- Bekenntnis aktiver Fußballprofis zur Homosexualität für 69 Prozent der deutschen
Fußballfans problematisch
- Mehrheit für Boykott der Olympischen Spiele in Sotschi durch hochrangige Politiker
- Die puls-Umfrage für Januar 2014 im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes

Köln, 16. Januar (pps)
– Die deutliche Mehrheit der deutschen Fußballfans glaubt, dass ein Coming-Out in Bezug auf die eigene Karriere für homosexuelle Fußballprofis problematisch ist. Der repräsentativen Januar-Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstitutes puls im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (SID) zufolge, hätten 69 Prozent der Befragten Thomas Hitzlsperger von einem sexuellen Bekenntnis während seiner aktiven Karriere abgeraten. Nur 26 Prozent halten ein Coming-Out im Profifußball hingegen für unproblematisch.

Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel verzichten auf eine Reise zu den Olympischen Winterspielen ins russische Sotschi. 51 Prozent der deutschen Sportinteressierten stehen hinter dieser Entscheidung und sehen auch andere hochrangige deutsche Politiker nicht zu einem Besuch verpflichtet. Aufgrund der Menschenrechts-Situation in Russland befürworten 50 Prozent sogar einen Boykott der Winterspiele durch einzelne Nationen.

Die große Mehrheit der Sportinteressierten wird sich während der Olympischen Winterspiele in Sotschi hauptsächlich (80 Prozent) über das TV-Gerät auf dem Laufenden halten. Informationsmedium Nummer zwei ist das Internet. 42 Prozent der Befragten werden ihre News demnach über offizielle Event- und Medien-Webseiten abrufen. Im weiteren Informations-Mix folgen Radio (29 Prozent) und Printmedien (20 Prozent) sowie Social-Media-Plattformen mit 16 Prozent Konsumanteil.


Die Januar-Umfrage im Überblick:

Wie weit kommt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM?

Weltmeister (13%)
Finale (41%)
Halbfinale (35%)
Viertelfinale (8%)
Achtelfinale (1%)
Aus nach der Vorrunde (0%)
Weiß nicht (2%)

Macht für Torhüter Marc-André ter Stegen ein Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum FC Barcelona Sinn?
Ja (35%)
Nein (20%)
Weiß nicht/Keine Angabe (45%)

Denken Sie, dass es in Bezug auf die eigene Karriere für homosexuelle aktive Fußballprofis unproblematisch ist, sich zu ihrer Sexualität zu bekennen?
Ja (26%)
Nein (69%)
Weiß nicht/Keine Angabe (5%)

Borussia Dortmund ist nach schwachem Hinrunden-Finale auf Rang vier abgerutscht. Verpasst der BVB am Ende der Saison die Champions-League-Teilnahme?
Ja (16%)
Nein (66%)
Keine Angabe (18%)

Würden Sie politisch motivierte Protestaktionen deutscher Sportler bei den Olympischen Spielen in Sotschi befürworten?
Ja (47%)
Nein (40%)
Keine Angabe (13%)

Würden Sie einen Boykott der Olympischen Spiele in Sotschi durch Nationen aufgrund der Menschenrechtssituation in Russland befürworten?
Ja (50%)
Nein (39%)
Keine Angabe (11%)

Sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel oder andere hochrangige deutsche Politiker die Olympischen Spielen in Sotschi besuchen?
Ja (38%)
Nein (51%)
Keine Angabe (11%)

Glauben Sie, dass die Olympischen Spiele in Sotschi zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in Russland beitragen können?
Ja (25%)
Nein (64%)
Keine Angabe (11%)

Wie werden Sie sich über die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi informieren?
TV (80%)
Internet (Offizielle Event & Medien-Webseiten) (42%)
Radio (29%)
Print (20%)
Social-Media-Plattformen (Facebook, Twitter, YouTube, etc.) (16%)
Olympische Spiele interessieren mich nicht (10%)



Rückfragehinweis:
Niklas Haupt
haupt@puls-marktforschung.de
puls Marktforschung GmbH
Röthenbacher Strasse 2
90571 Schwaig b. Nürnberg