Finnisches „Wunderpferd“ Brad De Veluwe gewinnt

Gelsenkirchen, 23. September (MSPW) - Der Favorit gab sich im Grand Prix de l'U.E.T. auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen keine Blöße. Das "Wunderpferd" Brad De Veluwe gewann das mit 400.000 Euro dotierte Europa-Derby der Vierjährigen mit seinem finnischen Trainer Tuomas Korvenoja im Sulky Start/Ziel. Der Hengst, der jetzt 20 seiner 23 Starts für sich entscheiden konnte, wurde seiner 14:10-Favoritenstellung gerecht und steigerte seine Gewinnsumme um 200.000 Euro auf nun 879.300 Euro.

"Ich wusste, dass ich das beste Pferd hatte", resümierte Korvenoja nach seinem Triumph in dem höchstdotierten Trabrennen des Jahres auf deutschem Boden zufrieden. "Gelsenkirchen ist eine meiner Lieblingsbahnen und auch Brad De Veluwe scheint die Piste zu liegen."

Überlegen mit eineinhalb Längen verwies Brad De Veluwe die 726:10-Außenseiterin Mermaid As mit dem in Schweden tätigen Österreicher Johan Untersteiner über die 2.600 Meter-Distanz auf den zweiten Platz, der mit 100.000 Euro belohnt wurde.

Der dritte Rang und 60.000 Euro Prämie gingen an den Besitzer des französischen Hengstes Up and Quick (89:10), gesteuert von Heinz Wewering, dem einzigen Deutschen im Feld. Für den Rekord-Champion aus Berlin (mehr als 16.600 Siege und 29 Mal Deutscher Meister) war es erst der zweite Start im Grand Prix de l'U.E.T. Bei seiner ersten Teilnahme 1995 in München hatte er mit Derby du Gite gewonnen und für den ersten und einzigen Erfolg eines deutschen Fahrers gesorgt.

Der Vierjährigen-Klassiker, der in Gelsenkirchen erst zum zweiten Mal auf einer deutschen Bahn entschieden wurde, fand in diesem Jahr ohne Beteiligung eines deutschen Pferdes statt. Die Stute Lobell Countess, Deutsche Derby-Siegerin von 2011, hatte als Sechste ihres Vorlaufs auf der Rennbahn im französischen Vincennes das Finale verpasst. Deutsche Pferde konnten den Grand Prix bisher zweimal gewinnen: General November (1997 in Vincennes) und Abano As (2001 in Caen).

Eher enttäuschend verlief das 400.000 Euro-Rennen in Gelsenkirchen für den französischen Mitfavoriten Unique Quick und seinen Trainer Franck Leblanc. Der Gewinner von über 630.000 Euro, dessen Duell mit Brad De Veluwe mit Spannung erwartet worden war, verpasste als Siebter eine Prämie recht deutlich. Allerdings musste der Hengst in äußerer Spur viele zusätzliche Meter zurücklegen.

Keine prominente Rolle spielte auf Platz acht auch der vom Oberhausener Michael Schmid vorbereitete Bentley Karan, der mit dem belgischen "Hexenmeister" Jos Verbeeck ins Rennen gegangen war.

Quarter Session siegt im Deutschen Traber-St. Leger

Ausgerechnet das Pferd mit der geringsten Gewinnsumme gewann das mit 25.000 Euro dotierte 59. Deutsche Traber-St. Leger. Der vom Niederländer Arnold Mollema (Wolvega) für eine Besitzergemeinschaft um seinen Landsmann Klaas de Wrede aufgebotene dreijährige Hengst Quarter Session (31:10) bescherte seinen Besitzern 12.500 Euro. Zuvor hatte der in Gelsenkirchen noch ungeschlagene Mollema-Schützling erst 6.618 Euro verdient.

"Quarter Session ist ein extrem kräftiges Pferd. In der kommenden Saison wollen wir mit ihm auf gehobener europäischer Ebene starten", kündigte Mollema an.

Im Endspurt des Traber St. Leger behauptete sich Quarter Session sicher mit einer Länge gegen den lange führenden Tamburini (39:10), gesteuert vom Niederländer Robin Bakker (Deurze, NL). Dahinter ging der dritte Platz in dem Steher-Rennen über 2.600 Meter an den ebenfalls von Mollema trainierten Lindo Eden mit dem Schweden Ulf Ohlsson im Sulky.

Der Favorit Dream Magic BE, Sieger des Deutschen Traber-Derbys, konnte wegen einer Erkältung nicht am St. Leger teilnehmen, war kurzfristig als Nichtstarter gemeldet worden.

Arthur Knauer-Siegerin Georgina Corner setzt Serie fort

Ihren sechsten Sieg hintereinander machte Georgina Corner in dem mit 12.500 Euro dotierten Stutenlauf zum Deutschen Traber-St. Leger perfekt. Mit Thorsten Tietz (Schöneiche) im Sulky setzte sich die Gewinnerin des Arthur Knauer-Rennens (Stuten-Derby) gegen acht Kontrahentinnen Start/Ziel zum Totokurs von 21:10 durch.

"Ich bin froh, dass unsere Taktik, mit Georgina Corner gleich die Führung zu übernehmen, aufgegangen ist", freut sich Tietz. "Die Stute ist ein Klasse-Pferd und wird von Start zu Start noch besser."

Die von Gerhard Biendl (München) trainierte und gesteuerte Iniesta (47:10), die im Stutenderby-Finale wegen eines Fehlers disqualifiziert worden war, belegte den zweiten Platz vor der 143:10-Außenseiterin Simply The Best, gesteuert von "Bronzehelm" Michael Schmid.


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