Hennef, 10. Oktober (pps) - Engagiert, interessiert, fokussiert: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird auch 2014 sein soziales Engagement im Sport fortführen und insbesondere durch seine Sepp-Herberger-Stiftung und die DFB-Stiftung Egidius Braun in Vereine, Verbände und Hilfsorganisationen tragen. Das bekräftigte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Mittwoch bei den Kuratoriumssitzungen in der Frankfurter Verbandszentrale. Dafür stehen in den beiden Stiftungen gemeinsam rund fünf Millionen Euro bereit.

Im Beisein von Fußball-Größen wie Weltmeister Horst Eckel, Uwe Seeler und Otto Rehhagel betonte Niersbach in der 47. Sitzung, das soziale Engagement der Herberger-Stiftung überzeuge durch Nachhaltigkeit und innovative Projekte. "Es ist eine großartige Idee, mit Sepp Herbergers Namen Gutes zu tun", sagte Niersbach.

Die Stiftungsarbeit im Behindertenfußball und die im September zu Ende gegangene Blindenfußball-Bundesliga hätten viel Zuspruch gefunden. HSV-Idol Seeler, der an einem Spieltag in Hamburg teilnahm, zeigte sich begeistert und auch bei Niersbach lösten die Erfahrungen am Rande des Saisonfinales in Stuttgart Emotionen aus: "Wenn man die Freude der Spieler sieht, ist das etwas, das unter die Haut geht." Alle Beteiligten waren sich einig, dieses Projekt auch künftig weiter offensiv und zentral in die Städte hineintragen zu wollen.

Im Bereich "Fußball in Werkstätten für behinderte Menschen" wurde 2013 im Rahmen des Finales in Kaiserau erstmals ein Frauen-Turnier ausgerichtet. Das Resozialisierungsprojekt "Anstoß für ein neues Leben", bei dem JVA-Inhaftierten durch den Fußball eine neue Perspektive ermöglicht wird, lag besonders Rolf Hocke am Herzen. "Wir sind wild entschlossen, diesen Weg weiterzugehen", sagte der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes und ehemaliger Leiter der Arbeitsagentur Fritzlar.

Niersbach eröffnete die 16. Kuratoriumssitzung der Egidius-Braun-Stiftung mit einer freudigen Nachricht: "Egidius Braun hat seine Zusage für die Teilnahme am DFB-Bundestag in Nürnberg gegeben." Der 88 Jahre alte Ehrenpräsident hatte jüngst der Eröffnung der neuen Stiftungsräume in Hennef beigewohnt und wird zum ersten Mal seit sechs Jahren beim DFB-Bundestag dabei sein. Niersbach steht in Nürnberg als Präsident zur Wiederwahl.

Geschäftsführer Watzke berichtete, die Durchführung von Projekten in Osteuropa sei einfacher geworden. "Durch die Grenzöffnungen sind jetzt auch Sachspenden nach Kroatien möglich", sagte Watzke und regte zudem die Kooperation mit bestehenden deutschen Stiftungen in Osteuropa an.

Die "Fußball-Ferien-Freizeiten" der Egidius-Braun-Stiftung feierten 2013 ihren 20. Geburtstag. Niersbach und das Kuratorium waren sich einig, dass die teilnehmenden Vereine dieses regionale Engagement des DFB auch künftig "spüren müssen".

Auch bei den Projekten "Kinderträume" und "Nachwuchsförderung paralympisch" waren sich die Kuratoriumsmitglieder einig, diese weiterzuführen. Die Braun-Stiftung unterstützt ausgewählte behinderte Athleten mit einem Förderbetrag von bis zu 4.000 Euro und hat in Paralympics-Siegerin Manuela Schmermund (Schießen) eine Aktivensprecherin im Gutachterausschuss der Sporthilfe. Zu Beginn der Sitzungen wurde der jeweilige Haushaltsplan für 2014 einstimmig genehmigt.

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