2010 IIHF WM
Dennis Endras - Vizemeister mit viel Selbstbewusstsein

Gelsenkirchen (pps) Er kam als einer der letzten zum deutschen WM-Team und brachte eine große Portion Selbstbewusstsein mit. Dennis Endras war beim sensationellen Siegeszug der Augsburger Panther in den Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bis ins Finale einer der Erfolggaranten. "Es war ein Superjahr. Das hat sicher gut getan", sagt der Torhüter, der die Schwaben mit grandiosen Leistungen zum Vizemeister machte.

Seine herausragenden Vorstellungen vor allem in den Play-offs belohnte Bundestrainer Uwe Krupp mit der WM-Nominierung. "Ihn zeichnet momentan sein Selbstbewusstsein aus. Er hat eine Riesen-Play-off-Runde gespielt", lobt Krupp: "Er ist einer der Gründe dafür, dass Augsburg ins Finale gekommen ist."

Bei der 2010 IIHF WM kämpft der 24-Jährige, der bei der WM vor einem Jahr in der Schweiz ebenso wie bei den Olympischen Spielen im Februar in Vancouver dritter Torhüter im DEB-Team war, mit Dimitrij Kotschnew um die Nummer eins im deutschen Tor. "Ich würd's mir natürlich wünschen", sagt er, "aber andere wünschen es sich auch."

Dass Endras als Torhüter im Eishockey Erfolge feiert, war nicht unbedingt absehbar. Denn lange konnte er sich nicht entscheiden, ob er lieber dem Fußball nachjagt oder Pucks fängt. Bei der DJK Seifriedsberg kickte er bis in die D-Jugend - als Torjäger. Parallel dazu stand er im Eishockey-Tor. Als sich beides nicht mehr vereinbaren ließ, entschied er sich für den Puck.

Allerdings war es nicht wirklich Liebe auf den ersten Blick. Als sein zwei Jahre älterer Bruder Patrick im Eishockey-Nachwuchs des ERC Sonthofen anfing, wollte Dennis nicht mitgehen. Es war ihm einfach zu kalt. Die Mutter musste ihn mit Keksen locken, erst dann ging auch er aufs Eis.

Heute will er am liebsten gar nicht mehr runter. Weil er in den Play-offs überragend hielt, verlängerte sich die Saison der Augsburger Panther von Woche zu Woche. DEL-Rekordmeister Adler Mannheim biss sich ebenso die Zähne am Nationaltorwart aus wie Titelverteidiger Eisbären Berlin.

Und obwohl er mit seinem Team im Finale gegen die Hannover Scorpions schon nach drei Spielen verlor, geht die Saison noch immer weiter - mit der WM im eigenen Land. "Wie im Handball ist es eine Riesenchance für das deutsche Eishockey, wenn wir uns gut verkaufen und mitspielen können", sagt Endras: "Da bringt man den einen oder anderen auch wieder zum Eishockey und vielleicht auch dazu, selbst Eishockey zu spielen."

Vor allem das Weltrekordspiel am Freitag gegen die USA sieht er als einmalige Gelegenheit. "Da schaut die ganze Welt drauf", sagt Endras, "wir sind alle ganz heiß auf das Spiel. Jeder will natürlich seine beste Leistung abliefern, damit wir die Euphorie dann mitnehmen können für die ganze Vorrunde."

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