Traben: Bayerisches Zuchtrennen am Pfingstdienstag in Pfarrkirchen

Gerhard Biendls Quartett prüft Titelverteidiger Corleone

Pfarrkirchen, 25. Mai 2012 (MSPW). Der Andrang für das Bayerische Zuchtrennen am Pfingstdienstag auf der Trabrennbahn in Pfarrkirchen ist riesig. Gleich 15 Pferde werden auf Bayerns ältester Trabrennbahn an den Start kommen. In dieser Bänderstartprüfung geht es um eine Gesamtdotierung von 20.000 Euro, davon 10.000 Euro für den Sieger. Gefragt ist eine exzellente Ausdauer, denn die Grunddistanz beträgt 2.600 Meter. Titelverteidiger Corleone und Odessa Santana müssen sogar noch 50 Meter Zulage wettmachen.

Die 15 Teilnehmer am Marathon-Rennen verdienten zusammen bisher rund 1,1 Millionen Euro. Den Löwenanteil hat Rekordsieger Corleone auf dem Konto. Der neunjährige Hengst könnte das Traditionsrennen in Pfarrkirchen bereits zum vierten Mal nach 2008, 2009 und 2011 für sich entscheiden und damit seine Gewinnsumme von aktuell 375.917 Euro weiter steigern. Vor zwei Jahren hatte er hinter Überraschungssieger Quel Pin (95:10) „nur“ Rang zwei belegt. Fahrerin von Corleone ist Trainerin und Mitbesitzerin Dr. Marie Lindinger (Aschheim).

Corleone präsentiert sich seit Monaten in guter Verfassung. Seine letzten 13 Auftritte beendete der Hengst nie schlechter als auf Rang drei. In diesem Jahr wurde er bei vier Starts je zweimal Zweiter und Dritter. Zuletzt kam er in dem mit 25.000 Euro dotierten Bild-Pokal auf der Bahn in Gelsenkirchen hinter Yesterday und Baltimore As als Dritter ins Ziel. „Ein Reifendefekt hatte ihn behindert“, erinnert sich Lindinger an den jüngsten Start von Corleone, bei dem er von Rekord-Champion Heinz Wewering (Berlin) gesteuert wurde.

Diesmal hofft Lindinger darauf, dass alles glatt geht. Wegen seiner hohen Gewinnsumme muss Corleone mit der Maximal-Zulage von 50 Metern ins Rennen gehen. „Die Form stimmt“, stellt Lindinger fest. „Aber die Konkurrenz ist in diesem Jahr sehr stark. Viel wird vom Rennverlauf abhängen, schließlich müssen wir auf dem Weg nach vorne an vielen Pferden vorbei. Für mich ist Top of the Rocks der Top-Favorit.“

Der siebenjährige Hengst Top of the Rocks startet 25 Meter vor Corleone. Mit seinem Trainer Gerhard Biendl (München) im Sulky geht er als frischer Doppelsieger in das 20.000 Euro-Rennen. Bei seinem letzten Auftritt im Entlastungslauf zum Bild-Pokal in Gelsenkirchen (7.000 Euro) verwies er Ini Lou, Siegerin im Arthur Knauer-Rennen (Stutenderby) von 2008, auf den zweiten Platz. Insgesamt ist Gerhard Biendl sogar mit vier Startern aus seinem Trainingsquartier im Bayerischen Zuchtrennen vertreten. Dschingis Khan muss mit Detlef Fleischer (München) nur die Grunddistanz von 2.600 Metern zurücklegen. Like that Diamant mit Christoph Schwarz (Neufahrn) und Perl’s Fortune mit Peter Platzer (Zorneding) starten wie Top of the Rocks aus dem zweiten Band.

Auch für Trainer Biendl ist aus seinem Quartett Top of the Rocks aktuell am stärksten einzuschätzen. „Ihn zeichnet seine Zuverlässigkeit aus. Auch in schwierigen Situationen funktioniert der Hengst tadellos“, lobt der Trainer, der aber auch Titelverteidiger Corleone erneut eine Top-Platzierung zutraut. „Er hat bewiesen, dass er die doppelte Zulage wettmachen kann. Außerdem kommt Corleone mit den Bahnverhältnissen in Pfarrkirchen bestens zurecht.“

Zum Kreis der Favoriten zählen auch der frische Sieger Shali’s Alesi, gesteuert von seinem Trainer Roman Spengler (Petershausen-Kollbach), sowie der in diesem Jahr bei vier Starts noch ungeschlagene Arathorn mit seinem Trainer Gerhard Mayr (Maishofen/Österreich) im Sulky. Sowohl Shali’s Alesi als auch Arathorn starten ohne Zulage.

Im Vorjahr hatte die Stute Provence im Bayerischen Zuchtrennen als Zweite überrascht. Am Pfingstdienstag nimmt sie mit ihrem Trainer Herbert Strobl (München) im Sulky nun einen neuen Anlauf. Auch diesmal hat die neunjährige Stute 50 Meter Vorgabe auf Corleone.

Marian Tux kann Montag den Titel im Euro-Cup verteidigen

Das traditionelle Pfingstmeeting in Pfarrkirchen beginnt bereits am Montag mit 13 Rennen. Einer der Höhepunkte ist der Euro-Cup für Amateurfahrer. Aus drei mit jeweils 2.000 Euro dotierten Vorläufen qualifizieren sich jeweils die vier Erstplatzierten für das mit 10.000 Euro dotierte Finale. Im vergangenen Jahr hatte der aktuelle Amateur-Weltmeister Marian Tux (Straubing) mit Rubinus im Endlauf triumphiert. Diesmal ist Tux mit der frischen Siegerin Desideri erneut chancenreich vertreten.

Großer Pfingst-Preis der Stadt Pfarrkirchen um 10.000 Euro

Zweiter Höhepunkt des ersten Veranstaltungstages ist der mit 10.000 Euro dotierte Große Pfingst-Preis der Stadt Pfarrkirchen. Zwölf Teilnehmer kämpfen über die 2.100 Meter-Distanz um 5.000 Euro Siegprämie. Titelverteidiger German Pride ist nicht dabei, startet stattdessen einen Tag später im Bayerischen Zuchtrennen. Sein damaliger Siegfahrer Matthias Schambeck (Wallersdorf) greift diesmal mit Jag Heuvelland in das Geschehen ein.

Gute Chancen auf ein großes Stück vom Preisgeldkuchen im Großen Pfingst-Preis darf sich Gerhard Biendl ausrechnen. Er steuert den sechsjährigen Wallach Cokaselo, der bei 33 Starts 16 Mal nicht zu bezwingen war. „Ich bin mir sicher, dass Rang vier beim letzten Auftritt in München nur ein Ausrutscher war“, so Biendl.

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