• Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft geht mit den letzten beiden Stopps in den USA in ihre entscheidende Phase. Der Australier Matt Hall ist zuversichtlich, dass er den Briten Paul Bonhomme im Kampf um die WM-Krone schlagen kann. Auch der Deutsche Matthias Dolderer will 'auf dem Highspeed-Track ein gutes Ergebnis erreichen'.

    Fort Worth, 23. September 2015 (pps)
    - Nach Rang sechs beim letzten Rennen in Spielberg/Österreich will Matthias Dolderer aus Tannheim bei der siebten von insgesamt acht Stationen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 in Fort Worth (USA) wieder voll angreifen. "Ich freue mich sehr auf das Rennen in Dallas. Ich mag Texas. Wir haben zwar nicht das schnellste Flugzeug, dennoch reise ich gut gelaunt an und bin voll motiviert. Ich fühle mich selbstsicher und bin optimistisch, dass ich ein gutes Ergebnis erreichen kann."

    Der Track auf dem Texas Motor Speedway ist als Highspeed-Strecke bekannt. "Das Besondere am Racetrack in Dallas ist, dass wir im Stadion fliegen. Das ist einzigartig - ebenso wie die Atmosphäre. Ich bin ein großer Fan der USA und der Menschen hier. Sie feiern Sportevents immer in vollen Zügen. Das bereitet uns Sportlern große Freude und motiviert uns zusätzlich." Der 45-jährige Tannheimer belegt derzeit Rang sieben im WM-Gesamtklassement, hat aber noch die Möglichkeit, sich weiter nach vorne zu arbeiten. "Mein Ziel für Dallas ist, zu gewinnen und die maximale Punktzahl einzuholen. Ich versuche, mich auf mich selbst zu konzentrieren und zu fokussieren. Dabei werde ich mein Bestes geben und das Maximale herausholen." Im vergangenen Jahr flog Dolderer in Dallas auf Platz vier.

    Heiß her geht es an der Spitze des WM-Klassements: Mit seinem beeindruckenden ersten Sieg in seiner Laufbahn beim letzten Rennen in Österreich hat Matt Hall die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft wieder spannend gemacht. Der frühere australische Air Force Pilot kann auf dem Texas Motor Speedway den Druck auf WM-Spitzenreiter Paul Bonhomme weiter erhöhen. In Spielberg vor zwei Wochen hatte Hall den zweimaligen Weltmeister mit einem Bruchteil einer Sekunde bezwungen.

    Mit Sieg-Ambitionen geht auch der US-Amerikaner Kirby Chambliss ins Rennen. Der frühere Weltmeister aus Texas schaffte in Österreich seit dem Rennen 2010 in New York erstmals wieder den Sprung auf das Podium und will bei seinem Heimrennen nun ganz nach oben. Auch sein Landsmann Michael Goulian aus Massachusetts ist froh, dass die schnellste Motorsportserie der Welt mit den beiden letzten Stationen der Saison in die USA zurückkehrt.

    Hall, mit drei zweiten Plätzen und keiner schlechteren Platzierung als Rang fünf der konstanteste Pilot in dieser Saison, weiß, wie es sich anfühlt, Bonhomme zu schlagen. Im österreichischen Spielberg war er gerade einmal 0,057 Sekunden schneller als der Brite. Dieser Sieg brachte dem Australier zwölf WM-Punkte ein, mit denen er den Abstand auf Bonhomme im WM-Gesamtranking auf fünf Zähler verkürzen konnte. Ein packendes Saisonfinale in den USA zwischen Bonhomme (55 Punkte) und Hall (50) ist damit vorprogrammiert.

    Hall, der auch Kampfeinsätze im Irak geflogen ist, fühlt sich bei hohen Temperaturen wohl - Stopps wie der in Fort Worth kommen ihm demnach entgegen. Nach drei Podiumsplätzen in der ersten Saisonhälfte änderte er seine Taktik, begann aggressiver zu fliegen, um endlich seinen ersten Sieg perfekt zu machen. Mit Erfolg - flog er in den letzten beiden Rennen von maximal möglichen 24 WM-Punkten doch bärenstarke 21 Zähler ein.

    "Zu Saisonbeginn war meine Taktik darauf ausgelegt, auf das Podium zu fliegen. Vor den zurückliegenden zwei Stopps habe ich mich dann aber dazu entschieden, alles zu geben", sagt Hall, der nun den WM-Titel zu seinem neuen Ziel erklärt hat. "Ich habe die Chance, Weltmeister zu werden. Deshalb werde ich auch mehr Risiko eingehen. Ich will nicht Zweiter werden mit einem konservativen Flugstil, sondern Erster mit einem aggressiven."

    Trotz der WM-Führung und insgesamt drei Saisonsiegen ist Bonhomme mit der Saison, die am 17./18. Oktober mit dem Finale in Las Vegas zu Ende geht, nicht zufrieden. Immer wieder musste der Brite kleinere Rückschläge einstecken - so zuletzt bei der knappsten Entscheidung in der Geschichte des Red Bull Air Race in Spielberg.

    Beim Red Bull Air Race, der offiziellen Weltmeisterschaft der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), navigieren die weltbesten Piloten ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden bzw. Wasser durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht, und erreichen dabei Fliehkräfte von bis zu 10G.

    WM-Ranking:

    1. Bonhomme (55 Punkte), 2. Hall (50), 3. Arch (30), 4. Sonka (23), 5. McLeod (18), 6. Lamb (17), 7. Dolderer (15), 8. Muroya (11), 9. Ivanoff (11), 10. Goulian (10), 11. Chambliss (9), 12. Besenyei (8), 13. Velarde, 14. Le Vot

    Weitere Informationen und Downloads sind zu finden unter www.redbullairracenewsroom.com oder einfach unter www.redbullairrace.com.

    Der Rennkalender 2015:

    1. Abu Dhabi, UAE (13./14. Februar)
    2. Chiba, Japan (16./17. Mai)
    3. Rovinj, Kroatien (30. /31. Mai)
    4. Budapest, Ungarn (4./5. Juli)
    5. Ascot, Großbritannien (15./16. August)
    6. Spielberg, Österreich (5./6. September)
    7. Fort Worth, Texas, USA (26./27. September)
    8. Las Vegas, Nevada, USA (17./18. Oktober)


    DIE RED BULL AIR RACE WELTMEISTERSCHAFT

    Gegründet 2003 und seit 2005 die offizielle Weltmeisterschaft des Air Racing, wird das Red Bull Air Race weltweit von Millionen Fans verfolgt. In der schnellsten Motorsportserie der Welt treffen die 14 weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden aufeinander. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 neu im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Klasse der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft aufzusteigen.

    Pressekontakt:

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    Tel.: +49 212 / 645 790-01,
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