Sepp-Herberger-Urkunde jetzt auch finanziell belohnt: 35.000 Euro für zehn Fußballvereine

Köln (pps) Die Bedeutung der Sepp-Herberger-Urkunde wird neu ausgerichtet und geschärft. Bekamen seit Gründung der ältesten Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes im Jahr 1977 Fußballvereine, die sich besonders in der Jugendarbeit engagierten, auf Vorschlag der DFB-Landesverbände diese Urkunde, so hat die DFB-Stiftung Sepp Herberger in diesem Jahr den Sinn und Wert der Urkunde neu strukturiert.

Es werden pro Jahr in vier Kategorien nur noch maximal 84 Urkunden vergeben. Zehn Vereine erhalten darüber hinaus Geldpreise in Höhe von 35.000 Euro. Damit soll das Engagement anerkannt und für die Zukunft unterstützt werden. Die Preise werden für die Stiftungsschwerpunkte Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Vereine (je drei) sowie Sozialwerk (Sonderpreis) vergeben. Insgesamt gingen in diesem Jahr bei der Stiftung 51 Vorschläge aus ganz Deutschland ein.

Die Ehrung der zehn Preisträger findet am Todestag des früheren Bundestrainers, am Sonntag, 28. April 2013, und mit Unterstützung der m:con Mannheim Congress GmbH, im dortigen Congress-Centrum in der Heimatstadt des Weltmeister-Trainers von 1954 statt.

In der Kategorie Behindertenfußball geht der 1. Preis an den SV Liegau-Augustusbad 1951 für seine Bemühungen um die Inklusion. In dem sächsischen Fußballverein spielen behinderte und nicht-behinderte Menschen seit vielen Jahren gemeinsam Fußball.

Im Bereich Resozialisierung wird Sparta Göttingen aus Niedersachsen für seine jahrelange intensive Zusammenarbeit mit der Jugendanstalt Göttingen-Leinsberg mit dem 1. Preis ausgezeichnet (Mitgliedschaft Inhaftierter im Sportverein / gemeinsame Hallenturniere).

Beim Thema Schule und Vereine siegte Grün-Weiß Brauweiler gemeinsam mit dem Abtei-Gymnasium Brauweiler (bei Köln), das sich intensiv um Mädchen-Fußball kümmert und wo die Lehrer inzwischen das Training und die Organisation des Spielbetriebs mehrerer weiblicher Nachwuchsspieler aus diversen Vereinen übernommen haben.

Den Sonderpreis „Sozialwerk“ erhält der Oldenburger SV aus Schleswig-Holstein, der durch verschiedene Aktionen 7.500 Euro zusammenbrachte, um einem bei einem LKW-Unfall schwer verletzten Mitspieler (B-Jugend) wieder auf die Beine zu helfen – und seine Eltern bei den Fahrtkosten in die weit entfernte Uni-Klinik Lübeck zu unterstützen.

Hinweis an die Redaktionen:

Für eventuell gewünschte regional vertiefende Berichterstattung veröffentlichen wir nachstehend die jeweiligen Preisträger. Die entsprechenden Kontaktadressen können Sie bei den Landesverbänden erfragen oder direkt bei der DFB-Stiftung Sepp Herberger erhalten:

DFB-Stiftung Sepp Herberger
Tobias Wrzesinski

Stv. Geschäftsführer
Telefon 0221 - 94 67 66 10
E-Mail twr@sepp-herberger.de


Übersicht Preisträger Sepp Herberger Urkunden 2013

Behindertenfußball


  • 1. Platz (5.000 Euro) SV Liegau-Augustusbad 1951, Sächsischer Fußball-Verband
  • 2. Platz (3.000 Euro) TSV Hohenbrunn Riemerling, Bayerischer Fußball-Verband
  • 3. Platz (2.000 Euro) SV Rot-Weiß Rheinbreitbach 1929, Fußballverband Rheinland

    Resozialisierung

  • 1. Platz (5.000 Euro) Sparta Göttingen, Niedersächsischer Fußballverband
  • 2. Platz (3.000 Euro) Kreis-Schiedsrichtervereinigung Pirmasens/Zweibrücken, Südwestdeutscher Fußballverband
  • 3. Platz (2.000 Euro) FC Neustrelitz 07, Landesfußball-Verband Mecklenburg-Vorpommern

    Schule und Vereine

  • 1. Platz (5.000 Euro) Grün-Weiß Brauweiler, Fußball-Verband Mittelrhein
  • 2. Platz (3.000 Euro) SSC Donaueschingen 1976, Südbadischer Fußballverband
  • 3. Platz (2.000 Euro) TuS Germania Schnelsen, Hamburger Fußball-Verband

    Sozialwerk

  • Sonderpreis 5.000 Euro: Oldenburger SV von 1865,
    Schleswig-Holsteinischer Fußballverband