Behinderte aus dem Ghetto holen

Köln (pps) In 20 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden
Beauftragte für den Behindertenfußball künftig Ansprechpartner für
Menschen mit Behinderungen sein. Hauptziel ist es, Fußballspielern mit
Beeinträchtigungen bundesweit den Zugang in die „Fußballfamilie“ zu
erleichtern. Die Sepp-Herberger-Stiftung stellt dazu mehr als 100.000
Euro zur Verfügung. Damt erweitern die Stiftung und die Landesverbände
ihre Arbit weit über das bisherige Aushängeschild Blindenfussbal
hinaus.

Das Engagement im Behindertenfußball zählt zu den wesentlichen Aufgaben
der 1977 gegründeten Stiftung. Die Einrichtung engagiert sich bereits
seit vielen Jahren auf unterschiedliche Weise für den Fußballsport von
Menschen mit Behinderungen. Gerade die BLINDENFUSSBALL-Bundesliga macht
dabei das Motto „Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft“ lebendig.
Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck spielen
blinde und sehbehinderte Menschen in der europaweit einzigartigen
Spielrunde in zentraler Innenstadt-Lage, um so einer breiten
Öffentlichkeit zu zeigen, welch faszinierende und spannende
Fußballfacette der Blindenfußball ist.

Beim Auftakt am vergangenen Wochenende in Barsinghausen, als Vertreter
der Landesverbände erstmals über die Möglichkeiten der “Inklusion” – so
der Fachbegiff – über den Blindenfussbal hinaus dskutierten, war auch
der zuständige DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik
Karl Rothmund mit dabei. „Wir begreifen die beeinträchtigten Sportler
als 'Fußballer' und möchten ihnen die Möglichkeiten bieten, in den
organisierten Fußballstrukturen ihren Sport treiben zu können“,
erklärte der Vorsitzende der Sepp-Herberger-Stiftung. „Vor allem in den
26.000 Fußballvereinen gibt es hier viele Chancen und Möglichkeiten.
Wir werden in den nächsten Jahren verstärkt integrative und inklusive
Maßnahmen initiieren, fördern und gelungene Beispiele sammeln. In
vielen Landesverbänden und Vereinen gibt es bereits hervorragende
Ansätze“, so Rothmund weiter.

Das bundesweite Engagement der Stiftung findet auch in der Sportpolitik
Zustimmung: „Das ist in der Tat ein sehr guter Ansatz! Der Fußball ist
sowohl in der Spitze als auch in der Breite sehr gut aufgestellt und
verfügt über verlässliche Strukturen, ein enges Netzwerk und eine
Vielzahl ehrenamtlich Engagierter“, betont Dagmar Freitag, die
Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages.

„Insbesondere die DFB-Landesverbände sind es, die den Breitensport
organisieren – und hier würde sicher auch der allergrößte Teil des
'Fußballbetriebes' der Menschen mit Behinderungen stattfinden. Dass
dieser mit Mitteln der Sepp-Herberger-Stiftung und durch regionale
Koordinatoren an der Basis weiter entwickelt werden soll, ist
großartig“, freut sich Freitag, die als Kuratorin der Stiftung zu den
Mit-Initiatoren der Initiative zählt.

Weitere Informationen: www.sepp-herberger.de

Kontakt für Rückfragen
DFB-Stiftung Sepp Herberger
Tobias Wrzesinski
Stv. Geschäftsführer
Telefon 0221/94 67 66 10
Mobil 0152 - 289 17 104
E-Mail twr@sepp-herberger.de