• Dritter Sieg in Mexiko, dritter Sieg der Saison für Ogier/Ingrassia
  • Platz zwei in der WM – Mikkelsen/Fløene zum dritten Mal in Folge auf dem Podium
  • 25. Sieg für den Polo R WRC, Volkswagen baut Vorsprung in der Hersteller-Wertung aus

    Guanajuato (8. März) -
    Hattrick für die Doppelweltmeister: Das Volkswagen Duo Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (FRA/FRA) hat bei der Rallye Mexiko einen überragenden Sieg gefeiert. Beim dritten Saisonlauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) fuhren sie dank einer herausragenden Leistung den dritten Saisonsieg ein, der gleichzeitig ihren dritten in Folge in Mexiko bildete. 27 Siege schlagen für das Duo zu Buche – damit rangieren sie nun vor Rallye-Legende Carlos Sainz auf Platz drei der ewigen Bestenliste. Für Volkswagen war es der 25. Triumph bei der 29. Rallye mit dem Polo R WRC. Einen Hattrick feierten auch Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (NOR/NOR), die als Dritte zum dritten Mal in Folge auf das Podium fuhren und Rang zwei in der Fahrer- und Beifahrer-Weltmeisterschaft übernahmen.

    Unwiderstehliches #GOgier: Doppelweltmeister in Super-Form

    Besser geht es kaum: Sébastien Ogier und Julien Ingrassia absolvierten in Mexiko eine perfekte Rallye. Vom ersten bis zum letzten Meter – die Doppelweltmeister waren auf 21 Wertungsprüfungen 20 Mal unter den Top Drei zu finden. Neun Mal wurde für sie auf den 21 WPs sogar die Bestzeit gemessen. Bereits nach 5,61 Kilometern übernahmen Ogier/Ingrassia die Führung. Bis ins Ziel gaben sie diese nicht mehr her. An Konkurrenz mangelte es den Werksfahrern aus Wolfsburg dabei nicht: Neben ihren Teamkollegen Andreas Mikkelsen/Ola Fløene und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila sorgten auch Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul (BEL/BEL, Hyundai) und Mads Østberg/Jonas Andersson (NOR/SWE, Citroën) für einen spannenden Kampf um die Spitze.

    Den Grundstein für den fünften Rallye-Sieg in Folge legten Ogier/Ingrassia mit einer cleveren Reifenwahl am Freitag, als sie mit der über Kreuz montierten Mischung aus harten und weichen Michelin-Wettbewerbsreifen ihren Nachteil wettmachten, die Route zu eröffnen und vom losen Schotter freizufegen. Mit einer fehlerfreien fahrerischen und navigatorischen Leistung schlugen sie daraus maximales Kapital.

    Drittes Podium in Folge – Top-Leistung von Mikkelsen/Fløene

    Andreas Mikkelsen und Ola Fløene schrieben ihre Erfolgsgeschichte seit dem Saisonstart weiter fort. Nach der Rallye Monte Carlo und der Rallye Schweden beendeten sie auch die Rallye Mexiko auf dem Podium. Bei ihrem ersten gemeinsamen Start im Polo R WRC bei dieser Rallye übernahmen sie dank ihres dritten Platzes Rang zwei in der Gesamtwertung der Fahrer- und Beifahrer-Wertung. Schlüssel zum Erfolg war eine sichere, wenngleich schnelle Fahrt. Trotz der einzigartigen Wertungsprüfungen in Mexiko, bei der sich Erfahrung auszahlt, blieben sie stets in Reichweite zur Spitze. Am Ende fehlten lediglich 6,3 Sekunden zum Zweitplatzierten Mads Østberg.

    Früher Rückschlag, ein bisschen Happy End für Latvala/Anttila

    Bis zur zwölften Wertungsprüfung waren sie die einzigen, die das Tempo von Ogier und Ingrassia mitgingen: Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila. Bei dem Versuch, ihre Teamkollegen unter Druck zu setzen, rutschten sie mit dem Heck ihres Polo R WRC gegen eine Böschung. Der daraus resultierende Aufhängungsschaden bedeutete das frühe Aus am Samstag. Am Sonntag feierten Latvala/Anttila ihr Comeback und steuerten sechs Zähler zum Punktekonto von Volkswagen in der Hersteller-WM hinzu.

    Das Sahnehäubchen: 21 Mal hoch hinaus, „El Brinco“ setzt den Schlusspunkt

    Höher als alles in Europa – die komplette Rallye Mexiko wird oberhalb von 1.800 Metern über Normalnull ausgetragen. Zum Vergleich: Der höchste Punkt bei den zehn Rallyes in Europa liegt bei 1.608 Metern über dem Meeresspiegel – auf der Wertungsprüfung „La Bollène-Vésubie–Sospel“ während der Rallye Monte Carlo. Und die Rallye Mexiko ist stets die Zeit für Superlative: Auf der Wertungsprüfung „El Chocolate“ erreichten die World Rally Cars am Samstag das „Dach der Rallye-WM“ auf 2.752 Metern, am abschließenden Sonntag absolvierten sie auf der WP „Guanajuatito“ die mit 55,82 Kilometer bisher längste der 2015er-Saison. Und da war dann noch der emotionale Start in der Silberminen-Stadt Guanajuato – dank der frenetisch feiernden Fans mit Gänsehaut inklusive.

    Die Bedingungen auf den Wertungsprüfungen stellten die Fahrer und Beifahrer vor große Herausforderungen. Die Oberfläche der ersten von sechs Schotter-Rallyes in Folge bestand aus einem Mix aus weichem, losen Sand einerseits und grobem, spitzem Schotter andererseits. „Otates“, „Los Mexicanos“, „Ibarilla“ und „Derramadero“ gehören zu den Klassikern in der Rallye-WM. Den krönenden Abschluss bildete die sogenannte Powerstage „El Brinco“ mit seinem berühmten und bei den Fans beliebten Sprung. Die drei Punkte für die Zeitschnellsten gingen an Sébastien Ogier/Julien Ingrassia, zwei für Platz zwei an Andreas Mikkelsen/Ola Fløene.

    25 aus 48, und die 21 – die Fakten-Sammlung zur Rallye Mexiko

    Sébastien Ogiers und Julien Ingrassias Erfolg bildeten nicht nur den 25. Sieg des Polo R WRC in der Rallye-WM, sondern waren gleichzeitig das 47. Podiumsresultat für Volkswagen seit dem Einstieg 2013 mit dem World Rally Car. Andreas Mikkelsen/Ola Fløene steuerten mit Platz drei zudem den 48. dazu. Sieben Mal in Folge blieb Volkswagen damit in der Rallye-WM ungeschlagen. Seit Januar 2013 gingen 373 von 542 möglichen Bestzeiten nach Wolfsburg. 21 Mal ging in 28 Powerstages seit 2013 die Bestzeit an Volkswagen.


    Stimmen, 04. Tag Rallye Mexiko

    Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

    „Einfach unglaublich! Ich bin so glücklich und stolz auf diesen Sieg in Mexiko, das ist einer der schönsten Erfolge meiner Karriere. Julien und ich hatten ein perfektes Wochenende, der Polo lief fantastisch und das Team hat einen großartigen Job gemacht. Wir haben im Cockpit von Beginn an gepusht wie verrückt, hatten am Freitag die cleverste Reifenwahl – und am Ende sind wir belohnt worden. Es ist mein dritter Sieg hier hintereinander, offenbar meint es die Rallye Mexiko gut mit mir. Und ich liebe es, hierher zu kommen. Das Streckenprofil liegt mir, die Landschaft ist faszinierend und die Fans machen die Rallye jedes Mal zu einer tollen Fiesta.“

    Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
    „Alles in allem lief das Wochenende natürlich nicht wie geplant. Ich hatte mir mehr von meiner Startposition erhofft und habe es auch nicht geschafft, einen Rhythmus über das Wochenende aufzubauen. Ich habe versucht, so gut es geht Druck auf Ogier auszuüben und musste dafür ans Limit gehen. Nachdem ich mir die Aufhängung beschädigt habe, war die Rallye gelaufen. Zum Glück habe ich jetzt Urlaub und Zeit den enttäuschenden Saisonauftakt abzuhaken. Ich muss meinen Rhythmus finden und dann in Argentinien wieder angreifen.“

    Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
    „Platz drei bei der Rallye Mexiko plus zwei Bonuspunkte in der Powerstage – das ist ein absolut großartiges Resultat für uns. Wir haben hier nicht besonders viel Erfahrung auf den Wertungsprüfungen und haben deshalb stets ein sicheres Tempo eingeschlagen. Unser Plan war, ohne Fehler durch jede Wertungsprüfung zu kommen. Den haben wir perfekt umgesetzt. Ich bin absolut zufrieden mit unserer Rallye. Und mit Platz zwei in der Meisterschaft sieht es jetzt auch nicht schlecht aus.“

    Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
    „Die Rallye Mexiko drei Mal in Folge zu gewinnen, ist eine großartige Leistung. Sébastien Ogier und Julien Ingrassia haben sich diesen Triumph mit einer herausragenden fahrerischen und navigatorischen Leistung mehr als verdient. Von der Reifenwahl bis zum perfekt kalkuliertem Risiko – es war eine fehlerfreie Rallye der beiden. Aber nicht nur sie haben ihren Super-Saisonstart fortgeschrieben, auch Andreas Mikkelsen und Ola Fløene. Sie haben eine taktische Meisterleistung abgeliefert und einen starken Eindruck hinterlassen. Man darf nicht vergessen, dass Andreas hier erst zum zweiten Mal angetreten ist und kaum Erfahrung mit den Wertungsprüfungen hat. Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila haben nach ihrem Ausrutscher gestern für das Team heute noch einmal das Beste herausgeholt und Punkte für die Hersteller-WM gesammelt. Alles in allem sind wir hochzufrieden mit dem Ausgang der Rallye Mexiko.“

    Und da war dann noch ...
    ... eine Grußbotschaft von Champion zu Champion.
    Nachdem Renaud Lavillenie seiner Sammlung von Titeln im Stabhochsprung am Wochenende mit 6,04 Metern jenen des Hallen-Europameisters hinzufügte, sendete Sébastien Ogier seinem französischen Landsmann seine Glückwünsche via Facebook. Während der Rallye Monte Carlo war Lavillenie Taxi-Gast an Bord des Polo R WRC von Ogier. Lavillenie ist Weltleichtathlet des Jahres und Olympia-Sieger.

    Und da war dann außerdem noch ...
    ... der internationale Frauentag am Rallye-Sonntag,
    den auch der Automobil-Weltverband FIA in León feierte. 2009 gründete die FIA die „Women in Motorsport Commission“, deren Präsidentin Michèle Mouton ist und die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen im Motorsport zu unterstützen. Beim feierlichen Foto waren auch drei Damen von Volkswagen dabei.


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