• Bundestrainer Sigurdsson enttäuscht: „Haben zu viele Chancen liegen lassen“
  • Kapitän Gensheimer selbstkritisch: „Zu viele Fehler gemacht“
  • Heinevetter äußert versteckte Kritik: „Konnten heute nicht gewinnen“
  • THW-Geschäftsführer Storm erstaunt über Katars Entwicklung: „Viel Power auf Augenhöhe“

    Unterföhring, 28. Januar -
    Die wichtigsten Stimmen zur Niederlage der deutschen Handball-Nationalmannschaft im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Katar gegen Katar (24:26) bei Sky.

    Bundestrainer Dagur Sigurdsson: „Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Es war ein sehr schweres Spiel. Wir waren oft nah dran, aber haben es nie geschafft, es zu knacken. Wir haben zu viele Chancen liegen lassen, aber man muss auch sagen, dass die Jungs unglaublich gekämpft haben. Ich hätte viel früher auf die 6:0-Deckung wechseln müssen. Es war mehr drin, aber Saric hat auch sehr gut gehalten.“

    Uwe Gensheimer (DHB-Kapitän): „Das kann man nicht in Worte fassen. Wir hatten heute die Riesenmöglichkeit, etwas ganz Großes zu erreichen. Leider haben wir heute das schlechteste Spiel bei der WM abgeliefert. Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht und zu viele Chancen liegen lassen. Das hat sich am Ende gerächt. Es war alles in allem nicht auf dem Niveau, was wir bislang im Turnier gezeigt haben. Wir müssen uns jetzt als Mannschaft hochziehen und wollen trotzdem eine gute Platzierung erreichen.“

    Silvio Heinevetter (DHB-Torwart): „Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, das muss man ehrlicherweise sagen. Aber heute konnten wir das Spiel nicht gewinnen. Wir sind immer noch Gäste hier in dem Land, und man muss aufpassen, was man sagt. Jeder, der das Spiel gesehen und ein bisschen Ahnung von Handball hat, der weiß, was ich denke.“

    Steffen Weinhold: „Natürlich ist die Enttäuschung groß. Wir waren irgendwie immer ein Stück weit zu hektisch. Zwischendrin hatten wir immer wieder technische Fehler und haben uns dann auch von der Hektik in der Halle ein bisschen anstecken lassen. Wir müssen das jetzt aus dem Kopf bekommen, uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren und zumindest eines der beiden Spiele gewinnen.“

    Bernhard Bauer (DHB-Präsident): „Wir sind total enttäuscht, die Spieler sind am Boden zerstört. Wir haben ein gutes Turnier gespielt und wollten noch einmal alles zeigen. Wir haben eine relativ schlechte erste Halbzeit gespielt und uns von der Kulisse beeindrucken lassen. Hinten in der Abwehr haben wir unser Spiel nicht durchziehen können. Überraschend waren auch die vielen technischen Fehler im Angriff. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft aber Charakter gezeigt. Wir haben über viele Spiele gezeigt, dass wir mit den besten Mannschaften mithalten können. Aber wir dürfen nicht zu viel erwarten.“

    Sky Experte Henning Fritz…
    … zur Niederlage der DHB-Auswahl:
    „Deutschland hat ein gutes Turnier gespielt und sich hervorragend präsentiert. Heute hat es leider nicht ganz gereicht, aber die Mannschaft hat absolut Perspektive.“
    … zum nächsten Gegner Kroatien: „Es erwartet uns ein weiterer harter Fight. Die Kroaten sind sehr clever und flexibel auf allen Positionen. Aber auch daran wird die deutsche Mannschaft weiter wachsen.“

    Sky Experte Heiner Brand: „Das heutige Spiel tut weh, weil wir nicht damit gerechnet haben und es auch nicht notwendig war. Wir haben nicht ganz an die Leistungen der ersten Woche anschließen können. Aber es fehlte ein bisschen aus dem Rückraum. Die Mannschaft hat auf jeden Fall Perspektive, und es werden weitere gute junge Leute hinterher kommen. Ich glaube, dass wir da besser als andere Nationen aufgestellt sind. Es geht jetzt darum, dass sich die Mannschaft schnell erholt, das abschüttelt und unter die ersten Sieben kommt, um eine Chance auf Rio zu haben. Die Teilnahme an Olympia ist das Größte für jeden Sportler.“

    Sky Experte Frank von Behren: „Wir haben anfangs den Kreisläufer nicht in den Griff bekommen. In der zweiten Hälfte war Capote der entscheidene Mann, der letztendlich den Unterschied gemacht hat. Bei uns kam da zu wenig aus dem Rückraum.“

    Thorsten Storm (Geschäftsführer THW Kiel)…
    … zur Niederlage der DHB-Auswahl:
    „Wir haben anfangs zu viele Zweikämpfe verloren und dem Spiel nicht unseren Stempel aufdrücken können.“

    … zur Stärke von Katar: „Sie haben am Limit gespielt. Es ist erschreckend und erstaunlich, wie schnell sich in Katar eine solche Mannschaft entwickelt hat. Da ist viel Power drin, das ist auf Augenhöhe.“

    Sven-Sören Christophersen (verletzter Nationalspieler von der TSV Hannover-Burgdorf): „Fakt ist, es gab ein oder zwei umstrittene Entscheidungen. Das sind kleine Dinge, die entscheidend sein können.“


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