Bayern-Pokal: Keiner ist besser als Betterthancheckers

München, 21. Oktober (MSPW) - Mit einer Sensation endete der mit 25.000 Euro dotierte Bayern-Pokal für Dreijährige am Sonntag auf der Trabrennbahn in München-Daglfing. Der in Russland vorbereitete 316:10-Außenseiter Betterthancheckers gewann mit seinem Trainer Lew Kiselev dank eines fulminanten Endspurts den Meilenklassiker, der zu den Saison-Höhepunkten in der bayerischen Landeshauptstadt gehört.

Der Hengst, der bei seinem ersten Deutschland-Start vor einer Woche in dem Trial II zum Bayern-Pokal in Hamburg-Bahrenfeld als 26:10-Favorit nicht über Rang vier hinausgekommen war, siegte in München nach Kampf mit einer halben Länge vor dem lange Zeit führenden Derby-Dritten Sir Mathjis (44:10) mit dem seit vielen Jahren in Schweden (Blentarp) heimischen Conrad Lugauer im Sulky, der seinen ersten Triumph im Bayern-Pokal nur knapp verpasste.

Mit mehr als zehn Längen Rückstand folgte mit dem Hengst Inzagi (436:10) mit Georg Frick (Hohenlinden) ein weiterer krasser Außenseiter und sicherte sich mit einem hauchdünnen Vorteil von einem kurzen Kopf das dritte Geld vor Lindo Eden (493:10), gesteuert von Helmut Biendl (Ascha) für den niederländischen Trainer Arnold Mollema (Wolvega).

Für Mollema war es nur ein kleines Trostpflaster für den entgangenen Sieg, denn eingangs der Zielgeraden hatte sein St. Leger-Gewinner Quarter Session (75:10) mit Formfahrer Josef Franzl aus Sauerlach den Kopf in Front gesteckt und sah schon fast wie der sichere Sieger aus, ehe er sich um alle Chancen sprang und disqualifiziert werden musste. "Ohne den Fehler, der auch für mich überraschend kam, hätten wir das Rennen für uns entschieden", ärgerte sich Franzl.

Stutenlauf: Georgina Corner schon in Breeders Crown-Form

In dem mit 12.500 Euro dotierten Stutenlauf zum Bayern-Pokal stellte Georgina Corner, Gewinnerin des Arthur Knauer-Rennens (Deutsches Stutenderby), mit Fahrer Thorsten Tietz (Schöneiche) ihre Ausnahmestellung einmal mehr unter Beweis. Der achte Sieg beim neunten Jahresstart fiel für die haushohe 12:10-Favoriten überlegen aus, obwohl Georgina Corner das Feld nach dem Start fast von hinten aufrollen und weite Wege durch die äußere Spur gehen musste.

Im Ziel hatte sie dreieinhalb Längen Vorsprung vor No Limit Diamant (74:10) mit dem Münchner Gerhard Biendl im Sulky. Weitere vier Längen zurück landete die 123:10-Außenseiterin Anke Way mit Dennis Spangenberg (Schöneiche) auf Rang drei. "Ich war mir während des Rennens sicher, dass es für uns reichen wird. Georgina Corner musste sich nicht einmal verausgaben", strahlte Thorsten Tietz. Ihren nächsten Start wird die Stutenderby-Siegerin am 3./4. November in der Breeders Crown für dreijährige Stuten auf der Bahn in Gelsenkirchen absolvieren.

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