• Latvala/Anttila führen zehnten Saisonlauf der Rallye-WM mit knappem Vorsprung an
  • Platz drei und vier: Ogier/Ingrassia und Mikkelsen/Fløene nach Tag eins auf Podiumskurs
  • Herkulesaufgabe gemeistert: WM-Ersten, -Zweiten und -Dritten trotzen Bedingungen

    Wolfsburg, 11. September 2015 -
    Auf den letzten Metern des Tages die knappe Führung übernommen: Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) liegen nach dem ersten von drei Tagen bei der Rallye Australien an der Spitze. Sie meisterten – wie ihre Volkswagen Teamkollegen Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (FRA/FRA) als Dritte und Andreas Mikkelsen/Ola Fløene (NOR/NOR) als Vierte – damit eine wahre Herkulesaufgabe erfolgreich. Als Führende in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) hatten die drei Duos mit ihren Polo R WRC die Ehre, die Route zu eröffnen. Eine Aufgabe mit Fluch und Segen zugleich: Über weite Strecken des Eröffnungstages mit 125,12 Prüfungskilometern fegten sie die Schotterpisten für ihre nachfolgenden Konkurrenten vom losen Schotter frei und machten sie damit schneller für ihre Gegner. Sie profitierten allerdings auf der abschließenden Sonderprüfung des Tages auch vom aufgewirbelten Staub, der einigen Nachfolgenden die Sicht erschwerte. Latvala/Anttila nehmen eine knappe Führung von zwei Sekunden auf Kris Meeke/Paul Nagle (GB/IRL, Citroën) mit in den Rallye-Samstag und weitere 2,6 auf ihre Volkswagen Teamkollegen Ogier/Ingrassia. Mikkelsen/Fløene folgen mit einem Rückstand von lediglich 12,9 Sekunden auf die Spitze.

    Die Rallye Australien entwickelte sich am ersten Tag zu einem wahren Krimi. Sowohl Hyundai
    als auch Citroën und Volkswagen stellten die zwischenzeitlichen Führenden. Nach dem ersten
    Drittel befinden sich die drei Marken innerhalb von nur 15,9 Sekunden auf den ersten fünf
    Plätzen in einem engen Schlagabtausch.

    Der kommende Rallye-Samstag bietet den Teilnehmern echte Herausforderungen: Die für
    Australien ikonische Prüfung „Nambucca“ – mit 50,80 Kilometern längste der Rallye – steht
    zweimal auf dem Programm. Der zweite Durchgang von „Valla“ wird zudem in absoluter Dunkelheit ausgetragen.

    Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1
    „Wir können mit dem ersten Tag in Down Under extrem zufrieden sein. Julien und ich haben
    alles gegeben, wir sind absolut am Limit gefahren. Die Strecken hier in Australien sind
    unglaublich schön, aber gleichzeitig extrem schwierig. Es liegt viel loser Schotter auf den
    Prüfungen, wodurch es für die zuerst startenden Autos sehr rutschig ist. Wir sind dadurch
    häufig so dicht am Limit gewesen, dass es auch mal knapp war zwischendurch. Trotzdem bin
    ich am Ende des ersten Tages wirklich glücklich mit unserer Platzierung. Mein Ziel hier ist
    immer noch der Sieg. Das wird nicht einfach, aber eine Chance haben wir immer. Morgen
    erwartet uns mit der 50 Kilometer langen ‚Nambucca‘-Prüfung erneut eine sehr harte
    Aufgabe – gleichzeitig aber auch die spektakulärste.“

    Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
    „Ein guter erster Rallye-Tag! Am Vormittag ging es vor allem darum, den Reifenverschleiß in
    Grenzen zu halten. Das Grip-Niveau war überraschend hoch, obwohl es durch den Staub auf
    der Oberfläche erst einmal rutschig war. Und somit auch der Abrieb mit den weichen Reifen.
    Noch dazu mussten die ersten Fahrzeuge die Strecke freifegen und das wirkte sich negativ
    auf die Zeiten aus. Über den Nachmittag habe ich den Rückstand wieder wettmachen können.
    Die Ausgangsposition ist natürlich gut, aber es warten noch einige Herausforderungen auf
    uns. Mit zweimal ‚Nambucca‘ stehen uns morgen die längsten Wertungsprüfungen der Rallye
    noch bevor.“

    Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
    „Wir haben heute alles gegeben, um in Schlagdistanz zur Spitze zu bleiben. Die Route
    gemeinsam mit meinen Teamkollegen zu eröffnen, gehörte auf den ersten drei Prüfungen
    heute zu den schwersten Aufgaben des Jahres. Leider habe ich mir schon auf dem ersten
    Kilometer am Morgen selbst ein Bein gestellt. Auf dem kurzen Asphalt-Stück habe ich meine
    Reifen etwas zu sehr rangenommen und musste den Rest der Vormittagsschleife deshalb
    etwas vorsichtiger fahren, als mir lieb war. Am Nachmittag haben wir ebenfalls alles gegeben,
    um vorn dabei zu bleiben, doch das Grip-Niveau wechselte permanent und war schwer
    einzuschätzen. Auf der letzten Prüfung haben wir durch sehr seltsames Handling viel Zeit
    verloren und werden im Abendservice überprüfen, was genau das Problem war. Nicht
    optimal, aber wir werden morgen wieder attackieren.“

    Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor
    „Hut ab vor unseren Fahrern. Sie haben heute alle drei herausragende Arbeit geleistet. Die
    Strecke hier speziell auf den ersten drei Wertungsprüfungen zu eröffnen, war keine leichte
    Sache. Auf dem losen Schotter war es schwierig, Top-Zeiten zu fahren und obendrein haben
    sie auch noch die Straßenkehrer für die nachfolgende Konkurrenz gespielt. Diese Ehre kommt
    den WM-Führenden nun einmal zu und wir gehen diese Herausforderung gern an. Die letzten
    Kilometer des Tages kam uns diese Rolle sogar entgegen, weil immer mehr hängende
    Staubwolken die Sicht für die Nachfolgenden etwas behinderten. Alles in allem sind wir sehr
    zufrieden mit dem Zwischenstand. Unser Ziel, alle drei WM-Titel schon hier in Australien
    dingfest zu machen, ist derzeit in Reichweite. Aber es ist auch nur das: ein Zwischenstand.
    Wir müssen weiter als gesamtes Team akribisch arbeiten, um das Ziel zu erreichen. Wir
    freuen uns darauf.“

    Und da waren dann noch ...
    ... die (nicht gerade) üblichen Verdächtigen.
    Denn am Donnerstagabend, unmittelbar nach
    dem zeremoniellen Start in Downtown Coffs Harbour und auf dem Weg zurück in den
    Servicepark, musste Andreas Mikkelsen mit seinem Polo R WRC einen unverhofften Stopp
    einlegen. Die örtliche Polizei hatte den WM-Dritten angehalten – zwecks Alkoholkontrolle.
    Mikkelsen passierte den Test ohne weitere Beanstandung. „Ich bin geradeso unterhalb des
    erlaubten Werts geblieben“, so der Norweger augenzwinkernd. Der liegt in Australien bei 0,01
    Promille.


    Texte, Fotos und Videos zum Download: www.volkswagen-motorsport.com

    Kontakt für Journalisten:
    Andre Dietzel, Mobil +49 175 7234689, andre.dietzel@volkswagen-motorsport.com
    Ingo Roersch, Mobil +49 172 1499157, ingo.roersch@volkswagen-motorsport.com
    Helge Gerdes, Mobil +49 175 5223111

    Volkswagen Motorsport Kommunikation
    Ikarusallee 7a
    D-30179 Hannover
    Deutschland
    Telefon +49 511 67494-888
    Telefax +49 511 67494-753
    media@volkswagen-motorsport.com
    www.volkswagen-motorsport.com