Pressemitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB)

Olympia in Vancouver
Alexander Sulzer – Abstieg für den olympischen Traum

Nashville (pps) Für Olympia in Kanada nahm Alexander Sulzer sogar einen Abstieg in Kauf. Milwaukee statt Nashville, AHL statt NHL – der Eishockey-Nationalspieler wechselte freiwillig ins Farmteam, damit der Traum von den Winterspielen in Vancouver nicht platzte. „Uwe Krupp hat gesagt: Wenn du nicht spielt, kann ich dich nicht mitnehmen“, berichtet der ehemalige Düsseldorfer.

Also folgte Sulzer dem Rat des Bundestrainers und ließ sich von den Nashville Predators in die Eishockey-Provinz schicken. „Bevor ich in der NHL auf der Tribüne sitze, spiele ich lieber in Milwaukee“, sagt der 25-Jährige. Den Flug 500 Meilen nach Norden aus Tennessee nach Wisconsin kennt Sulzer schon, die Strecke hat er schon mehrmals zurückgelegt, seit er 2007 nach Nordamerika ausgewandert ist.

Anders als in den ersten beiden Jahren in den USA wusste der gebürtige Kaufbeurer aber diesmal, dass es nur ein Abstieg auf Zeit war. „Eigentlich gehöre ich in dieser Saison zu den ersten sieben Verteidigern in Nashville“, berichtet er. Immerhin auf 13 NHL-Spiele brachte es Sulzer, bis er auf Krupps Rat hin freiwillig eine Liga tiefer ging. „Ich habe immer ganz gut gespielt und nie schlechtes Feedback bekommen“, sagt er.

Dennoch gab es schon vorher in dieser Saison mehrmals die Nachricht: Es geht nach Milwaukee. „Ich habe immer zwei, drei Tage vorher eine Vorwarnung bekommen“, berichtet Sulzer: „Dann ging es für drei, vier Spiele nach unten.“ Immerhin erging es ihm nicht so wie anderen NHL-Spielern: „Ich habe auch gehört, dass manche in die Kabine kamen und ihre Tasche war gepackt. Dann wussten sie, sie sind raus.“

Der Abstecher nach Milwaukee dauerte nie lange. „Meist fünf bis zehn Tage. Ich habe dann im Hotel gewohnt und musste nie viel Gepäck mitnehmen.“ Nach den ersten Monaten in der NHL war die Rückstufung in die AHL durchaus eine Umstellung. „Da geht es im Bus fünf oder sechs Stunden lang zu den Auswärtsspielen, das ist was anderes als mit einem Privatjet“, sagt Sulzer.

Auf den Luxus musste der Nationalspieler auch diesmal nicht lange verzichten. Nach gut einer Woche in Milwaukee kam der Anruf. „Cody Franson hat sich verletzt. Das ist schade für ihn, aber gut für mich. Jetzt bin ich wieder oben“, sagt Sulzer, der mit Ehefrau Julia aus dem Hotel wieder in sein Domizil in Franklin 20 Auto-Minuten südlich von Nashville umzog.

Die letzten Spiele vor Olympia kann er wieder auf der großen Bühne bestreiten – und auch der Bundestrainer ist zufrieden, denn Sulzer steht auf dem Eis und sitzt nicht mehr auf der Tribüne.

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(9. Februar 2010)
cos-pps/tl/tk