15 Millionen Zuschauer sehen Universiade bisher bei Eurosport

München (pps) Drei Medaillen für Deutschland: In der Konkurrenz im Luftgewehr zehn Meter hat Sportschützin Maren Prediger (West Virginia University/USA) die Goldmedaille gewonnen. Das Beachvolleyball-Duo Chantal Laboureur/Julia Sude holte Bronze. Mit 13:37,18 lief der Leichtathlet Richard Ringer über die 5000 Meter auf den dritten Platz und sicherte sich die Bronzemedaille. Im TV sahen bereits 15 Millionen Zuschauer in den ersten fünf Tagen die Übertragungen aus Kasan bei Eurosport – das sind doppelt so viele, wie im Vergleichszeitraum während der Universiade von Shenzhen 2011.

Prediger startete gut in den Wettkampf und setzte sich frühzeitig in der Spitzengruppe fest. Mit 61,0 Ringen nach zwei Durchläufen lag die Deutsche auf dem Bronzerang. „Die ersten beiden Schüsse habe ich nicht gut getroffen. Da hatte ich schon das Gefühl, dass es vorbei ist. Doch dann fielen die Zehner nacheinander und ich war auf einmal vorne mit dabei“, sagte Prediger. In der Folge wurde die Sportlerin, die für den SV Petersaurach startet, immer sicherer und schob sich innerhalb zweier Durchgänge an die Spitze des Feldes. Die Führung gab die in den USA lebende Sportschützin nicht mehr her. „Technisch war es heute nicht so gut. Ich war sehr aufgeregt und mein Herz spielte verrückt. Ich musste immer die erste Gelegenheit nutzen, um zu treffen. Es hat mich fasziniert, dass ich dabei trotzdem einen Zehner nach dem anderen schoss“, sagte Prediger. Unter dem Strich feierte die Deutsche mit 206,4 Ringen einen ungefährdeten Sieg vor Dan Yu aus China (205,1 Ringe) und Nandinzaya Gankhuyag aus der Mongolei (183,9 Ringe). „Ich habe mich riesig gefreut. Das Finale wollte ich erreichen, aber mit einer Medaille habe ich nicht gerechnet“, sagte die Siegerin.

Bronze für Richard Ringer über 5000 Meter

Richard Ringer (HTWG Konstanz) hat über die 5000 Meter Bronze gewonnen. Mit 13:37,18 Minuten fehlte dem BWL-Studenten genau eine Zehntelsekunde zum Zweitplatzierten Paul Chelimo aus Kenia. Gold ging in 13:35,89 an Hayle Ibrahimov aus Aserbaidschan. „Medaille ist Medaille. Da ist die Farbe egal. Es war ein bombastisches Gefühl, heute zu laufen. Ich war richtig locker und konnte immer wieder die Lücken nach vorne schließen. Das war der Wahnsinn“, sagte Ringer, der sich frühzeitig in der Führungsgruppe etabliert hatte und zum Favoriten aus Aserbaidschan Kontakt hielt. In der letzten Runde wehrte der Student aus Konstanz 300 Meter vor dem Ziel den Angriff des Italieners Stefano La Rosa ab. „Als mich der Italiener überholt hat, dachte ich, das kann jetzt nicht sein und habe noch einmal alles in die letzten Meter investiert“, sagte Ringer. Mit drei Sekunden Vorsprung distanzierte der Deutsche seinen Konkurrenten. „Ich konnte es erst glauben, als die Zeit und mein Name auf der Anzeigetafel standen. Das war richtig schön“, sagte der Leichtathlet. Das Rennen im Leichtathletikstadion von Kazan war das schnellste in der Geschichte der Universiade. Alle Medaillengewinner blieben mit ihren Endzeiten unter dem alten Universiaderekord von Sergyi Lebed aus der Ukraine.

Einen fünften Platz erreichte Julian Howard (KIT Karlsruhe). Im Weitsprung-Finale sprang der Lehramtsstudent im vierten Versuch exakt 8,00 Meter. Howard kam gut in den Wettkampf. Mit Sprüngen auf 7,71 und 7,75 Meter legte er eine solide Basis. Der weiteste Satz gelang dem Karlsruher im vierten Versuch, als er bei 1,7 Meter Gegenwind pro Sekunde 8,00 Meter sprang. Mit neuer Weltjahresbestleistung von 8,46 Metern ging die Goldmedaille an Luis Alberto Rivera aus Mexiko. Silber gewann Alexander Menikow aus Russland. Bronze ging an Marcos Chuva aus Portugal.

Deutsche Beachvolleyballerinnen gewinnen Bronze

Chantal Laboureur (Uni Tübingen) und Julia Sude (FU in Hagen) haben die Bronzemedaille im Beach-Volleyball gewonnen. Gegen das kanadische Duo Melissa Humana-Pared/Taylor Pischke setzten sich die Deutschen deutlich mit 2:0 (21:11; 21:14) durch. „Wir wollten von Anfang an zeigen, dass uns die Bronzemedaille gehört“, sagte Julia Sude. Die Deutschen dominierten die Partie von Beginn an. Schon im ersten Satz nutzten sie ihre Chancen konsequent und zogen schnell davon. „Wir haben aggressiver als im Halbfinale gespielt. Unsere Aufschläge waren sehr gut“, analysierte Laboureur. Mit 21:11 stand der Satzgewinn zu keiner Zeit in Frage. Auch im zweiten Satz setzten die Studentinnen aus Deutschland ihr hervorragendes Angriffsspiel fort. Nach sechs Minuten führte das Duo mit 9:5. „Es war ein unglaubliches Gefühl vor den anderen Sportlern aus Deutschland zu spielen. Sie haben uns ganz besonders unterstützt. Der Blick von der Spielerbank auf den Fanblock war einzigartig“, sagte Laboureur. Angefeuert von der eigenen Mannschaft gaben die beiden Deutschen den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Mit 21:14 sicherten sie sich den Sieg im zweiten Satz und damit die Bronzemedaille. „Die Bronzemedaille um den Hals hängen zu haben war die Belohnung für die Arbeit der letzten Woche. Es war ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Sude abschließend.

Im Wettbewerb der Männer erreichten Armin Dollinger (Private FHS Darmstadt) und Jonas Schröder (Uni Mainz) das Halbfinale. Gegen die an eins gesetzten Russen Konstantin Semenow/Jaroslaw Koschkarew zeigten die beiden Deutschen ein überragendes Spiel und gewannen mit 2:1. Im ersten Satz distanzierten die Deutschen die Lokalmatadoren deutlich mit 21:14, verloren den zweiten dann jedoch mit 14:21. Der entscheidende dritte Satz war eng, die Führung wechselte häufig. Erst gegen Ende des Satzes erkämpften sich die Deutschen einen Vorsprung von zwei Punkten. Mit dem 15:13 gewannen Dollinger/Schröder den dritten Satz und sicherten sich damit den Einzug in das Halbfinale. Dort trifft das deutsche Duo auf Ontiveros Gomez/Virgen Pulido aus Mexiko.

Tischtennisspieler beenden Gruppenphase

Mit zwei Niederlagen haben die deutschen Tischtennis-Herren ihre Gruppenphase beendet. Hermann Mühlbach (Uni Duisburg-Essen) kam gegen Gustaf Ericson aus Schweden nicht über ein 1:3 (15:13; 10:12; 7:11; 7:11) hinaus. Damit ist das Turnier für den Studenten der Mathematik und Informatik beendet. Ein starkes Spiel zeigte Alexander Flemming (Uni Leipzig). Gegen Yizheng Xia aus China bot der Deutsche lange Paroli. Mit 10:12 verlor Flemming den ersten Satz denkbar knapp. Das hohe Niveau behielt der Student der Wirtschaftswissenschaften bei. Mit 9:11 und 8:11 im zweiten und dritten Satz zeigte Flemming trotz der schlussendlichen 0:3-Niederlage ein hervorragendes Spiel. Mit dem dritten Platz in der Gruppe K verpasste Flemming die K.o.-Runde. Damit sind Lena Krapf (HfPV Wiesbaden) und Lennart Wehking (DSHS Köln) die einzigen verbliebenen deutschen Starter in den Einzelwettbewerben.

Ohne Medaille bleiben die deutschen Freistil-Ringer. In der Gewichtsklasse bis 96 Kilogramm verlor Michael Dengler (Uni Jena) seinen Vorrundenkampf gegen den Dritten der Europameisterschaft, Ivan Yankouski aus Weißrussland, mit 0:4. „Unsere griechisch-römischen Ringer sind hoch motiviert. Wir wollen eine Medaille“, sagte der Hochschulsportbeauftragte des Deutschen Ringerbundes Björn Holk. Die Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil beginnen am 15. Juli mit den Gewichtsklassen -55, -66, -84 und -120 Kilogramm.

Die einzige deutsche Schachspielerin Manuela Christine Mader (Uni des Saarlandes) geht mit drei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen aus den ersten vier Wettkampftagen. „Ich habe die Pflichtsiege größtenteils geholt. Leider habe ich gegen die besseren Spielerinnen nicht alle meine Möglichkeiten ausgenutzt“, sagte die Humanmedizin-Studentin. Mit 3,5 Punkten liegt Mader momentan auf dem 25. Gesamtrang. „Ich versuche, im Endspurt noch einige Spiele zu gewinnen. Es ist noch alles drin“, sagte die Starterin des Schachklubs 1926 Ettlingen.

Die deutschen Schwimmer haben am zweiten Wettkampftag den Einzug in die Finals verpasst. Über die 50 Meter Rücken schied Olympiateilnehmer Jan-Philip Glania (Uni Frankfurt am Main) mit 25,73 Sekunden und Platz 12 im Halbfinale aus. Für Franziska Jansen (Uni Mannheim) endete der Wettkampf mit Platz 12 ebenfalls im Halbfinale, über 200 Meter Lagen benötigte die Psychologiestudentin 2:16,23 Minuten.

Die deutschen Basketballer sind in der Vorrunde gescheitert. Die A2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketballbundes (DBB) verlor das entscheidende fünfte Gruppenspiel gegen Russland deutlich mit 52:80. „Russland ist sicherlich eine gute Mannschaft gegen die man verlieren kann. Leider haben wir uns heute nicht in bester Verfassung präsentiert, sonst wäre das Spiel knapper geworden“, sagte Trainer Olaf Stolz. Damit wurde dem deutschen Team die unerwartete Niederlage im ersten Spiel gegen Estland zum Verhängnis. Seit der Etablierung der Teilnahme einer deutschen Mannschaft an Universiaden im Jahr 2001, scheidet die deutsche Auswahl somit zum ersten Mal in der Gruppenphase aus.

15 Millionen Zuschauer bei Eurosport

Bereits 15 Millionen Zuschauer sahen in den ersten fünf Tagen die Eurosport-Übertragungen aus Kazan – das sind doppelt so viele, wie im Vergleichszeitraum während der Universiade von Shenzhen 2011. Mit mehr als 120 Stunden Berichterstattung hat Eurosport sein Angebot von der Universiade 2013 stark ausgebaut und auf 10 Sportarten ausgedehnt. „Die Zahlen belegen, dass es Eurosport gelingt, sportlichen Events für ein großes Publikum in ganz Europa Relevanz zu verleihen“, so Eurosport TV Content Director Arnaud Simon zu den erfreulichen Auftaktzahlen.

Die Entscheidungen im Schwimmen stehen heute bei Eurosport 2 ebenso auf dem Programm, wie die Halbfinals der Damen und die Viertelfinals der Herren im Volleyball. Am morgigen Sonntagmorgen werden zudem die ersten Medaillenentscheidungen der Kanuten live übertragen.


Die genauen TV-Übertragungen bei Eurosport und Eurosport sind zu finden auf
www.tv.eurosport.de/Universiade


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