Hennef, 24.3.2017 (pps) - Im Mannheimer Rosengarten werden am kommenden Dienstag (28.3.2017) die Sepp-Herberger-Urkunden 2017 verliehen. Insgesamt 13 Preisträger erhalten in den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball Digital sowie Sozialwerk die mit Geld- und Sachpreisen in einer Gesamthöhe von 58.000 Euro dotierten Auszeichnungen. Platz eins in der Kategorie Schule und Verein geht an den SvO Rieselfeld. Der freie Journalist Rainer Kalb stellt den Verein aus Freiburg vor.

Die Geschichte des Breitensportvereins Sport vor Ort Rieselfeld hängt untrennbar mit dem neuen, 11.000 Einwohner zählenden Stadtteil Rieselfeld in Freiburg im Breisgau zusammen. Vor nunmehr 15 Jahren wurde der dortige Sportverein gegründet, um den zahlreichen Kindern der jungen Familien ein Sportangebot zu unterbreiten. Da am Anfang lange Zeit kein eigener Sportplatz vorhanden war, ging der Sportverein Kooperationen mit umliegenden Schulen ein. „Das war für uns natürlich die beste Gelegenheit, Hallenzeiten zu bekommen“, berichtet Abteilungsleiter Bernd Pfundstein im Rückblick.

Erst im Frühjahr 2013 bekam der Verein ein eigenes Sportgelände mit einem Kunstrasenplatz. In dieser Zeit wurde auch die Fußballabteilung aus der Taufe gehoben. Inzwischen beläuft sich die Anzahl der Mannschaften im Jugendbereich auf 16 Teams. 55 Trainer engagieren sich für die Kinder und Jugendlichen. Alle Teams nehmen am Spielbetrieb des Südbadischen Fußballverbandes (SBFV) teil.

Sieben Kooperationen mit vier unterschiedlichen Schulen

Hervorzuheben ist, dass der Verein insgesamt fünf Mädchen-Mannschaften gemeldet hat. Dies ist vor allem den sehr umfangreichen Kooperationen und Aktivitäten im Vorfeld zu verdanken. Bis heute pflegt die SvO Rieselfeld sieben Kooperationen mit vier unterschiedlichen Schulen.

Aktuell bemüht sich der junge Klub um die Integration von Flüchtlingskindern. „Es gibt mehrere betreute Freizeitmannschaften für Flüchtlingskinder, in denen alle Altersgruppen von Kindern mitspielen dürfen“, sagt Pfundstein. Besonders gut angenommen wird das Angebot für Fußball spielende Mädchen aus Flüchtlingsfamilien. „Das freut uns natürlich besonders, weil das aus religiösen Gründen manchmal nicht so einfach umzusetzen ist“, so Pfundstein.

Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil wurden zusammen mit dem nahen Kepler Gymnasium im Sommer 2016 zwei betreute Freizeit-Jugendmannschaften gegründet. Mädchen und Jungen spielen hier gemeinsam, es gibt keine Alterseinschränkungen. Die Kinder werden von Trainern des SvO Rieselfeld betreut.

Seit mehreren Jahren besteht auch eine Kooperation mit der Universität Freiburg unter dem Titel „Kick-for-Girls“. Es geht um sportpädagogische und sportdidaktische Fragen, die in kulturellen, sozialen und altersbezogenen heterogenen Gruppen aufkommen.

Logistische Herausforderungen in der Praxis

Die Vielzahl der Mannschaften stellen die Klubverantwortlichen indes in der Tagesarbeit immer wieder vor logistische und organisatorische Herausforderungen. „Ab 17 Uhr gibt es drei Einheiten zu je anderthalb Stunden. Das geht dann bis 21.30 Uhr“, berichtet Pfundstein aus der täglichen Praxis. „In der ersten Schicht müssen sich gleich vier Teams den Platz teilen. Aber der Blick in die vielen strahlenden Kinderaugen macht da vieles wett.“

Der Verein fiebert dem 28. März entgegen: „Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung“, sagt Pfundstein, der mit einem weiteren Vereinsvertreter in Mannheim vor Ort sein wird. Eine verdiente Auszeichnung für einen jungen Fußballverein.
Ausgezeichnet werden zudem der Schönberger TSV (Schleswig-Holsteinischer Fußballverband; Platz 2) sowie der MFFC Soest (FuLV Westfalen; Platz 3).

Rückfragehinweis:
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