• Siegeshunger XXL: Ogier, Latvala und Mikkelsen wollen 13. Triumph des Polo R WRC
  • Von Portugal 2015 bis Mexiko 2016 ungeschlagen, nur Argentinien fehlt in der Tournee
  • Lange Pause für die Fahrer: Ski fahren, Wohnungsrenovierung, Familienzuwachs & Co.

    Wolfsburg, 15. April (pps) -
    Von Portugal bis Mexiko, und jetzt hoffentlich Argentinien: Volkswagen startet mit extragroßer Motivation in den vierten Saisonlauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Bei der Rallye Argentinien kehrt das Weltmeister-Team an jenen Ort zurück, an dem es vor exakt einem Jahr zum letzten Mal keinen Sieges-Champagner versprüht hat. Denn zwischen Argentinien 2015 und Argentinien 2016 legten Sébastien Ogier (FRA), Jari-Matti Latvala (FIN) und Andreas Mikkelsen (NOR) zuletzt eine historische Siegesserie von zwölf Erfolgen hin. Gemeinsam mit ihren Beifahrern Julien Ingrassia (FRA), Miikka Anttila (FIN) und Anders Jæger (NOR) möchten sie diese Erfolgsgeschichte nun weiter fortschreiben und damit ein ganzes Jahr sowie einmal rund um den Globus ungeschlagen bleiben. Die Duos in den drei Polo R WRC stehen allerdings vor einer großen Herausforderung: Auf den 18 Wertungsprüfungen summiert sich die Distanz im Kampf gegen die Uhr auf 364,68 Prüfungskilometer – und keine einzige Wertungsprüfung bleibt im Vergleich zu 2015 unverändert.

    „Keine Frage – wenn man eine solche Serie geschafft hat und die Chance bekommt, das Tüpfelchen auf das i zu setzen, dann ist die Motivation besonders hoch“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. „Einmal rund um den Erdball in Serie gewonnen zu haben – das hat noch kein Hersteller in der Rallye-WM zuvor erreicht. Doch wir gehen die Aufgabe äußerst besonnen und akribisch an, wie bei jedem anderen WM-Lauf auch. Denn wir wissen: In Argentinien waren wir das letzte Mal nicht erfolgreich und müssen uns steigern. Ich bin mir allerdings zu 100 Prozent sicher, dass jeder Einzelne im Team dafür sein Maximum gibt.“

    Zwölf Siege, drei Kontinente und fast einmal rund um den Globus

    Siege bei den Rallyes in Portugal, Italien, Polen, Finnland, Deutschland, Australien, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Monte Carlo, Schweden und Mexiko – Volkswagen hat zum zweiten Mal eine historische Siegesserie hingelegt. Zuvor war nur Volkswagen selbst gleichermaßen erfolgreich: Von der Rallye Australien 2013 bis zur Rallye Finnland 2014 blieb der Polo R WRC ebenfalls zwölf Mal in Serie ungeschlagen. Eine Leistung, auf die Volkswagen besonders stolz ist – denn die drittlängste Serie von Erfolgen verbuchte Citroën mit acht Siegen. In Argentinien könnte Volkswagen nun das Tüpfelchen auf das i setzen und mit einem weiteren Erfolg der erste Hersteller werden, der weltumspannend zwölf Monate ungeschlagen bleibt. Der einzige Sieg des Polo R WRC dort datiert aus dem Jahr 2014, als Jari-Matti Latvala mit Volkswagen erfolgreich war und dabei Teamkollege Sébastien Ogier auf Platz zwei verwies.

    Blinder Fleck: die offene Rechnung von Sébastien Ogier und Julien Ingrassia

    Einher geht eine offene Rechnung von Sébastien Ogier und Julien Ingrassia, für die Argentinien die einzige Bestands-Rallye im Kalender der Rallye-WM ist, die sie bisher noch nicht für sich entschieden haben. Alle anderen zwölf Läufe von Monte Carlo bis Australien, an denen sie teilgenommen haben – China ist im September seit 1999 zum ersten Mal wieder Teil der Rallye-WM –, haben sie wenigstens einmal gewonnen. 2013 und 2014 kamen sie dem Sieg in Südamerika zuletzt am nächsten: 2013 mussten sie sich als Zweite lediglich den Rekord-Weltmeistern Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC, Citroën) geschlagen geben, 2014 kamen sie hinter ihren Volkswagen Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) ebenfalls als Zweite ins Ziel.

    Strecke: von „El Cóndor“, „Mina Clavero“ und „Los Gigantes“

    Keine einzige Wertungsprüfung im Vergleich zu 2015 bleibt unverändert, 22,8 Prozent der Gesamtdistanz werden auf komplett neuen Streckenabschnitten ausgetragen – bei der Rallye Argentinien kommt es für die Fahrer und Beifahrer auf eine konzentrierte „Recce“ an. Bei den sogenannten Besichtigungsfahrten müssen die Duos ihren Aufschrieb präzise fassen, denn über die Hälfte der Prüfungen aus den Vorjahren seit 2011 müssen in umgekehrter Fahrtrichtung bewältigt werden. Darunter auch die berühmt-berüchtigte Powerstage „El Cóndor“. Außerdem kehrt die beliebte WP „Mina Clavero“ unweit der „El Cóndor“-Prüfung zurück. Die WP „Los Gigantes“, von der zuletzt 2012 nur ein kurzer Abschnitt auf der Agenda stand, steht dagegen erstmals auf dem Programm.

    Logistik: Anreise-Marathon für Team, Autos und Equipment

    Auf dem Weg nach Argentinien kommt die Volkswagen Mannschaft in den Genuss des längsten Nonstop-Fluges im Programm von Fluggesellschaften wie beispielsweise der Lufthansa und hat deshalb einen wahren Anreise-Marathon zu bewältigen. Wenn das Team in Carlos Paz, dem Gastgeberort der Rallye Argentinien, ankommt, wartet das Equipment bereits. Via „Round-Trip“ ging die Seefracht von acht Übersee-Containern direkt vom zurückliegenden Lauf in Mexiko nach Argentinien, acht weitere Luftfracht-Container werden vom Volkswagen Motorsport-Standort in Hannover nach Carlos Paz gebracht. Darunter die drei Polo R WRC sowie die wichtigsten Ersatzteile. Nach der Rallye Argentinien stehen fünf Europa-Rallyes in Folge an, ehe in China die nächste Übersee-Rallye auf der Agenda steht. Die Seefracht nimmt aus Argentinien den direkten Weg in die Region von Peking.

    Privates: von Ski fahren und Familien-Zuwachs

    Frühjahrspause ade, zurück im harten Rallye-WM-Alltag – dafür sammelten die Volkswagen Piloten auf unterschiedliche Weise Kraft. Sébastien Ogier nutzte die Zeit für eine Ski-Auszeit in Kitzbühel und kümmerte sich um seinen neuen Familien-Zuwachs – Mischlingshündin Gypsy, die der Rallye-Weltmeister zusammen mit seiner Frau aus dem Münchner Tierheim holte. Andreas Mikkelsen genoss einen Urlaub in Thailand, das Skilaufen in Meribel und renovierte seine Wohnung in Monaco. Bei Jari-Matti Latvala ging es zünftig zu: mit ausgiebigen Skidoo-Fahrten in Lappland von der Gesamtdistanz zweier WM-Rallyes sowie einem Roadtrip mit dem Cabrio durch Kalifornien. Bei keinem der Werksfahrer kam aber ein umfangreiches Fitness-Programm zu kurz. Fazit: Die Fahrer sind fit für die Rallye Argentinien.


    Stimmen vor der Rallye Argentinien

    Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1

    „Die Rallye Argentinien ist die einzige Rallye im Kalender, die Julien und ich noch nicht gewonnen haben. Auch dieses Jahr wird es nicht einfach, weil wir wieder als Erste auf die Strecke gehen. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben, um meine persönliche Bilanz zu verbessern und die Rallye zum ersten Mal zu gewinnen. Bisher lief die Saison für Julien und mich optimal, wir haben immer das bestmögliche Ergebnis eingefahren. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr optimistisch für Argentinien. Das Wetter kann allerdings sehr tückisch sein. Oftmals schränkt dichter Nebel die Sicht ein, was für einen Rennfahrer nicht sehr angenehm ist. Beim Untergrund müssen wir uns im Vergleich zu Mexiko umstellen, denn der Schotter ist viel weicher, der Boden viel sandiger. Das erfordert einen anderen Fahrstil.“

    Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2
    „Nach dem Sieg in Mexiko hatte ich das Gefühl: Endlich sind wir in der Saison angekommen. Jetzt müssen wir dieses Momentum mit nach Argentinien nehmen, um dort weitere Schritte in die richtige Richtung zu machen. Argentinien gehe ich genauso an wie Mexiko. Als Sechster zu starten bedeutet in der Regel einen kleinen Vorteil – wenn die Prüfungsstrecken trocken bleiben. Es gibt dieses Jahr mehr Wertungsprüfungen als letztes Jahr. Dafür sind sie etwas kürzer geworden. Dieses Konzept mag ich. Auch der Mix aus alten und neuen Prüfungen gefällt mir. Rund ein Viertel der Strecke ist komplett neu. Hierfür brauchen wir einen neuen Aufschrieb, aber das gilt für jedes Team. Am meisten freue ich mich auf die Sonntagsprüfung ‚Mina Clavero‘, die zuletzt 2013 im Programm war.“

    Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9
    „Im letzten Jahr hatte ich in Argentinien großes Pech. Zunächst hatte sich ein Reifenschaden zu einem weitaus größeren Problem entwickelt und uns weit zurückgeworfen. Zu guter Letzt mussten wir nach einer Kollision mit einem Felsen auf der Powerstage aufgeben. Ganz klar: In diesem Jahr möchte ich dort auf das Podium fahren, was allerdings nicht einfach wird, denn die Rallye besteht aus vielen neuen Wertungsprüfungen. Der Untergrund in Argentinien ist im Gegensatz zu Mexiko relativ weich und sandig. Dadurch bilden sich schnell tiefe Rinnen im Schotter. Ich mag die Rallye Argentinien sehr, auch wenn sie nicht einfach ist. Ein schöner Ort. Ich war dort immer schnell, habe aber bisher nie ein gutes Ergebnis eingefahren. Das soll sich dieses Jahr allerdings tunlichst ändern.“


    Zahl zum Rallye-Wochenende in Argentinien: 922,37

    Der womöglich schnellste Globetrotter der Welt: Der Polo R WRC umrundete den Erdball bisher beinahe genau ein Mal im vollen Rallye-Tempo. Denn vor dem vierten WM-Lauf in Argentinien hat der Volkswagen Polo R WRC seit dem ersten Start 2013 bei der Rallye Monte Carlo exakt 39.063,05 Kilometer auf Wertungsprüfungen absolviert. Zum Vergleich: Der mittlere Erdumfang beträgt 39.985,42 Kilometer – damit könnte Volkswagen bereits in Argentinien bei noch 922,37 gemeinschaftlich durch Ogier, Latvala und Mikkelsen zurückgelegten Kilometern die Distanz einer Runde um den Globus komplett machen. Nach der „Frühjahrspause“ zwischen zwei Übersee-Rallyes in der Rallye-Weltmeisterschaft würde das World Rally Car aus Wolfsburg damit bei seiner 43. Rallye auch auf dem Papier ein echter „Globetrotter“. Die Rallye-Weltmeisterschaft wird 2016 in 15 Ländern auf fünf Kontinenten ausgetragen.


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