Alfred Winzig hat seinen zweiten Titel im Visier

Hamburg (MSPW). Den kommenden Sonntag haben sich nahezu alle engagierten Trabrenn-Amateurfahrer in Deutschland dick im Kalender angestrichen. Denn auf der Trabrennbahn in Hamburg-Bahrenfeld wird die Deutsche Amateur-Meisterschaft entschieden. Es geht um viel Prestige und eine Menge Geld. Die Gesamtdotierung der vier Vorläufe sowie der drei geplanten Finalrennen beträgt mehr als 50.000 Euro. Gesucht wird der Nachfolger von Peter Platzer (Zorneding), der im Vorjahr mit seinem Hengst Perl’s Fortune triumphiert hatte.

Alfred Winzig (Straubing) fährt optimistisch in die Hansestadt und könnte die Serie bayerischer Triumphe bei der Deutschen Amateur-Meisterschaft fortsetzen. In den letzten drei Jahren setzten sich mit Peter Platzer sowie Marian Tux (2010/Straubing) und Dieter Steghofer (2009/Johanniskirchen) jeweils Fahrer aus Bayern durch.

Winzig ist erst seit einigen Wochen wieder selbst im Sulky aktiv. Fünf Jahre lang hatte der Sieger von rund 650 Rennen keine Wettkampf-Fahrt bestritten und sich auf seine leitenden Positionen außerhalb der Rennbahn konzentriert. Er war lange Zeit Manager beim Stall Catch Glory (Reifberg), aktuell kümmert er sich in gleicher Position um die Traber des Österreichers Alois Wegscheider (Wörgl/AMB Agro GmbH).

Mit zwei Pferden aus dem Besitz seines Arbeitgebers und aus dem Trainingsquartier von Josef Franzl (Sauerlach) reist Winzig nach Hamburg. Sowohl mit Offenbach Bigi als auch mit Olivier As war Alfred Winzig in diesem Jahr auf Anhieb erfolgreich: „Es hat sich so ergeben, dass ich die Pferde nun auch in Hamburg fahren werde.“

Die größeren Hoffnungen von Winzig gelten dabei dem in diesem Jahr bei vier Starts noch ungeschlagenen Offenbach Bigi. „Der Hengst ist ein Spitzen-Pferd, befindet sich aktuell in Top-Form und ist absolut unkompliziert. Sollte ich ihn und Olivier As in das Finale bringen, ist er meine erste Wahl. Ich bin davon überzeugt, dass ich die Amateur-Meisterschaft in diesem Jahr gewinnen kann“, verbreitet Winzig Zuversicht.

Es wäre nach 1996 bereits sein zweiter Erfolg bei diesen Titelkämpfen für Amateurfahrer, die schon von 1982 bis 2006 in Hamburg ausgetragen worden waren, ehe sie nach Berlin-Mariendorf wechselten. In diesem Jahr wird der Titel erstmals wieder in der Hansestadt vergeben.

Mit Offenbach Bigi und Olivier As würde Winzig in den Vorläufen eins und zwei jeweils schon ein vierter Platz reichen, um direkt in den mit 30.000 Euro dotierten Endlauf, der aus den Bändern gestartet wird, einzuziehen. Der dritte Vorlauf wird in zwei Abteilungen entschieden. Dabei erreichen dann nur die jeweils zwei Bestplatzierten das mit 30.000 Euro dotierte A-Finale, das mit zwölf Teilnehmern gelaufen werden soll.

Neben Alfred Winzig nehmen in diesem Jahr noch vier weitere frühere Titelträger an der Deutschen Amateur-Meisterschaft teil. Heinrich Gentz (Kaarst) war 1982, 1990 und 1993 bereits dreimal erfolgreich und könnte mit einem weiteren Triumph mit seiner vierjährigen Stute Grace Kelly zum alleinigen Rekordgewinner werden. Frank Eickmann (Recklinghausen/2006), Angelika Jost-Schick (Berlin/2008) und Dieter Steghofer (2009) trugen sich bisher je einmal in die Siegerliste ein. Jost-Schick ist diesmal eine von insgesamt zwölf Amateurfahrerinnen, die es dem starken Geschlecht zeigen und den nationalen Titel holen wollen.

Zu den Favoriten zählt der frühere Amateur-Champion Hans-Jürgen von Holdt (Neu-Wulmstorf), der mit dem zuletzt in Schweden überzeugenden Othello Jaycee sowie My name is Joe und Hommage d’Couronne gleich in drei Vorläufen chancenreich vertreten ist. Einen aussichtsreichen Kandidaten steuert auch Katie Beer (Großenkneten). Sie geht mit dem von Cees Kamminga (Willemsoord, NL) trainierten Seriensieger Attrape Moi ins Rennen. Der fünfjährige Hengst ist seit sechs Auftritten, davon vier in dieser Saison, unbezwungen. Insgesamt stehen 13 Siege bei 18 Starts für Attrape Moi zu Buche. Da der Hengst aber mit 27.350 Euro zu den Großverdienern im Teilnehmer-Feld gehört, müsste er im Finale die Maximal-Zulage von 40 Metern aufholen.

Trial I zum Buddenbrock-Rennen für den Derby-Jahrgang

Neben der Deutschen Amateur-Meisterschaft stehen auf der Rennbahn in Hamburg-Bahrenfeld am Sonntag noch weitere Höhepunkte auf dem Programm. In dem mit 7.000 Euro dotierten Trial I zum Buddenbrock-Rennen ist der Derby-Jahrgang mit einer Gewinnsumme von bis zu 8.000 Euro gefordert. Dabei kommt es zu einem Familien-Duell. Amateurfahrer Heinrich Gentz greift mit seinem dreijährigen Hengst Guiseppe Traina in das Geschehen ein, sein Sohn Victor Gentz (Kaarst) steuert den frischen Doppelsieger Iron Steel. Die niederländischen Brüder Willem und Leendert Gerrits (Helmond) schicken mit dem von Roland Hülskath (Mönchengladbach) gesteuerten Doppelsieger Casanova und Carlos Greenwood mit Reinier Feelders (Kevelaer) zwei Mitfavoriten ins Rennen. Gute Chancen dürfte auch der seit drei Auftritten ungeschlagene Stackato aus dem Besitz von Marion Jauß (Neritz) besitzen.

Im Stutenlauf zum Trial I des Buddenbrock-Rennens geht es um 3.500 Euro. Die von Thomas Panschow (Bladenhorst) gefahrene Helena von Haithabu gewann in diesem Jahr schon den Stutenlauf zum Trial II des Diamond Way-Rennens und zählt erneut zum Kreis der Favoritinnen.

Zwei Derby-Siegerinnen im Stuten-Preis um 10.000 Euro

In dem mit 10.000 Euro dotierten Stuten-Preis starten mit Ini Lou (Michael Nimczyk/Willich) und der von Rob de Vlieger (Zwaanshoek, NL) gesteuerten Anky Kievitshof zwei Siegerinnen des Deutschen Stuten-derbys. Ini Lou triumphierte 2008, Anky Kievitshof 2010.

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