• Drei-Satz-Erfolg des Duos über die Paarung Sabine Lisicki und Michael Stich

    Halle, Westfalen, 11. Juni 2016
    - Angelique Kerber hat sich bei Sabine Lisicki revanchiert. Hatte die Wimbledonfinalistin von einst im Vorjahr das Mixedduell auf Rasen im Gerry Weber Stadion gewonnen, drehte die Australian-Open-Siegerin von diesem Jahr nun den Spieß um. An der Seite von Nicolas Kiefer siegte sie bei der "Schauinsland-Reisen Champions Trophy" gegen Lisicki und Michael Stich mit 6:2, 3:6, 10:4. "Ich spiele einfach gern bei diesem Showevent", sagte Kerber nach dem dritten Auftritt in der ostwestfälischen Eventarena.

    Und dieses Mal gab es einen nahezu tennishistorischen Moment. Mit einem Ballwechsel gewannen Sabine Lisicki und Michael Stich gleich zwei Punkte. Wie das ging? Kerber und Lisicki hatten sich offenbar zu einem Grundlinienduell verabredet. Während sie sich Vorhand- und Rückhandbälle um die Ohren pfefferten, wurde den Herren am Netz offenbar langweilig. Nicolas Kiefer holte einen zweiten Ball aus der Tasche und begann einfach ein Volleyduell mit Michael Stich am Netz. Das Unfassbare: Die vier Akteure verfügten über so viel Konzentration, dass sie das Überkreuztennis mit zwei Bällen eine ganze Weile fehlerfrei durchhielten. Dann machten Lisicki und Stich ernst und beendeten zeitgleich zu ihren Gunsten. Für den Schiedsrichter Grund genug von 15:15 auf 15:40 zu erhöhen. "Waren doch beide Bälle drin", sagte er.

    Zuvor hatte er seinen Schiedsrichterstuhl schon verlassen, um mit Stich die Rolle zu tauschen. Er machte seine Sache gut und holte den Punkt zum Spiel, während Stich mit Kiefer darüber philosophierte, wie hart die Aufgabe eines Referees ist: "Ist gar nicht so einfach von hier oben." Den Zuschauern im fast ausverkauften Gerry Weber Stadion vor rund 11.500 Zuschauern bereiteten die kleinen Scharmützel bei der von "Schauinsland-Reisen" präsentierten Champions Trophy große Freude.

    Gleich zu Beginn hatte der Wimbledonsieger von 1991 klargemacht, dass mit charmanter Rücksichtnahme auf die beiden Damen von ihm nicht zu rechnen war. Schon im ersten Ballwechsel schimpfte er Lisicki aus: "Kannst du dich mal bewegen?" Kurz danach ging er bedrohlich auf Kerber zu und überquerte bei dem Einschüchterungsversuch sogar das Netz. Anlass für eine Verwarnung durch den Schiedsrichter und anschließendes Wohlverhalten des "Langen aus Elsmhorn". Der ging von nun an bei eigenen Fehlern hart mit sich ins Gericht und musste sogar mit ansehen, wie Kontrahent Kiefer ein Schmetterball-Lob-Duell mit einem Kopfball krönte.

    Nach dem Abstecher nach Halle, Westfalen geht es für die beiden Spielerinnen zurück auf die Tour. Während Kerber seit ihrem Triumph in Melbourne immer zum Favoritenkreis bei den Grand Slams gehört und in Wimbledon mit diesem Druck klarkommen muss, geht es für Lisicki darum, wieder Ruhe in ihr Spiel zu bekommen. Zuletzt verlor sie meist früh. Mit dem neuen Coach Salvador Navarro soll es wieder aufwärts gehen. "Schritt für Schritt", wie sie sagt. Den ersten will sie beim neuen Rasenturnier auf Mallorca unternehmen. Freundin Angelique Kerber wollte unterdessen "den Michael noch nach ein paar Tipps für das Spiel auf Rasen fragen". Vielleicht hilft es ja in Wimbledon.

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