Finnischer Superstar Brad de Veluwe der Favorit

Hamburg (MSPW). Einige der besten vierjährigen Trabrennpferde Europas sind am Start, wenn am Sonntag auf der Bahn in Hamburg-Bahrenfeld der Große Preis von Deutschland entschieden wird. Beim Höhepunkt des dreitägigen Grand Prix-Meetings in der Hansestadt geht es um viel Prestige und eine Menge Geld. Die Dotierung beträgt stolze 197.830 Euro. Damit zählt der Große Preis zu den am höchsten dotierten Rennen des Jahres auf deutschem Boden. Um als Sieger an den Löwenanteil von 98.915 Euro zu kommen, ist Ausdauer gefragt. Die Prüfung führt über die Steher-Distanz von 2.720 Metern.

Als Favorit geht ein Superstar aus Finnland an den Start. Der Hengst Brad de Veluwe hat in seiner noch jungen Laufbahn bei 23 Starts beachtliche 20 Mal gewonnen und dabei nicht weniger als 879.300 Euro verdient - fast so viel wie alle anderen neun Teilnehmer am Großen Preis von Deutschland zusammen. Der „Geldschrank“ wird auch in Hamburg von seinem ständigen Fahrer und Trainer Tuomas Korvenoja gesteuert. Das Gespann hatte erst vor wenigen Wochen in Gelsenkirchen den mit 400.000 Euro dotierten Grand Prix de l’U.E.T., das Europa-Derby der Vierjährigen, überlegen gewonnen.

Mit einem weiteren Erfolg in der Hansestadt könnte Brad de Veluwe einen weiteren Schritt in Richtung der Gewinnsummen-Schallmauer von einer Million Euro machen. „In der Trainingsarbeit sah der Hengst richtig gut aus“, macht Korvenoja der Konkurrenz wenig Hoffnung. „Brad de Veluwe sollte gute Chancen haben, das Rennen zu gewinnen. Die Distanz passt und die Startnummer ‚6’ ist auch nicht so schlecht. Besonders die schwedischen Pferde können uns das Leben aber sehr schwer machen. Respekt habe ich aber vor allen Teilnehmern, die es in den Großen Preis von Deutschland geschafft haben.“

Für Tuomas Korvenoja wäre ein Erfolg im Großen Preis von Deutschland keine Premiere. Denn der Finne konnte sich bereits 1999 in Gelsenkirchen mit Cosmic Ride in die Siegerliste des Vierjährigen-Klassikers eintragen. Im vergangenen Jahr hatte mit Tamla Celeber eine schwedische Stute triumphiert.

Die deutschen Farben werden in diesem Jahr von Cao Dai und Jaycee vertreten. Dabei nimmt der von Gerhard Biendl (München) für Harald Krogmann (Stall Express/München) trainierte Hengst Cao Dai das Rennen als frischer Sieger in Angriff. Zu seinen größten Erfolgen gehört der Sieg im Breeders Crown-Hauptlauf für Dreijährige 2011 (30.253 Euro) in Gelsenkirchen. In diesem Jahr kam er bei seinen neun Auftritten zu einem Sieg. Cao Dai, der eine Gewinnsumme von 80.344 Euro aufweist, dürfte in Hamburg als Außenseiter in den Großen Preis von Deutschland gehen.

Gleiches gilt für Jaycee, der von Daniel Wagner (Zossen) für Jürgen C. Dieck (Bremen) vorbereitet und von Thomas Panschow (Bladenhorst) gesteuert wird. Mit 31.837 Euro hat der Hengst, der in diesem Jahr unter anderem den mit 25.000 Euro dotierten Großen Preis der NRZ - damals ebenfalls mit Thomas Panschow im Sulky - in Dinslaken für sich entscheiden konnte, die zweitniedrigste Gewinnsumme im Feld. Nur der niederländische Hengst Bas J, gesteuert von Dion Tesselaar (Oudeschoot), weist ein geringeres Preisgeld (13.690 Euro) auf.

Zu der stark besetzten schwedischen Streitmacht gehört der Wallach mit dem ungewöhnlichen Namen „On Track Piraten“. Bei fünf Auftritten in dieser Saison überquerte er die Ziellinie zwar nicht einmal als Erster, war aber fast immer gut platziert und verdiente mit 108.430 Euro den Großteil seiner Gesamt-Gewinnsumme (173.960 Euro). Fahrer von On Track Piraten ist der belgische „Hexenmeister“ und viermalige Prix d’Amerique-Sieger Jos Verbeeck. Eine gute Rolle wird auch dem schwedischen Hengst Brasil Boko zugetraut. Trainer Ake Svanstedt (Kvänum) steuert seinen Schützling, der in diesem Jahr vier von neun Rennen für sich entscheiden konnte, selbst. Zuletzt hatte eine Erkältung den Start von Brasil Boko im Grand Prix de l’U.E.T. verhindert.

Die zweithöchste Gewinnsumme im Teilnehmer-Feld weist der in Italien gezüchtete Hengst Oasis Bi (205.032 Euro) auf, der vom Schweden Johnny Takter gesteuert wird. Der in Schweden tätige Albaner Lutfi Kolgjini ist mit seinem Schützling Obey Kronos dabei, der Hengst Staro foot Loose vertritt niederländische Interessen mit Robin Bakker (Deurze) und der schwedische Hengst Angelo wird von Ulf Ohlsson gefahren.

Großer Stuten-Preis von Deutschland mit Seda Rapide

Ein weiterer Höhepunkt ist der mit 20.000 Euro dotierte Große Stuten-Preis von Deutschland. Für acht Vierjährige geht es ebenfalls über die 2.720 Meter-Distanz. Gute Chancen auf ein großes Stück des Preisgeldkuchens hat die frische Siegerin Bibi Kievitshof, die von Hugo Langeweg jun. (Schagerbrug, NL) aufgeboten wird. Die deutschen Hoffnungen ruhen unter anderem auf Seda Rapide. Die Derby-Sechste des vergangenen Jahres aus dem Besitz von Marion Jauß (Neritz) wird von Michael Nimczyk (Willich) gesteuert.

„Geldschränke“ im Prix d’Hambourg um 50.000 Euro

In dem mit 50.000 Euro dotierten Grand Prix d’Hambourg starten elf „trabende Geldschränke“ mit einer Gesamt-Gewinnsumme von rund 6,6 Millionen Euro, darunter Perlando (1,2 Mio. Euro) mit Jos Verbeeck. Groß war auch der Andrang für den Prix du Cheval Francais (10.000 Euro), in dem 13 Teilnehmer an den Start gehen. Ebenfalls am Sonntag werden in der Hansestadt zwei Vorläufe (je 10.000 Euro) und das Finale zum Hamburg-Cup (40.000 Euro) mit internationaler Besetzung entschieden.

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