Frankfurt/Main, 14. Mai 2016 - Eine vierzehnköpfige DFB-Delegation kehrte am Freitag von einer sechstägigen Inspektionsreise der Sozialprojekte in Mexiko nach Frankfurt zurück. Die Rundreise, an der von Sonntag bis Mittwoch auch DFB-Präsident Reinhard Grindel teilgenommen hatte, fand gemeinsam mit dem Partner Kindermissionswerk "Die Sternsinger" anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der 'Mexico-Hilfe' statt. Die 'Mexico-Hilfe' hatte der DFB auf Initiative von Egidius Braun im WM-Sommer 1986 ins Leben gerufen, erster Spender damals war Rudi Völler. Seit dem Jahr 2001 ist das Hilfsprogramm wesentlicher Schwerpunkt der nach Braun benannten DFB-Stiftung in Hennef.

Beeindruckt von den Erlebnissen vor Ort, sagte Reinhard Grindel: "Ich kann jetzt ganz intensiv Egidius Braun und Rudi Völler verstehen. Wenn man die Not und das Elend gerade der Kinder hier sieht, muss man einfach helfen. Wir wollen mit den von uns unterstützten Projekten insbesondere Bildung vermitteln und so beispielsweise dazu beitragen, dass die Menschen sich gesund ernähren können, dass sie durch eine berufliche Ausbildung eine Perspektive bekommen. Bildung ist gerade auch in Mexiko der Schlüssel für eine gute Zukunft."

Für die unterschiedlichen Projekte der 'Mexico-Hilfe' wurden bislang 5,5 Millionen Euro bereitgestellt. Bis ins Jahr 2020 sind seitens der Projektpartner DFB-Stiftung Egidius Braun und Kindermissionswerk "Die Sternsinger" weitere 1,2 Millionen Euro budgetiert. Dabei gilt: Jeder Euro, der durch die DFB-Stiftung Egidius Braun zugunsten der Mexico-Hilfe bereitgestellt wird, wird durch das Kindermissionswerk verdoppelt.

Grindel: "Hier wurde und wird Großes geleistet!"

Beim Besuch einer Vorschule am Rande einer Müllkippe in Mexiko-City, auf der Menschen über das Sammeln und Veräußern von Wertstoffen ihr Dasein fristen, und bei der Stippvisite der Baustelle eines von Oliver Bierhoff mitfinanzierten Berufsbildungszentrums sowie des Kinderzentrums 'Casa de Cuna' in Querétaro gehörte Grindel zur Delegation, bevor er am Mittwoch zum 66. Ordentlichen FIFA-Kongress weiterreiste. Die Delegation besuchte anschließend noch zwei weitere geförderte Projekte: das Schulzentrum "La Barranca" und den Kindergarten "Mesa Colorada" in Guadalajara.

Reinhard Grindel betont: "Mich begeistert an der Mexico-Hilfe, dass sie spontan aus der Betroffenheit von Egidius Braun und unserer Nationalspieler entstand. Hier wurde und wird Grosses geleistet. Mein Besuch jetzt nach drei Jahrzehnten war auch als Zeichen der Anerkennung für die zahlreichen Helfer und Partner gedacht, die uns über die vielen Jahre in Mexiko unterstützt haben. Darin zeigt sich auch die Nachhaltigkeit des sozialen Engagements des DFB."

Ordensschwester Adela: "Der Besuch der Mannschaft war ein Segen!"

Im Sommer 1986, wenige Tage vor dem deutschen WM-Auftaktspiel, drängte der damalige Delegationsleiter und DFB-Schatzmeister Egidius Braun auf einen Besuch des Waisenhauses ,Casa de Cuna' in Querétaro. Der heutige DFB-Ehrenpräsident beschrieb später einmal, welche Situation man damals vorfand: "Die Kinder hatten nichts. Es gab welche, die noch nie auf einer Matratze geschlafen hatten. Da konnten wir nicht einfach ein paar Aufkleber herschenken und wieder gehen."

Auch die Spieler reagierten betroffen. Mit Rudi Völlers Scheck über 5.000 Mark begann die 'Mexico-Hilfe'. Am Mittwoch trafen Reinhard Grindel und die Delegation in der ,Casa de Cuna' auf Madre Adela. Die heute 84-jährige Ordensschwester empfing damals Egidius Braun und die Spieler und sagt im Rückblick: "Der Besuch der deutschen Nationalmannschaft war ein Segen für unsere Kinder."

Weitere Informationen zur Mexico-Hilfe unter www.mexico-hilfe.de

Kontaktadresse:
DFB-Stiftung Egidius Braun
Tobias Wrzesinski
Stv. Geschäftsführer
Sövener Straße 50
53773 Hennef
Tel. 02242-918850
Fax 02242-9188521
Mobil 0152-2817104
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