Dolderer: "Extra Schub für das Rennen"

Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft geht mit der sechsten von insgesamt acht Stationen in Spielberg/Österreich am 5./6. September in die entscheidende Phase. Der deutsche Pilot Matthias Dolderer bezeichnet den Stopp in den Alpen als „Heimrennen“ und erhofft sich durch die Unterstützung seiner Familie, vielen Freunde und Fans „einen extra Schub für das Rennen“. Unterdessen spürt der WM-Führende Paul Bonhomme (Großbritannien) den Atem des Australiers Matt Hall und des Österreichers Hannes Arch im Nacken. Beide werden alles daran setzen, das Rennen auf dem Red Bull Ring in Spielberg zu gewinnen und damit ihre Chancen auf den WM-Titel zu wahren.


SPIELBERG, Österreich, 3. September – Mit zwölf Zählern rangiert der deutsche Pilot Matthias Dolderer derzeit auf Rang sieben im Gesamtranking der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015. Das Spitzentrio um Bonhomme, Hall und Arch hat sich zwar schon ein wenig abgesetzt, der Tscheche Martin Sonka auf Rang vier liegt aber nur sechs Punkte vor dem 44-jährigen Tannheimer. „Meine gesamte Familie und viele Freunde werden vor Ort sein. Sie werden alle gemeinsam mit weiteren deutschen Fans auf der Tribüne sitzen und mir von dort aus die Daumen drücken. Das gibt mir noch einen extra Schub für das Rennen“, so Dolderer, der in dieser Saison bereits einmal auf das Podium fliegen konnte (Chiba/Japan, Platz drei). „Ich freue mich sehr auf Spielberg, weil dort mein Heimrennen stattfindet. Spielberg ist eine einzigartige Location. Sie ist in die Berge eingebettet, Start und Landung befinden sich auf der Rennstrecke. Das mag ich besonders gerne, weil man dadurch die Nähe zu den Fans besser spürt.“

In den drei Wochen seit dem letzten Rennen in Ascot, als Dolderer dem Japaner Yoshihide Muroya in der Round of 14 unterlag, hat das Team „Matthias Dolderer Racing“ viel ausprobiert: „Die Pause haben wir genutzt, um einige Tests durchzuführen. Jetzt kann ich es kaum noch abwarten, bis ich endlich wieder in meiner MD21 sitze und hoffentlich eine schnelle Zeit in Spielberg hinlege.“ Durch die Lage in den Bergen birgt der Kurs einige Tücken, doch Dolderer, der die Präzision eines Fluges beim Red Bull Air Race passend mit dem Einparken eines Autos in eine Garage bei Tempo 400 vergleicht, „mag die Höhenunterschiede vom Rennkurs“. Seine Familie und Freunde haben am Samstag sogar die Möglichkeit, ihn kurz im Hangar zu besuchen. „Auf diesen ‚Dolderer Fan Hangar Walk‘ freue ich mich besonders.“

Dreikampf zwischen Bonhomme, Hall und Arch geht in die entscheidende Phase

Der WM-Führende Paul Bonhomme strebt in Österreich indes nach Wiedergutmachung: Vor einem Jahr verpasste der Brite in der Heimat von Arch den Sprung in das Final 4, wurde nur Fünfter. Bonhomme rutschte dadurch im WM-Ranking hinter seinen Landsmann Nigel Lamb und Arch auf Rang drei ab. Der Traum vom dritten WM-Titel in Folge zerplatzte. Der Österreicher Hannes Arch, 2008 Weltmeister und in dieser Saison bereits zweimal siegreich, weiß, dass er mit einem Sieg und damit zwölf WM-Punkten weiter im Rennen im Kampf um den WM-Titel bleibt.

Derzeit führt Bonhomme das WM-Ranking bei noch drei ausstehenden Rennen mit 46 Punkten an. Rang zwei belegt der Australier Matt Hall mit 38 Punkten vor Arch mit 30 Zählern. Der immer angriffslustige Martin Sonka aus der Tschechischen Republik rangiert zurzeit auf Rang vier (18 Punkte), Fünfter ist Nigel Lamb (17).

„Ich freue mich auf das Rennen in Spielberg. Mit einem Sieg im Rücken geht man immer entspannter in das nächste Rennen”, sagt Bonhomme, mit 18 Siegen in seiner Laufbahn der erfolgreichste Pilot aller Zeiten. In Ascot musste Bonhomme zunächst zittern, traf er in der ersten K.o.-Runde, der Round of 14, auf Arch, der im Qualifying aufgrund technischer Probleme nur Letzter geworden war. Im Duell Mann gegen Mann trumpfte Arch dann auf, flog mit neuem Streckenrekord auch Bonhomme davon, der als „Fastest Loser“ aber noch den Sprung in die Round of 8 perfekt machte, wo es zum erneuten Duell der beiden kam. Letzterer war zuerst an der Reihe, flog eine gute Zeit. Als nächster war Arch gefordert, doch dessen Motor streikte, sprang nicht an. Für Bonhomme der Freifahrtschein Richtung Final 4, das er am Ende auch gewann.

„Es ist frustrierend, nicht starten zu können“, so Arch, der in diesem Jahr die Rennen in Rovinj und Budapest gewinnen konnte. „Aber das spornt mich an, macht mich hungrig auf den nächsten Sieg – und es ist gut, beim Heimrennen hungrig zu sein.“

Die insgesamt 14 Piloten aus 11 Nationen navigieren beim Red Bull Air Race, der offiziellen Weltmeisterschaft der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden bzw. Wasser durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht, und erreichen dabei Fliehkräfte von bis zu 10G.

Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 wird am 5./6. September in Spielberg/Österreich fortgesetzt. Dolderer: „Ich freue mich auf Spielberg. Es ist eine sensationelle Location und die Familie und viele Freunde werden kommen.“
WM-Ranking
1. Paul Bonhomme (GBR) 46 Punkte, 2. Matt Hall (AUS) 38, 3. Hannes Arch (AUT) 30, 4. Martin Sonka (CZE) 18, 5. Nigel Lamb (GBR) 17, 6. Pete McLeod (CAN) 14, 7. Matthias Dolderer (GER) 12, 8. Yoshihide Muroya (JPN) 11, 9. Nicolas Ivanoff (FRA) 11, 10. Michael Goulian (USA) 8, 11. Peter Besenyei (HUN) 8, 12. Kirby Chambliss (USA) 2, 13. Juan Velarde (ESP), 14. Francois Le Vot (FRA)

Der Rennkalender 2015
1. Abu Dhabi, UAE (13./14. Februar)
2. Chiba, Japan (16./17. Mai)
3. Rovinj, Kroatien (30. /31. Mai)
4. Budapest, Ungarn (4./5. Juli)
5. Ascot, Großbritannien (15./16. August)
6. Spielberg, Österreich (5./6. September)
7. Fort Worth, Texas, USA (26./27. September)
8. Las Vegas, Nevada, USA (17./18. Oktober)


Weitere Informationen und Downloads sind zu finden unter www.redbullairracenewsroom.com oder einfach unter www.redbullairrace.com


DIE RED BULL AIR RACE WELTMEISTERSCHAFT

Gegründet 2003 und seit 2005 die offizielle Weltmeisterschaft des Air Racing, wird das Red Bull Air Race weltweit von Millionen Fans verfolgt. In der schnellsten Motorsportserie der Welt treffen die 14 weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden aufeinander. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 neu im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Klasse der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft aufzusteigen.


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