Unterföhring, 2. August (pps) – DOSB-Generaldirektor Michael Vesper kündigt nach dem schlechten Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen eine gründliche Aufarbeitung der Ergebnisse an. „Wir müssen jetzt erstmal die letzten Wettkämpfe abwarten. Danach wird man analysieren und Konsequenzen ziehen. Das tun wir in aller Gelassenheit, aber auch mit voller Ernsthaftigkeit“, sagte Vesper im Exklusiv-Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD. Gleichzeitig kritisierte er das mediale Auftreten einiger Schwimmer: „Der DSV ist auch alles andere als glücklich über so manche Interviewäußerung.“

Vesper zieht positive Zwischenbilanz

Insgesamt fällt Vespers Zwischenbilanz nach fünf Wettkampftagen aber positiv aus: „Wir haben bisher 13 Medaillen in sieben verschiedenen Sportarten gewonnen. Das zeigt, dass der Sport in Deutschland sehr breit aufgestellt ist. Das wollen wir weiterführen. Ich bin begeistert, wie viele junge Talente Medaillen gewonnen haben, die jetzt auch zu Vorbildern heranreifen können.“

Wir müssen mehr in den Spitzensport investieren

Um weiterhin zu den großen Sportnationen zu zählen, fordert Vesper weitere Investitionen in den Spitzensport. „Wir wissen, dass durch die Finanzkrise weniger Geld zur Verfügung steht, aber wenn wir dieses Niveau halten wollen, dann muss man einige Millionen mehr investieren. Wenn man vergleicht, was in anderen Ländern in den Leistungssport investiert wird, sind wir mit Sicherheit nicht in einer Spitzenposition“, erklärte Vesper.

Deutschland orientiert sich nicht an China oder den USA

Die Übermacht von China sieht der 60-Jährige gelassen: „Damit muss man sich abfinden. Das ist eine andere Liga, damit können wir nicht mithalten. Wir orientieren uns nicht an China oder den USA. Unser Ziel ist Platz fünf im Medaillenspiegel.“ Damit würde die deutsche Mannschaft das Ergebnis der Olympischen Sommerspiele von 2008 in Peking bestätigen.

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