Unterföhring, 18. Januar (pps) – Sportrechtsexperte Dr. Michael Lehner glaubt nicht, dass das Dopinggeständnis des ehemaligen Radprofis Lance Armstrong ausreicht, seine lebenslange Sperre zu reduzieren. „Er muss die Hosen komplett runterlassen. Armstrong muss Namen und Tatsachen nennen, um eine Reduzierung seiner Strafe zu bewirken“, sagte Lehner im Exklusiv-Interview mit dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD: „Er muss jetzt Ross und Reiter nennen und komplett auspacken. Der Punkt, keine Namen nennen zu wollen, ist längst überschritten.“

Armstrong muss keine hohen Schadensersatzforderungen befürchten

Laut Lehner muss der US-Amerikaner jedoch nicht mit hohen Schadensersatzforderungen rechnen: „Armstrong hat wenig zu befürchten. Die Firmen dennoch mit Armstrong sehr gut verdient. Das wird mir zu hoch gekocht.“

Unabhängig vom Doping war Armstrong der beste Fahrer der letzten 15 Jahre

Lehner ist überzeugt, dass Armstrongs Ansehen als Sportler nur wenig Schaden nehmen wird: „Unabhängig vom Geständnis, war er der stärkste Fahrer der letzten 15 Jahre. Zeit heilt Wunden. Wenn ich mir die Gesellschaft betrachte, dann kann ich mir schon vorstellen, dass irgendwann der große Sportler Armstrong wieder im Mittelpunkt steht.“

Der 41 Jahre alte Armstrong hatte in einer US-Talkshow bei Oprah Winfrey jahrelanges Doping gestanden. Bereits im vergangenen August waren seine sieben Tour-de-France-Titel aberkannt und eine lebenslange Sperre ausgesprochen worden.


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