Gesamtkonzept lag in der Hand des Deutschen Dieter Kirsch

Klatovy (Tschechien), 12. August -
Einer internationalen Gruppe von Fallschirmspringern ist im tschechischen Klatovy ein außergewöhnlicher Sprung geglückt: Im freien Fall haben Ende vergangener Woche Sportler aus 15 Nationen eine Diamant-Figur aus 100 Männern und Frauen gebildet. Die zusätzliche Schwierigkeit lag dabei darin, dass in der Formation alle Springer in dieselbe Richtung schauten.

Das Gesamtkonzept des Projektes lag in den Händen von Dieter Kirsch aus Bad Langensalza in Thüringen. Bei der Umsetzung des auf vier Tage veranschlagten Camps wurde er in Klatovy von Patrick Passe aus Frankreich und dem Briten Milko Hodgkinson unterstützt. „Diese Formation gilt als eine der schwierigsten“, erklärte Dieter Kirsch und ergänzte: „Sie wurde schon zweimal in den USA versucht, allerdings hat es nicht geklappt.“ Der jetzige Erfolg glückte am dritten Tag. Die 100 Springer - bis auf einen Amerikaner, alles Europäer - waren mit fünf Flugzeugen auf eine Absetzhöhe von 5200 Metern gestiegen. Deutschland war allein mit 25 Springern beteiligt. Stark vertreten waren ebenso die Engländer, Franzosen und Russen.

Für Kirsch und die anderen Deutschen war das Projekt in Klatovy zugleich Teil der Vorbereitungen auf einen neuen Rekordversuch in der zweiten Oktoberhälfte dieses Jahres in Eloy/Arizona. Kirsch und seine Mitstreiter vom Fallschirmsportclub Eisenach wollen in den USA einen nationalen Großformationsrekord mit 224 Springern aufstellen. Das hat noch kein anderes Land geschafft. Der deutsche Rekord steht bei exakt 200 Springern. Nur die Russen haben bislang mehr geschafft: 201. In gut zwei Monaten wollen Kirsch & Co sich weltweit wieder an die Spitze setzen.


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