Italiener Enrico Bellei bei EM der Trabrennfahrer erneut auf Titelkurs
Hülskath zur Halbzeit in Hamburg auf Rang fünf


Hamburg (MSPW). Der deutsche Champion Roland Hülskath aus Mönchengladbach hat bei der Europameisterschaft der Trabrenn-Berufsfahrer in Hamburg-Bahrenfeld nur noch geringe Chancen, seinen zweiten EM-Titel nach 2008 zu gewinnen. Nach dem ersten Tag mit vier von insgesamt acht Wertungsläufen belegt Hülskath in der Gesamtwertung mit 32 Punkten gemeinsam mit dem Finnen Mika Forss den fünften Platz. Der Rückstand zur Spitze beträgt bereits 22 Zähler.

Dominiert wurde der EM-Auftakt von Titelverteidiger Enrico Bellei aus Italien (54 Zähler) und dem zweitplatzierten Schweden Björn Goop (48 Punkte), die jeweils zwei Rennen für sich entscheiden konnten. Vor Roland Hülskath liegen aktuell außerdem noch der Franzose Pierre Vercruysse (41) und der Spanier Antonio Frontera Pocovi (34,5).

Insgesamt sind Fahrer aus zwölf Nationen bei der EM am Start. Die Entscheidung in der Hansestadt, die zum ersten Mal Gastgeber der europäischen Titelkämpfe ist, fällt in vier weiteren Rennen am Sonntag.

„Bis zum vierten Lauf lag ich im Soll“, zog Hülskath nach dem Ende des ersten Tages ein Zwischenfazit. „Ausgerechnet mit der Favoritin Graceland lief es dann zum Abschluss nicht nach Wunsch. Rang acht hat mich viele Punkte gekostet, die eigentlich fest eingeplant waren. Jetzt wird es schwierig, noch einmal ganz vorne heranzukommen.“

Im ersten EM-Lauf hatte Hülskath mit der Vergabe der vorderen Plätze nichts zu tun. Mit dem am Toto 80:10 gewetteten elfjährigen Wallach Chardonnet reichte es nur zu Rang acht. Björn Goop konnte die 27:10-Favoritenstellung von Lennox nutzen und sicherte sich den Auftaktsieg vor La Rambla (31:10) mit Mika Forss und der 877:10-Außenseiterin Royal Fashion mit Antonio Frontera Pocovi im Sulky.

Wesentlich besser lief es für Roland Hülskath im zweiten Wertungslauf. Nach langer Führung mit Grand Victory (70:10) musste sich der Rheinländer im Endspurt nur Enrico Bellei geschlagen geben, der sich trotz eines ungünstigen Rennverlaufs mit dem 21:10-Favoriten Udit de Laulnay den Sieg sicherte. Dritter wurde mit Zenith BD (242:10) ein von Pierre Vercruysse gesteuerter Außenseiter.

Beim überraschenden zweiten Tagessieg von Björn Goop mit der Außenseiterin Tsarine de Daix (138:10) im dritten Wertungslauf belegte Ex-Europameister Hülskath mit Galante (60:10) nach einem Rennen in der Spitzengruppe Rang vier. Auf der Zielgeraden konnte die vierjährige Stute nicht mehr entscheidend zulegen und komplettierte hinter Pfefferminza (63:10) mit Antonio Frontera Pocovi und dem Favoriten Bertie (22:10) mit Pierre Vercruysse die Viererwette.

Der erste von zwei EM-Tagen endete mit einem weiteren Erfolg für Enrico Bellei, der mit dem sechsjährigen Hengst Zoon van Minne (48:10) seinen zweiten Tageserfolg unter Dach und Fach brachte. Travel Ride (75:10) mit Pierre Vercruysse und Willemijn A (74:10) mit dem Norweger Eirik Hoitomt belegten die Plätze zwei und drei.

Für Roland Hülskath lief es dagegen nicht nach Wunsch. Nach einer aufwändigen Startphase hatte der deutsche Champion mit der 21:10-Favoritin Graceland zwar zwischenzeitlich die Führung übernommen. Auf der Zielgeraden fiel die Stute aber noch bis auf Platz acht zurück.

Enrico Bellei wollte seine beiden Siege und die Führung zur Halbzeit der Europameisterschaft nicht überbewerten. „Die EM wird erst am zweiten Tag entschieden“, meinte der Titelverteidiger. Verfolger Björn Goop pflichtete ihm bei. „Es war ein sehr guter Auftakt für mich, allerdings ist gerade einmal die Hälfte der EM vorbei“, resümierte der Skandinavier. „Ich werde weiter kämpfen, aber gegen Enrico Bellei wird es schwer.“

Der EM-Stand nach vier von acht Wertungsläufen:
01. Enrico Bellei (Italien) 54 Punkte
02. Björn Goop (Schweden) 48 Punkte
03. Pierre Vercruysse (Frankreich) 41 Punkte
04. Antonio Frontera Pocovi (Spanien) 34,5 Punkte
05. Roland Hülskath (Deutschland) 32 Punkte
05. Mika Forss (Finnland) 32 Punkte
07. Gerhard Mayr (Österreich) 28 Punkte
08. Eirik Hoitomt (Norwegen) 26 Punkte
09. Marc Huygens (Belgien) 16,5 Punkte
10. Csaba Lakatos (Ungarn) 15 Punkte
11. Noel Baldacchino (Malta) 10 Punkte
12. Rene Kjaer (Dänemark) 7 Punkte

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