• Volkswagen baut Vorsprung in allen Rallye-WM-Wertungen deutlich aus
  • Mikkelsen/Jæger entscheiden Schlussspurt auf Platz zwei für sich, Ogier/Ingrassia Dritte
  • Wichtige WM-Punkte durch Latvala/Anttila für die Hersteller-WM

    Wolfsburg, 22. Mai 2016
    - Packend bis zum Schluss, Mikkelsen schlägt Ogier, einträgliche Punktausbeute - Volkswagen hat bei der Rallye Portugal einen wichtigen Schritt in Richtung Titelverteidigung in FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) gemacht. Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (NOR/NOR) sicherten der Wolfsburger Werksmannschaft Rang zwei, Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (FRA/FRA) Position drei - und damit in der 44. Rallye des Polo R WRC die Podiumsresultate 75 und 76. Mikkelsen/Jæger verbesserten sich damit auf Platz zwei der Fahrer- und Beifahrer-WM, Ogier/Ingrassia bauten ihren Vorsprung an der Spitze weiter aus. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (FIN/FIN) trugen trotz eines Rückschlags am Eröffnungstag der Rallye dank einer kämpferischen Leistung zum erfolgreichen Wochenende von Volkswagen bei und halfen dank Rang sechs den Vorsprung in der Hersteller-Wertung der Rallye-WM für die Marke auszubauen. Der Sieg bei der Rallye Portugal ging an Kris Meeke/Paul Nagle (GBR/IRL, Citroën).

    "Die Volkswagen Mannschaft hat erneut eine sehr starke Leistung gezeigt und der Zweikampf zwischen Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier hat eine Menge Spannung geboten", so Dr. Herbert Diess, Vorsitzender des Markenvorstands Volkswagen Pkw, der die Rallye Portugal besuchte. "Es ist in Ordnung, als Tabellenführer einen gewissen Nachteil hinzunehmen, aber es ist schwer zu akzeptieren, als Führender in der Meisterschaft gar keine Chance auf den Sieg zu haben. Zwei Podiumsplätze sind daher ein sehr, sehr gutes Ergebnis, gerade im Hinblick auf die Titelverteidigung in der Rallye-Weltmeisterschaft. Es war beeindruckend zu sehen, wie professionell und harmonisch das gesamte Team zusammenarbeitet."

    Ogier/Ingrassia vs. Mikkelsen/Jæger - mitreißendes Duell um Platz zwei

    Ein Volkswagen interner Zweikampf unter nahezu identischen Bedingungen - Andreas Mikkelsen/Anders Jæger zeigten bei der Rallye Portugal eine extrem überzeugende Leistung. Nach einem kontrollierten Beginn erhöhten sie zur Rallye-Halbzeit den Druck, verwiesen von Platz vier kommend Dani Sordo/Marc Martí (ESP/ESP, Hyundai) von Platz drei und machten fortan einen Rückstand von gut 20 Sekunden auf Ogier/Ingrassia Zug um Zug gut. Auf der ersten Prüfung am abschließenden Sonntag passierten sie Ogier/Ingrassia, die mit einem schleichenden Plattfuß zu kämpfen hatten. Bis ins Ziel verteidigten sie 4,8 Sekunden an Vorsprung.

    Enthusiastische Fans tragen Volkswagen zu Topleistungen

    Etwa 100.000 Fans an der legendären Prüfung "Fafe", Abertausende weitere entlang der gesamten Rallye-Route - die Rallye Portugal sorgte erneut für ein absolutes Gänsehauterlebnis. Das stets faire, enthusiastische Rallye-Publikum trug die drei Volkswagen Duos zu wahren Spitzenleistungen. Volkswagen feierte bei der Rallye Portugal weitere Meilensteine: In 803 Wertungsprüfungen mit dem Polo R WRC seit 2013 kamen 102 Mal alle drei Volkswagen Duos auf den Plätzen eins, zwei und drei ins Ziel. 562 Mal ging dabei allein die Bestzeit einer Sonderprüfung nach Wolfsburg - also auf 70 Prozent aller Prüfungen, an denen das World Rally Car teilgenommen hat. Auf der zweiten Rallye-Hälfte ab Samstagnachmittag blieb Volkswagen in Sachen Bestzeiten in Portugal zudem ungeschlagen.

    Bemerkenswerter Kampf von Latvala/Anttila hilft, WM-Führung auszubauen

    Trotz eines Rückschlags haben sich Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila bei der Rallye Portugal bravourös in den Dienst des Volkswagen Teams gestellt und tatkräftig mitgeholfen, die Führung in der Hersteller-WM auszubauen. Am Freitag traf das Volkswagen Duo aus Finnland auf der extrem herausfordernden fünften Wertungsprüfung "Ponte de Lima" unglücklich eine Senke in der Strecke, was zum Ausfall der Servolenkung und einem direkten Zeitverlust von 45,6 Sekunden führte. Es folgte ein wahrer Kraftakt, der Latvala/Anttila half, zunächst einen Platz unter den Top Zehn zu halten. Am Samstag kämpfte sich das Duo auf Platz sechs des Gesamtklassements zurück. Volkswagen baute mit dem Team bestehend aus Ogier/Ingrassia und Latvala/Anttila in der Herstellerwertung den Vorsprung auf Hyundai um 13 auf 49 Punkte aus.

    Das Schotter-Debüt der Rallye-WM in Europa forderte Mensch und Material gleichermaßen - und die Rallye Portugal bekräftigte ihren Ruf als besonders materialfordernd. Angesichts einer losen Schotterschicht auf dem ersten, spitzen Steinen auf dem zweiten Durchgang der Wertungsprüfungen waren stets geschärfte Sinne bei den Fahrern gefragt - eine Disziplin, in der sich die Volkswagen Duos bewährten.

    Die Powerstage bleibt Volkswagen Domäne - Zusatzzähler für Ogier, Latvala und Mikkelsen

    Ein Dreifacherfolg auf der Powerstage - Volkswagen hat bei der Rallye Portugal alle Zusatzpunkte für die Fahrer- und Beifahrer-Weltmeisterschaft eingesammelt. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia sicherten sich drei Extra-Zähler mit der Bestzeit, Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila deren zwei mit Platz zwei und ein Zähler ging an Andreas Mikkelsen/Anders Jæger. Es war der 35. Powerstage-Erfolg von Volkswagen mit dem Polo R WRC in 43 Anläufen und das 77., 78. und 79. Mal, dass eines der Werksduos aus Wolfsburg Zusatzzähler sammelte. 171 Zusatzpunkte füllen damit das Konto der Volkswagen Fahrer seit 2013. Nach fünf von 14 WM-Läufen liegen Ogier/Ingrassia mit 114 Zählern 47 Punkte vor Mikkelsen/Jæger in der Fahrer-WM vorn, Latvala/Anttila haben 37 Zähler auf ihrem Konto.

    Portugals Staatspräsident zu Gast beim Volkswagen Team

    Ein besonderes Highlight wartete zudem am Samstagabend auf das Volkswagen Team, als Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa nicht nur die Volkswagen Fahrer und Beifahrer persönlich begrüßte, sondern auch den portugiesischen Team-Mitgliedern die Hand schüttelte. Empfangen wurde Präsident de Sousa von Dr. Herbert Diess und Jost Capito.

    Stimmen, Tag 03 Rallye Portugal

    Sébastien Ogier, Volkswagen Polo R WRC #1:

    "Natürlich wäre ich gern vor Andreas geblieben, aber nach dem schleichenden Plattfuß auf der ersten Prüfung mussten wir es etwas vorsichtiger angehen lassen. Bei diesen Streckenbedingungen wäre es ohne weiteren Ersatzreifen sonst zu riskant gewesen. Ein extra großes 'Obrigado' geht an die vielen portugiesischen Fans, die Zuschauer hier sind einfach fantastisch. Es ist toll zu sehen, dass das gesamte Land die Rallye unterstützt - egal, ob Polizei, Fans oder der Präsident persönlich, der bei uns im Service Park vorbeigeschaut hat."

    Jari-Matti Latvala, Volkswagen Polo R WRC #2:
    "Vor der Rallye hatten wir natürlich ganz andere Ambitionen, aber nach dem Verlauf müssen wir mit dem sechsten Platz zufrieden sein. Damit konnten wir immerhin noch wichtige Punkte zur Herstellerwertung beitragen und Platz zwei in der Powerstage war auch ein versöhnlicher Abschluss. Großer Dank geht an mein Team und die tollen Fans an der Strecke die uns großartig unterstützt haben. Ich komme nächstes Jahr auf jeden Fall gerne wieder. Jetzt gilt die ganze Konzentration der nächsten Aufgabe auf Sardinien."

    Andreas Mikkelsen, Volkswagen Polo R WRC #9:
    "Die Rallye Portugal lief mit jedem Tag besser für Anders und mich. Am Ende mit Platz zwei hier erneut auf dem Podium zu stehen und mein Vorjahresergebnis noch einmal um einen Platz verbessert zu haben, fühlt sich großartig an. Am Samstag und Sonntag haben wir für den Polo definitiv die optimale Abstimmung für die schwierigen Streckenbedingungen hier in Portugal gefunden. Das und die hervorragende 'Recce'-Arbeit von Anders haben dieses Super-Ergebnis möglich gemacht. Zudem sind wir in der Gesamtwertung auf Platz zwei vorgerückt. Auf das Ergebnis in Portugal dürfen wir stolz sein und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Meisterschaftslauf in Italien."

    Jost Capito, Volkswagen Motorsport-Direktor:
    "Wir haben unsere Führung in der Weltmeisterschaft ausgebaut - damit können wir zufrieden sein. Andreas Mikkelsen und Sébastien Ogier haben angesichts ihrer Startpositionen das absolute Maximum herausgeholt und können beide stolz auf das Geleistete sein. Andreas und Anders sind hier in Portugal die beste Rallye ihrer Karriere gefahren. Jari-Matti Latvala hatte am Freitag Pech, hat sich aber anschließend aufopferungsvoll in den Dienst der Mannschaft gestellt und wertvolle Punkte geholt. Unser Fazit fällt also positiv aus. Zwei Podiumsresultate sind ein richtig gutes Ergebnis. Ein großes Kompliment möchten wir den Organisatoren der Rallye Portugal und den Fans aussprechen. Abertausende Fans haben uns enthusiastisch angefeuert - und das stets unter Beachtung der Sicherheit. Ein Vorbild für viele andere Rallyes."

    Und da war dann noch ...
    ... Trial-Bike-Ass und Red-Bull-Athlet Kenny Belaey. Und eine spektakuläre Flugeinlage mit seinem Spezialfahrrad über alle drei Volkswagen Fahrerpaarungen im Service Park der Rallye Portugal. Nicht umsonst trägt der Belgier den Spitznamen "Der Magier", denn sein Highspeed-Sprung über die am Boden liegenden Volkswagen Piloten verzauberte nicht nur hunderte Fans, sondern auch das gesamte Volkswagen Team. "Einfach grandios, was Kenny mit seinem Bike macht", sagte Jari-Matti Latvala. "Damit über Hindernis-Parcour zu klettern, ist absolut beeindruckend. Und der Sprung über uns Fahrer und Beifahrer war einfach atemberaubend." Das konnte man durchaus wörtlich verstehen: Schließlich musste der Finne als letzter in der Reihe der am Boden Liegenden am ehesten um sein Wohl fürchten. Dass Belaey tatsächlich einen knappen Meter weiter sprang, bekam Latvala gar nicht mit. Er hatte beim Stunt die Augen fest geschlossen.


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