Mannheim, 8. Januar - Die Neugestaltung des „Seppl Herberger Platzes“ geht voran. Die kleine Platzfläche an der Einmündung Oppauer Straße und Jakob-Faulhaber-Straße in Mannheim-Waldhof wird in Seppl-Herberger-Platz umbenannt. Die Ausführungsplanungen zur Herstellung des Platzes werden gerade durchgeführt und die weiteren Realisierungsschritte zur Neugestaltung des Platzes in Mannheim-Waldhof geplant. Des Weiteren wurde der Hauptausschuss informiert, dass eine Sepp-Herberger-Gedenktafel auf dem neuen Seppl-Herberger-Platz in Mannheim-Waldhof aufgestellt wird. Die Finanzierung der Gedenktafel wird von der Sepp-Herberger-Stiftung übernommen.

Glas-Stehle wird an das Wirken von Sepp und Eva Herberger erinnern

Pünktlich zum 118. Geburtstag des Weltmeistertrainers von 1954 und Waldhöfers Seppl Herberger soll die Herstellung des Seppl-Herberger-Platzes am Samstag, 28.März 2015, starten. Sportbürgermeister Lothar Quast ist begeistert vom Entwurf und freut sich auf die Umsetzung: „Josef „Seppl“ Herberger ist Mannheimer und Fußball-Weltmeister von 1954. Mit diesem Platz wird er nun einen würdigen Platz in Mannheims Stadtbild haben. Es ist schön zu sehen, mit welcher Leidenschaft seit zwei Jahren alle Beteiligten an den Planungen arbeiten.“ Bereits im Jahr 2012 engagierte sich die Bürgerinitiative Waldhof-West für eine würdige Ehrung des einstigen Mannheimer Bürgers Seppl Herberger, der als erfolgreicher Sportler und späterer Fußball-Nationaltrainer weltweiten Ruhm erlangte. „Bei einer Versammlung der Bürgerinitiative wurde beschlossen, bei der Stadt Mannheim den Antrag auf Benennung der bisher namenlosen Straßenecke als Seppl Herberger Platz zu stellen. Damals war uns noch nicht bewusst, welche großartige Lösung sich nun aus unserer Idee einmal entwickelt. Eigentlich verfolgten wir nur unser gemeinsames Ziel, unserem vergessenen Arbeiterstadtteil wieder die Identität und das Ansehen zurückzugeben, die dieser früher bei den Bewohnern und im Umfeld hatte“, beschreibt Jürgen Kurtz von der Bürgerinitiative Waldhof-West die Anfänge der Planungen. Nach einem Vororttermin mit allen Projektteilnehmern beteiligte sich zusätzlich die Sepp-Herberger Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes. Die 1977 errichtete Stiftung des bürgerlichen Rechts pflegt als Alleinerbin das Andenken an Sepp Herberger und seine Frau Eva. „Ich freue mich, dass das Wirken meines Ur-Großonkels nunmehr auch in unserer Heimatstadt auf diese Weise öffentlich gewürdigt wird“, sagt Michael Herberger, Mitglied des Kuratoriums der Sepp-Herberger-Stiftung und Gründer der Musikgruppe ‘Söhne Mannheims‘. „Die Platzbenennung ist insbesondere der Verdienst der Bürgerinitiative um Jürgen Kurtz.“ Gemeinsam mit der Stiftung und dem Badischen Fußballverband unterstützt Michael Herberger von Anbeginn das Wirken der Initiative. Die Stiftung trägt die Kosten von mehr als 30.000 Euro für die Fertigung einer 1,60 auf 1,80 Meter großen Glas-Stehle, die auf dem Platz an das Leben und Wirken Herbergers erinnern soll.

Offizieller Spatenstich am 23. März um 13 Uhr geplant

Nachdem nun die ersten Planungen abgeschlossen sind, ist die Realisierung in greifbarer Nähe. Der Platz soll sich durch die Umgestaltung zu den bestehenden Grundstücksgrenzen weiter öffnen. Der mittlere Grünflächenbestand wird zugunsten einer wertigen, unterhaltungsfreundlichen Platzgestaltung zurückgesetzt und von neuen Flächen umgeben. Eine vom Fan Projekt Mannheim gestaltete „Bande“ markiert die Grundstücksgrenze Richtung Schulgelände. Das vorgesehene Sitzmobiliar, die rückwärtige Bande und die ballrunden Poller verbinden in ihrer Formensprache die Platzgestaltung mit Eindrücken aus dem Fußballstadion. Tribüne, Ball und Bande wirken gegenwärtig und lassen leicht eine Stadionassoziation entstehen. Der Baumhasel bleibt auf dem Platz in einer ausreichend großen mit Rasen angesäten Baumscheibe erhalten. An den Platzbegrenzungen und im Übergangsbereich zum MVV-Trafohäuschen sind niedrige Sträucher und Bodendecker geplant.

Mit Voranschreiten der Ausführungsplanung ist für Ende Januar 2015 die Auftragsvergabe der Platzherstellung vorgesehen. Am Samstag, 28. März, um 13 Uhr, sollen die Bauarbeiten mit einem offiziellen Spatenstich begonnen werden. Es ist mit einer Bauzeit von etwa acht bis zehn Wochen zu rechnen, einschließlich möglicher Leitungsumlegungen und vorbehaltlich unwägbarer Verzögerungen im Bauablauf.


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