Pressemitteilung des Organisationskomitees der 2010 IIHF WM.

Hoher volkswirtschaftlicher Nutzen der 2010 IIHF WM
Großveranstaltung ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand

Neuss (pps) – Die 2010 IIHF WM ist nicht nur sportlich eines der wichtigsten Großereignisse des Jahres in Deutschland, sie ist auch wirtschaftlich ein bedeutender Faktor. Als volkswirtschaftlichen Nutzen prognostizieren die Organisatoren einen dreistelligen Millionenbetrag. Bei der WM 2001 ebenfalls in Deutschland hatte eine Studie der Universität Osnabrück die wirtschaftlichen Effekte mit rund 100 Millionen Euro beziffert.

Neun Jahre danach ist mit deutlich größeren wirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen. Während damals 240.000 Zuschauer erwartet wurden, kalkulieren die Veranstalter diesmal mit mindestens 400.000 Besuchern. Auch der Anteil ausländischer Gäste wird deutlich höher sein: 2001 wurde mit acht Prozent gerechnet, bei den Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre hat sich dieser Anteil auf 30 bis 40 Prozent eingependelt.

Die durchschnittlichen Ausgaben auswärtiger Besucher, die Prof. Bernd Meyer und Diplomvolkswirt Gerd Ahlert in ihrer Studie 2001 mit 500 Euro pro Person angenommen hatten, dürften sich nicht zuletzt durch die zahlreichen, finanziell gut ausgestatteten Fans aus Russland ebenfalls erhöhen. Sie waren vor neun Jahren noch kein relevanter Faktor, ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren aber stark gestiegen. Passt man die Parameter in der Berechnung entsprechend an, kommt man heute auf einen volkswirtschaftlichen Nutzen von rund 800 Millionen Euro.

„Die 2010 IIHF WM kommt übrigens nahezu ohne Belastung des Steuerzahlers aus, und dazu haben wir uns auch von Beginn an bekannt", verdeutlicht WM-Generalsekretär Franz Reindl nicht ohne Stolz, fügt aber auch hinzu: "Allerdings macht es schon nachdenklich, wenn man die Summen hört, mit denen Veranstaltungen vergleichbarer Größenordnungen, denen unsere WM in Bezug auf unmittelbare und langfristige volkswirtschaftliche Effekte sicher in nichts nachsteht, von der öffentlichen Hand gefördert werden."

Konkrete Zahlen liegen von der WM 2009 in der Schweiz vor. Eine Studie des Instituts für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern errechnete eine Bruttowertschöpfung von 76 Millionen Schweizer Franken (53 Millionen Euro). Der Gesamtumsatz in der Schweiz betrug demnach 175 Millionen Franken (122 Millionen Euro). Darin sind jedoch nur die kurzfristigen wirtschaftlichen Effekte enthalten. Mittel- und langfristige Auswirkungen etwa durch die TV-Übertragungen in über 100 Länder für rund 650 Millionen Menschen weltweit, Werbung für das Land und die Regionen sind nicht berücksichtigt.

Zudem lässt die WM in Köln, Mannheim und Gelsenkirchen vom 7. bis 23. Mai schon durch die Arena-Kapazitäten mehr Besucher erwarten als ihr Vorgänger in Bern und Zürich-Kloten. 301.000 Fans besuchten die 56 Spiele 2009 in der Schweiz. In der Veltins-Arena Auf Schalke werden zum Eröffnungsspiel allein rund 76.000 Zuschauer erwartet. Auch die Stadien in Köln (18.500) und Mannheim (13.500) sind größer als ihre Pendants in Bern und Kloten.

Kontakt:
2010 IIHF WM Organisationskomitee
Henner Ziegfeld
Tel. 089/818218
Mail: media@iihfworlds2010.com