Showdown im Kampf um den WM-Titel zwischen Bonhomme und Hall

Las Vegas, 15. Oktober 2015
- Die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft geht mit der finalen Station in Las Vegas am 17./18. Oktober in die entscheidende Phase: Der Brite Paul Bonhomme hat seinen dritten WM-Titel im Visier, sein Herausforderer Matt Hall aus Australien sitzt ihm im Nacken und hat erstmals die Chance, im Gesamtranking ganz oben auf dem Podium zu stehen. Ohne Druck geht der Deutsche Matthias Dolderer an den Start, der aber "hoch motiviert angreifen und gewinnen" will.

Showdown in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft am 17./18. Oktober in Las Vegas. Die Protagonisten: WM-Spitzenreiter Paul Bonhomme aus Großbritannien und sein Verfolger, der Australier Matt Hall. Derzeit Siebter im WM-Ranking ist der Deutsche Matthias Dolderer: "Ich freue mich sehr auf das Rennen in Las Vegas. Ich reise mit einem guten Gefühl an und bin sehr optimistisch, dass wir wieder ein gutes Ergebnis erzielen werden. Die Strategie für Las Vegas lautet: Anknüpfen an das, was wir in Dallas erreicht haben und wieder voll motiviert angreifen."

Beim vorletzten Rennen des Jahres vor drei Wochen in Fort Worth/Dallas ließ der 45-jährige Tannheimer aufhorchen, gewann das Qualifying, und musste sich später nur dem aktuellen WM-Zweiten Hall in der Round of 8 mit gerade einmal 0,360 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Ohnehin hat Dolderer an Las Vegas gute Erinnerungen, belegte er dort im vergangenen Jahr doch Rang drei. "Wir haben nichts zu verlieren, können komplett ohne Druck an den Start gehen. Absolutes Ziel ist, das Rennen in Vegas zu gewinnen. In der Zockerstadt werde ich alles auf eine Karte setzen", so Dolderer.

Der WM-Siebte aus dem vergangenen Jahr besitzt sogar noch theoretische Chancen, in der WM-Gesamtwertung auf Platz drei vorzurücken. "Greifbarer" ist allerdings Platz fünf: Den nimmt derzeit der Brite Nigel Lamb mit nur einem Zähler Vorsprung vor Dolderer ein. "Die Atmosphäre wird wieder großartig sein, ich bin ein großer Fan von Vegas. Es ist eine absolut coole Stadt, sehr speziell mit viel Aktion! Zudem haben sich viele interessante Leute angekündigt, worauf ich mich sehr freue."

Der Vorsprung von Spitzenreiter Bonhomme (67 Punkte) auf Hall (59) beträgt nach sieben absolvierten Rennen in dieser Saison acht Punkte; der Sieger eines Rennens erhält zwölf Punkte. Ein vermeintlich gutes Polster für den in dieser Saison mit Konstanz überzeugenden Briten, der das Rennen in Las Vegas, unbeeindruckt vom Druck, der auf ihm lastet, selbstbewusst in Angriff nimmt.

"Ein Acht-Punkte-Polster ist gar nichts - das kann schnell weg sein", erklärte Bonhomme nach seinem Sieg beim letzten Rennen im texanischen Fort Worth. Es war sein vierter Sieg im siebten Rennen dieser Saison. Für Bonhomme ist es bereits das sechste Mal, dass er bei der finalen Station des Jahres noch im Kampf um die WM-Krone mitmischt. Aber nur zwei Mal stand er am Ende dann auch ganz oben auf dem Podium. 2007 schnappte ihm Mike Mangold (USA) im letzten Rennen den Titel vor der Nase weg, 2008 war es der Österreicher Hannes Arch. Auch 2014 hatte Bonhomme die Chance, den Titel zu gewinnen, wurde am Ende aber nur Dritter hinter Nigel Lamb (Großbritannien) und Arch.

Trotz seiner Dominanz in dieser Saison konnte Bonhomme seinen Verfolger Hall, der insgesamt vier Mal auf Rang zwei flog, im Gesamtranking nie richtig abschütteln. Bei den sieben Rennen stand Hall sechs Mal auf dem Podium, seine schlechteste Platzierung war Rang fünf. Bonhomme indes musste in Rovinj mit Rang acht vorliebnehmen, nachdem er in der Round of 8 aufgrund zu hoher Fliehkräfte ausgeschieden war. Auch auf das Rennen im vergangenen Jahr in Las Vegas blickt Bonhomme nur ungern zurück, wurde er dort nur Siebter, nachdem heftige Winde zu einem Rennabbruch führten und die Ergebnisse des Qualifyings für das finale Ergebnis gewertet wurden.

Hall erklärt, dass er in Fort Worth auch um den Sieg hätte mitfliegen können, aber er wollte nicht zu viel Risiko eingehen, um seine Chance auf den WM-Titel zu wahren. Hall kann in Las Vegas Red Bull Air Race Weltmeister werden, wenn er gewinnt (12 Punkte) und Bonhomme nicht über Rang sechs (3 Punkte) hinauskommt. Auch ein zweiter Platz würde Hall reichen, wenn Bonhomme nicht über Rang neun (0 Punkte) hinauskommt. "Er muss schon einen Fehler machen, damit ich noch gewinnen kann", sagt Hall, der in Las Vegas deutlich aggressiver fliegen will als noch in Fort Worth. "Wir sind in diesem Jahr sehr konstant geflogen. Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren, sodass ich auch mehr Risiko eingehen kann."

Hochspannung ist auch im Kampf um Platz drei im WM-Gesamtranking angesagt: Fünf Piloten haben beim Finale in Las Vegas noch die Chance, im Gesamtklassement auf das Podium zu fliegen, trennen sie doch nur elf Zähler: Arch, Martin Sonka (CZE), Nigel Lamb (GBR), Pete McLeod (CAN) und eben Matthias Dolderer (GER).

Beim Red Bull Air Race, der offiziellen Weltmeisterschaft der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), navigieren die weltbesten Piloten ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden bzw. Wasser durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht, und erreichen dabei Fliehkräfte von bis zu 10G.

WM-Ranking: 1. Paul Bonhomme (GBR) 67 Punkte, 2. Matt Hall (AUS) 59, 3. Hannes Arch (AUT) 30, 4. Martin Sonka (CZE) 28, 5. Nigel Lamb (GBR) 20, 6. Pete McLeod (CAN) 19, 7. Matthias Dolderer (GER) 19, 8. Yoshihide Muroya (JPN) 18, 9. Nicolas Ivanoff (FRA) 13, 10. Michael Goulian (USA) 10, 11. Kirby Chamblis (USA) 9, 12. Peter Besenyei (HUN) 8, Juan Velarde (ESP) 0, Francois Le Vot (FRA) 0.


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DIE RED BULL AIR RACE WELTMEISTERSCHAFT
Gegründet 2003 und seit 2005 die offizielle Weltmeisterschaft des Air Racing, wird das Red Bull Air Race weltweit von Millionen Fans verfolgt. In der schnellsten Motorsportserie der Welt treffen die 14 weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden aufeinander. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 neu im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Klasse der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft aufzusteigen.

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