Montana/Bulgarien (24. August) - Mit sieben Athleten ist Deutschland bei der Europameisterschaft der Fallschirmspringer in den klassischen Disziplinen (Ziel- und Stilspringen) vertreten, die bis Ende dieser Woche in Montana/Bulgarien stattfindet. „Wir haben drei ziemlich heiße Eisen im Feuer“, meint Bundestrainer Torsten Kunke. Stefan Wiesner von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Altenstadt und Mitglied beim FSV Eilenburg möchte seinen Titel in der Kombinationswertung von vor zwei Jahren im russischen Cheboksary gerne verteidigen. Zudem ist der 33-Jährige immerhin amtierender Weltmeister im Zielspringen. Gute Medaillenchancen rechnet Kunert auch seinem Schützling Elischa Weber (Sportfördergruppe/FSZ Saar) aus, vor allem im Stilspringen. In dieser Disziplin ist der 26-Jährige aktueller Militärweltmeister. „Der Titel wäre eine Überraschung, er hat aber das Zeug dazu“, urteilt der Bundestrainer. Dritter im Bunde der größten deutschen Hoffnungsträger ist „Altmeister“ Marco Pflüger (46/FSV Eilenburg). „Er ist ‘ne kleine Wundertüte und trotz seines fortgeschrittenen Alters noch immer für eine Medaille gut“, so Kunke. Mit dem 22-fachen Weltmeister ist nach wie vor zu rechnen: Das belegt allein der Fakt, dass Pflüger amtierender Vizeweltmeister im Stilspringen ist.

Mit einer Medaille liebäugelt das deutsche Team auch wieder in der Mannschaftskombinationswertung. Vor zwei Jahren in Cheboksary gab es Bronze. Fünf Springer bilden eine Mannschaft, zu der in Montana noch Wolfgang Lehner (28/Altenstadt) und Jan Herre (33/Eilenburg) gehören. Im Einzel ohne Medaillenaussichten, sind sie aber für eine Platzierung unter den Top 20 gut und damit mit Chancen auf eine Teammedaille. „Unsere drei Asse müssen stechen“, verweist Bundestrainer Kunke aber auf die Grundvoraussetzung.

In Bulgarien am Start ist bei den Junioren mit Christoph Zahler „ein talentierter Bursche“, wie Coach Kunke einschätzt. Für den 24-jährigen Sportsoldaten aus Altenstadt ist es der erste große internationale Auftritt. Seine bisherigen Leistungen haben gezeigt, dass er sowohl im Ziel- als auch im Stilspringen ausgeglichen ist. „In den Medaillenbereich wird er aber wohl noch nicht eingreifen können, das würde mich überraschen“, so Kunke.

Einzige Frau in der deutschen Riege ist Fabienne Fulland (29/Altenstadt). Sie hat zwar schon einige internationale Militärwettkämpfe bestritten, im zivilen Sektor ist es aber ihre erste Meisterschaft. Bei der EM geht sie nur im Zielspringen an den Start. Ihr Ziel ist eine gute Platzierung, eine Medaille dürfte außer Reichweite liegen.

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