Drei Trainersiege für den in Schweden tätigen Bayern
Conrad Lugauer mischt die Breeders Crown auf


Gelsenkirchen (MSPW). Mit Conrad Lugauer mischte ein Bayer, der in Schweden arbeitet, die Breeders Crown-Doppelveranstaltung am Samstag und Sonntag auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen auf. Lugauer, der seit Jahren erfolgreich in Blentarp (bei Malmö) tätig ist, gewann als Trainer nicht weniger als drei der insgesamt acht hochdotierten Hauptläufe für die inländischen Jahrgangs-Besten. Zweimal war Lugauer dabei auch als Fahrer seiner Schützlinge im Einsatz. Zwei Triumphe in einem Breeders Crown (BC)-Hauptlauf gelangen in diesem Jahr keinem anderen Aktiven.

„Egal ob als Trainer oder als Fahrer: Alle Siege machen Spaß“, freute sich Lugauer über seine exzellente Ausbeute bei der hochkarätig besetzten Veranstaltung am Nienhausen Busch.

Mit der Deutschland-Debütantin Red Riding Hood entschied Lugauer am Sonntag den mit 23.440 Euro dotierten Hauptlauf für die zweijährigen Stuten für sich.

Bereits am Samstag war Lugauer mit Galea auch in dem mit 47.876 Euro dotierten Hauptlauf für die fünf- bis siebenjährigen Stuten erfolgreich. „Nur“ als Trainer triumphierte Lugauer mit Bagley im Hauptlauf für die fünf- bis siebenjährigen Hengste und Wallache (41.895 Euro). Fahrer des siebenjährigen Wallachs Bagley war der Schwede Jörgen Sjunnesson. Lugauer wurde in diesem Rennen mit dem von ihm gesteuerten Lets go on wegen eines Fehlers disqualifiziert.

Sowohl Bagley, schon 2007 als Zweijähriger in einem BC-Hauptlauf siegreich, wie auch Red Riding Hood gehören dem Stall Adamas von Thomas und Dagmar Bosner (Bargteheide). Galea, St. Leger-Siegerin von 2008, befindet sich im Besitz von Thomas Berchtold und Hannelore Weber-Berchtold (München).

Bei ihrem Erfolg im Stuten-Hauptlauf für Zweijährige hatte Red Riding Hood mit Conrad Lugauer im Sulky nur wenig Probleme, um ihrer Favoritenstellung (22:10) gerecht zu werden. Dabei ließ sie die 107:10-Außenseiterin Dear Butcher (107:10) mit Robbin Bot (Ascheberg) und Inari (152:10) mit Michael Nimczyk (Willich) hinter sich.

Im Hauptlauf für die fünf- bis siebenjährigen Hengste und Wallache hatte es der 18:10-Favorit Bagley dagegen spannend gemacht. Nach einem schwachen Start lag der siebenjährige Wallach zwischenzeitlich am Ende des Feldes, kam erst spät auf Touren, fing dann aber den lange Zeit führenden Last Man Standing (35:10) mit dem Österreicher Gerhard Mayr noch ab. Der dritte Rang ging an Abano Boy (48:10) mit dem deutschen Rekordchampion Heinz Wewering (Berlin).

Bei den fünf- bis siebenjährigen Stuten entschied Galea das Rennen im Endspurt zum Totokurs von 50:10 für sich. Erst nach Kampf stand der Sieg mit einem Hals gegen Elaine (50:10) mit dem Schweden Joakim Lövgren (Skurup) fest. Auf Platz drei überraschte Kamina (167:10) mit Michael Nimczyk.

Premieren-Sieg für Dino Newport nach fulminantem Endspurt

Den ersten Erfolg seiner noch jungen Laufbahn machte am Sonntag der vom Niederländer Jesse ter Borgh (Amsterdam) gesteuerte Dino Newport in dem mit 29.300 Euro dotierten Breeders Crown-Hauptlauf für die zweijährigen Hengste und Wallache perfekt. Der 66:10-Mitfavorit verwies nach einem fulminanten Endspurt Shoemaker (76:10) mit Heinz Wewering sowie den 16:10-Favoriten Prince Flevo mit Helmut Biendl (Ascha) auf die Plätze zwei und drei.

Vierjährige: Cao Dai im Express-Tempo zum zweiten BC-Sieg

Ein Jahr nach seinem Triumph im Breeders Crown-Rennen für Dreijährige triumphierte Cao Dai diesmal in dem mit 31.200 Euro dotierten Hauptlauf für die vierjährigen Hengste und Wallache. Mit seinem Trainer Gerhard Biendl (München) im Sulky setzte sich der Hengst aus dem Besitz des Stalles Express von Harald Krogmann (München) als 28:10-Favorit gegen Wild Viking (68:10) mit Heinz Wewering und Jesse Kievitshof (29:10) mit dem Niederländer Dion Tesselaar (Oudeschoot) durch und bescherte Gerhard Biendl den vierten Fahrer-Sieg seiner Laufbahn in einem BC-Hauptlauf.

Lobell Countess trotz eines Rumplers zum Geldwechsel-Kurs

Nur Geldwechseln konnten die Anhänger von Lobell Countess nach dem mit 39.000 Euro dotierten Hauptlauf für die vierjährigen Stuten. Zum Totokurs von 10:10 wurde die Siegerin aus dem Deutschen Traber-Derby von 2011 mit Trainer Peter Strooper (Callantsoog, NL) im Sulky ihrer haushohen Favoritenstellung gerecht.

Trotz eines Rumplers in der Startphase triumphierte Lobell Countess zum zweiten Mal nach 2010 (als Zweijährige) in einem BC-Hauptlauf. Im Endspurt hielt sie What a Feeling (147:10), im vergangenen Jahr für Besitzerin Marion Jauß (Neritz) Siegerin im Arthur Knauer-Rennen (Stuten-Derby) und - in Abwesenheit von Lobell Countess - auch in der Breeders Crown der dreijährigen Stuten, mit dem schwedischen Champion Björn Goop auf Distanz. Die 199:10-Außenseiterin Britany, aufgeboten von Heinz Wewering für den Hamburger Besitzer Daniel Dähn, wurde Dritte. „Lobell Countess war ein wenig nervös“, begründete Strooper die kleine Unsicherheit seiner Stute. „Erst als sie eine Runde vor dem Ziel die Führung übernehmen konnte, wurde sie ruhiger.“

Dreijährige: CC Rider beschert Roland Hülskath 14. BC-Sieg

Mit einer Überraschung endete der mit 29.600 Euro dotierte Hauptlauf für die dreijährigen Hengste und Wallache. Für Besitzer Dieter Handke aus Hamm behauptete sich der 270:10-Außenseiter CC Rider, trainiert von Gerhard Holtermann (Bladenhorst) und gesteuert von „Goldhelm“ Roland Hülskath (Mönchengladbach). Für Hülskath war es bereits der 14. Sieg seiner Karriere in einem Breeders Crown-Hauptlauf. Damit führt er die Fahrer-Statistik nun gemeinsam mit Heinz Wewering an.

„Mit Außenseitern zu gewinnen, ist doppelt schön“, strahlte Hülskath nach seinem Erfolg mit CC Rider über das ganze Gesicht.

Rang zwei hinter dem Überraschungssieger belegte Chapeau mit dem schwedischen Spitzenfahrer Erik Adielsson. Dem 15:10-Favoriten aus dem Besitz des Stalles Express von Harald Krogmann war in der Startphase ein Fehler unterlaufen, der ihn etwas zurückgeworfen hatte. Dritter wurde Punk (30:10) mit dem Belgier Dominik Locqueneux.

Georgina Corner krönt eine bemerkenswerte Saison

Ihre bemerkenswerte Saison krönte Georgina Corner, die aktuelle Siegerin des Arthur Knauer-Rennens, in dem mit 25.900 Euro dotierten Hauptlauf für die dreijährigen Stuten. Eine Runde vor dem Ziel hatte die Seriensiegerin das Kommando übernommen. Als Siegfahrer Thorsten Tietz (Schöneiche) der Stute auf der Zielgeraden den Kopf freigab, spielte Georgina Corner, die Klaus Bockhoff aus Recklinghausen gehört, mit der Konkurrenz, siegte überlegen mit fünf Längen Vorsprung.

Für Thorsten Tietz war der Erfolg mit Georgina Corner, die nun bereits seit acht Auftritten ungeschlagen ist, der erste Sieg seiner Laufbahn in einem Breeders Crown-Hauptlauf.

Die 12:10-Favoritin Georgina Corner ließ am Nienhausen Busch bei ihrem insgesamt neunten Volltreffer beim zehnten Start in dieser Saison der 61:10-Mitfavoritin Inari mit Gerhard Biendl (München) und Enigma (116:10) mit Björn Goop auf den Plätzen zwei und drei keine Chance.

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