10) reichte es mit seinem Trainer Rick Wester (Schaandamm, NL) diesmal "nur" zu Rang vier. Unforgettable (89:10), der deutsche Derbysieger von 2005, wurde mit Trainer Arnold Mollema (Wolvega, NL) Fünfter. Der trabende "Geldschrank" stockte seine Gewinnsumme auf 863.425 Euro auf.

Gleich nach dem Start des Bild-Pokals hatte Yesterdays Stallgefährte Warrior Boko (205:10) mit Robin Bakker (Deurze, NL) im Sulky die Führung übernommen. Doch schon nach rund 600 Metern steckte Yesterday den Kopf in Front und führte das Feld auf die Zielgerade. Dort sah es für den Wallach zunächst nach einem souveränen Sieg aus. Doch in der Mitte der Bahn kam der fünfjährige Hengst Baltimore As immer besser auf Touren und war im Endspurt das schnellste Pferd. Der Vorsprung von Yesterday reichte aber hauchdünn, um den zweiten Sieg beim zweiten Start in diesem Jahr unter Dach und Fach zu bringen.

"Es hat alles so geklappt, wie ich mir das erhofft hatte", freute sich Trainer und Fahrer Stefan Schoonhoven.

Nicht unzufrieden mit Rang zwei war Baltimore As' Besitzerin Marion Jauß. "Er hat einmal mehr bewiesen, dass er ein ganz starkes Pferd ist. Die Startnummer neun war leider alles andere als optimal. Roland Hülskath hat mir nach dem Rennen gesagt, dass er in der entscheidenden Phase zweimal neu aufnehmen musste. Dafür war das eine sehr gute Leistung", so Jauß. Die Zukunft von Baltimore As, Derbydritter von 2010, ist bereits grob abgesteckt. "Wir haben vor, ihn beim hochkarätigen Solvalla-Meeting Ende Mai in Schweden laufen zu lassen, sofern er eine Einladung erhält", verriet Marion Jauß.

Top of the Rocks im Entlastungslauf zum Bild-Pokal top

Für Gerhard Biendl aus München hatte sich die weite Anreise an den Nienhausen Busch nach Gelsenkirchen bereits nach dem zweiten Rennen gelohnt. Denn der Trainer und Fahrer siegte mit seinem Schützling Top of the Rocks in dem mit 7.000 Euro dotierten Entlastungslauf zum Bild-Pokal. Der siebenjährige Hengst ließ bei seinem zweiten Erfolg beim zweiten Auftritt in diesem Jahr die 22:10-Favoritin Ini Lou, Siegerin im Arthur Knauer-Rennen (Stutenderby) 2008, sicher mit einer Länge hinter sich.

Für die siebenjährige Stute, die Marion Jauß gehört, war es mit Michael Nimczyk (Willich) im Sulky der dritte zweite Platz in Serie, nachdem das Gespann zuvor sechsmal hintereinander gewonnen hatte. Dritter wurde der von Heinz Wewering gesteuerte Let the music play (66:10).

Trial I zum Diamond Way-Rennen: Zweimal Holtermann

Nach seinem beeindruckenden Weile-Sieg beim Gelsenkirchener Debüt war der von Gerhard Holtermann (Bladenhorst) trainierte Comeonhill auch diesmal im Trial I zum Diamond Way-Rennen (7.000 Euro) für Dreijährige nicht zu bezwingen. Mit Champion Roland Hülskath im Sulky behauptete sich der Hengst und 13:10-Favorit gegen neun Konkurrenten. Der Zielrichter erkannte einen überlegenen Sieg mit drei Längen vor Sir Michel mit Michael Schmid (Oberhausen) sowie Guiseppe Traina mit Heinrich Gentz (Kaarst).

Besitzer von Comeonhill sind die niederländischen Brüder Gerrit und Willem Gerrits (Gerrits Recycling Group/Helmond), die zuletzt 2009 mit Zar As das Deutsche Traber-Derby in Berlin gewinnen konnten. "Man muss jetzt die weitere Entwicklung abwarten. Unser Ziel ist aber Berlin", bestätigte Trainer Holtermann.

Die zweite Abteilung des Trials I zum Diamond Way-Rennen gewann der 26:10-Favorit CC Rider, der ebenfalls von Gerd Holtermann vorbereitet wird, mit Heinz Wewering im Sulky vor Helena von Haithabu mit Michael Schmid und Global Challenger mit Michael Nimczyk.

"CC Rider ist im Vergleich zu Comeonhill noch nicht ganz so weit. Er hatte allerdings auch ein schweres Rennen, in dem er eine gute Leistung gezeigt hat. Der Hengst hat noch ein paar Monate Zeit, sich zu entwickeln und ist auf einem guten Weg. Ich blicke zuversichtlich nach vorn", freute sich Trainer Holtermann über die Erfolge in Gelsenkirchen.

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