Pressemitteilung des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB)

Olympia in Vancouver
Christian Ehrhoff – Olympia vor der Haustür

Vancouver (pps) Zum olympischen Eishockey-Stadion hat es Christian Ehrhoff nicht weit. „Ich wohne in Yaletown, nur ein paar Minuten vom GM Place entfernt“, sagt der deutsche Nationalspieler, der in Vancouver Olympische Spiele vor der eigenen Haustür erlebt. Seit Saisonbeginn spielt der 27-Jährige für die Canucks in der NHL, die Auftritte mit dem DEB-Team beim Olympia-Turnier sind für ihn Heimspiele: „Ob die Fans mich anfeuern, weiß ich allerdings nicht.“

Gleich im Auftaktspiel am 17. Februar stehen die Canucks-Anhänger vor einer schwierigen Entscheidung: Unterstützen Sie den Deutschen, der sich in ihrem Klub zu einem der Top-Verteidiger der Liga gemausert hat, oder doch die Sedin-Zwillinge Henrik und Daniel. Die Publikumslieblinge in Vancouver sind die Superstars des Olympiasiegers Schweden, des ersten deutschen Vorrundengegners.

Olympia in seiner Wahlheimat heißt für Ehrhoff allerdings nicht, dass er von der eigenen Wohnung zum Eisstadion schlendert. „Ich ziehe natürlich auch ins Olympische Dorf“, sagt der ehemalige Krefelder, der seit 2003 in der NHL spielt und bereits über 400 Partien in der stärksten Eishockey-Liga der Welt auf dem Buckel hat, „von dort ist es ja auch nicht weiter bis zur Halle.“

Seinen Teamkollegen kann er in Vancouver durchaus als Reiseführer helfen. „Ich kann ihnen schon ein paar schöne Ecken zeigen“, sagt Ehrhoff. Die Stadt am Pazifik, eine der schönsten Metropolen der Welt, hat den Eishockey-Profi aus dem Ruhrgebiet in seinen Bann gezogen. „Es ist sehr schön mit dem Wasser und den Bergen“, schwärmt er: „Man kann alles zu Fuß machen, zum Essen, zum Shopping, Ausgehen, in den Stanley Park – wenn das Wetter stimmt, ist es traumhaft.“

Zeigen könnte Ehrhoff den deutschen Olympioniken auch ein Stück Heimat in der Fremde. „Es gibt einen deutschen Metzger, einen deutschen Konditor, es hat schon einige Deutsche hierhin verschlagen“, sagt er. Er selbst gehört seit Saisonbeginn auch dazu - und hat den Wechsel von den San Jose Sharks zu den Canucks nicht bereut: „Ich spiele sehr viel, meine Leistung ist konstant, es ist alles sehr positiv.“

Mit deutlich über 25 Minuten Eiszeit pro Spiel, vielen Einsätzen im Überzahlspiel und den meisten Toren seiner NHL-Karriere ist der gebürtige Moerser in Vancouver zu einem Leistungsträger gereift. Das beeindruckt auf Bundestrainer Uwe Krupp. „Er hat endgültig den Durchbruch geschafft“, sagt der einzige deutsche Stanley-Cup-Sieger, der Ehrhoff eine vergleichbare Karriere zutraut: „Ich glaube, er hat ähnliche Möglichkeiten wie ich damals.“ Er sei bereits jetzt auf dem gleichen Level wie Marco Sturm, der beste deutsche NHL-Spieler, „und hat noch Raum nach oben.“

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(12. Februar 2010)
cos-pps/tl/tk