• Dreifach-Führung für Ogier, Latvala und Mikkelsen bei der Rallye Deutschland
  • Immer Schnellste – Volkswagen Piloten feiern acht von acht Bestzeiten

    Wolfsburg, 21. August 2015 -
    Auf allen Wertungsprüfungen ungeschlagen – Volkswagen hat beim Heimspiel in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) einen perfekten Tag absolviert. Zum Auftakt der Rallye Deutschland gingen alle acht Bestzeiten und bis auf eine einzige alle Top-3-Platzierungen an Fahrer eines Polo R WRC. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (FRA/FRA), Jari-Matti Latvala (FIN/FIN) und Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (NOR/NOR) nehmen nach dem ersten Drittel des neunten Saisonlaufs damit eine deutliche Dreifach-Führung in die kommenden zwei Tage mit. Eintönig war das Geschehen auf den fordernden Weinberg-Prüfungen rund um Trier allerdings beileibe nicht: Ogier und Latvala duellierten sich über weite Strecken um Sekundenbruchteile um die Führung und waren zeitweise nur um eine Zehntelsekunde getrennt – die tatsächliche Dauer eines Wimpernschlags. Nach 136,30 von 374,43 Prüfungskilometern und einem Nachmittagssprint von Weltmeister Ogier trennen den WM-Ersten und -Zweiten lediglich 9,5 Sekunden. Andreas Mikkelsen folgt mit nur weiteren 25,4 Sekunden Rückstand, aber einem Polster von über einer halben Minute, auf den nächsten Verfolger auf Platz drei.

    Nach dem geglückten Auftakt stehen zwei weitere harte Rallye-Tage auf dem Programm: Am Samstag geht es fünfmal über die legendäre „Panzerplatte“ auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Damit stellen sich die Teilnehmer einem ganz anderen Charakter als noch am Freitag. Nach den Prüfungen in den Weinbergen folgen nun die Sonderprüfungen, die mit den berühmt-berüchtigten „Hinkelsteinen“ gesäumt sind – eigentlich dafür gedacht, Panzer aufzuhalten. Von Fahrern und Beifahrern ist beim Slalom durch diese unverrückbaren Hindernisse deshalb ein Null-Fehler-Job gefragt, um den Traum vom Podium aufrecht zu erhalten.


    Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
    „Ein wirklich guter Auftakt für Julien und mich in die Rallye Deutschland. Am Morgen war es an manchen Stellen noch rutschig, deshalb habe ich es lieber etwas vorsichtiger angehen lassen, als unnötig viel zu riskieren. Vor allem, weil wir auf der ‚Moselland‘-Prüfung vergangenes Jahr in den Weinberg gerutscht sind. Die Nachmittagsschleife ist dann perfekt für uns gelaufen, und wir haben ordentlich gepusht. Das Set-up des Polo war besser als am Vormittag. Aber Jari-Matti ist nicht weit weg, in jedem Fall müssen wir am Samstag auf der Panzerplatte genau da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“

    Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
    „Alles in allem sind wir mit dem Tag zufrieden. Allerdings war es sehr schwierig, das richtige Gefühl für das Anbremsen zu finden. Am Vormittag gelang mir das gut und dementsprechend schnell waren wir unterwegs. Am Nachmittag – mit der mehr und mehr verschmutzten Strecke – wollte ich nicht mehr volles Risiko gehen. Leider habe ich dabei etwas über neun Sekunden auf meinen Teamkollegen Sébastien Ogier verloren. Am Ende des Tages ist Platz zwei aber ein gutes Ergebnis und wir haben ja noch ein paar Wertungsprüfungen vor uns. Und wie schnell sich gerade hier die Dinge ändern können, haben wir die vergangenen Jahre erlebt. Jetzt freue ich mich vor allem auf die ‚Panzerplatte‘.“

    Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
    „Es war heute nicht leicht, sofort den Rhythmus auf Asphalt zu finden. Im Wettbewerb ist es ein halbes Jahr her, dass wir auf diesem Untergrund gefahren sind. Ich habe vor allem am Vormittag ein paar kleinere Fehler gemacht und sehr häufig viel zu früh gebremst. Ich konnte deshalb das Tempo meiner Teamkollegen Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala nicht mitgehen. Hut ab vor deren Leistung. Am Nachmittag sind wir besser in Schwung gekommen, hatten aber auch einen Mini-Schreckmoment, als ich auf der siebten WP leicht hinten rechts etwas touchiert habe. Wir waren danach etwas vorsichtiger unterwegs. Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Tag und freue mich schon auf die kommenden. Besonders die Prüfungen auf Baumholder morgen mag ich sehr.“

    Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
    „Wir hatten schon in den vergangenen Jahren vielversprechende Starts in die Rallye Deutschland – aber der Tag heute schlägt alle anderen bisher. Bis auf eine einzige alle Top-3-Zeiten zu holen und alle Prüfungen zu gewinnen ist fast unglaublich und zeigt, wie ernst wir es mit dem ‚Projekt Heimsieg‘ nehmen. Das Team hat nichts dem Zufall überlassen und arbeitet perfekt zusammen. Aber heute geht das größte Lob an unsere Fahrer und Beifahrer: Besser geht es nicht – und das gilt für Sébastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen sowie Julien Ingrassia, Miikka Anttila und Ola Fløene. Den ersten Schritt bei der Rallye Deutschland haben wir genommen. Wir wissen aber auch, dass noch zwei harte Tage vor uns liegen, an denen wir volle Konzentration wahren müssen – von den Fahrern bis zu den Mechanikern, von den Beifahrern bis zu den Ingenieuren. Wir werden also auf keinen Fall nachlassen.“


    Und da waren dann noch ...
    ... viel „Sisu“ und ein wenig Aberglaube.
    Denn eigentlich ist es seit dieser Saison ge(k)lebte Tradition, dass die drei Polo R WRC für jede Rallye eine neue Botschaft auf das Heck geschrieben bekommen. Doch nicht so bei Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila. Nach ihrem Sieg bei der Rallye Finnland beharrten Latvala, Anttila und Ingenieur Fabrice van Ertvelde darauf, das damals auf der Heckklappe prangende „#SiSU“ beizubehalten. Das finnische Wort, das am ehesten mit „Kraft“, „Ausdauer“, „Unnachgiebigkeit“ oder „Kampfgeist“ übersetzt werden kann, bleibt in Deutschland also auf dem World Rally Car mit der Startnummer 2 erhalten. Der teaminterne Widerstand, diesem Wunsch zu entsprechen hielt sich übrigens stark in Grenzen. Denn was beim ersten Heimspiel bereits funktionierte …


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