• Speedskydiver Friess fällt am schnellsten

    Düren, 14. August
    - Moritz Friess hat bei den Europameisterschaften der Fallschirmspringer am Flugplatz Saarlouis-Düren den Titel im Speedskydiving gewonnen. Auch im parallel ausgetragenen Weltcup hatte der Neu-Ulmer die Nase vorn. Mit hauchdünnem Vorsprung setzte er sich nach vier Runden mit einem Wert von 1527,75 vor dem Briten Charles Hurd (1526,01) durch. Bronze ging an den Schweden Henrik Raimer (1472,82). Friess, der zuletzt vor drei Jahren mit zweiten Plätzen beim Weltcup im tschechischen Prostejov und beim renommierten Golf-Cup in Dubai international für Furore sorgte, war völlig happy, als nach vier Runden sein Name ganz oben in der Ergebnisliste stand. „Das war einfach nur mega, definitiv ein euphorischer Moment“, sagte der 46-Jährige. Der Titel sei für ihn nicht nur der Triumph im wichtigsten Wettkampf der Saison. „Innerhalb meiner Laufbahn ordne ich ihn ganz hoch ein.“ Im Speedskydiving geht es um die höchste durchschnittliche Freifallgeschwindigkeit.

    Einen sehr guten fünften Platz unter 31 Mannschaften erzielte im Freifallformationsspringen das Team Airbus mit Thomas Mack (Marksuhl), Göran Meyer (Poppenweiler), Markus Bastuck (Wallerfangen), Jörn Thiele (Speyer) und Videomann Andreas Trögele (Schemmerhofen). Der deutsche Top-Vierer lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem US-Team Defiance (100 Punkte) und musste sich nach fünf Durchgängen und 99 Punkten denkbar knapp geschlagen geben. Die Medaillen gingen an Belgien (130), Frankreich (124) und Russland (109). Der zweite deutsche Vertreter Atomix mit Peter Ingenhaag (Paderborn), Andrea Kleinschmidt (Hamburg), Mark Zimmermann (Dortmund), Holger Sass (Hamburg) und Videomann Lars Naeve (Hannoversch Münden) ordnete sich mit 82 Punkten auf Rang 13 ein. „Das Team hat Potenzial für mehr, allerdings muss es dafür konstanter springen“, resümierte der Präsident des Deutschen Fallschirmsport-Verbandes (DFV), Henning Stumpp. Der dritte DFV-Vierer Neva mit Rolf Bormet (Weiterstadt), Martin Petry (Ettlingen), Uwe Rospert (Siersburg), Christian Schlichting (Crumstadt) und Videomann Erik Lorenz (Bad Sobernheim) schaffte 70 Punkte, die Platz 19 bedeuteten.

    Auf einem ansprechenden vierten Platz landeten Peter Hormuth (Neustadt/Weinstraße), Björn Schubnell (Frankfurt/Main) und Videofilmer Florian Rommel (Karlsruhe) in der Disziplin 2er Sequenz des Kappenformationsspringens. Die erzielten 57 Punkte in fünf Runden stellen zwar einen Aufwärtstrend dar, die führenden Nationen sind aber noch weit entfernt. Allen voran die Franzosen, die Gold (169 Punkte) und Bronze (101) holten. Silber eroberte Russland mit 143 Punkten.

    Keine Chance hatten im Freestyle die Lokalmatadoren Regine Carl und ihr Videomann Wolfgang Carl aus St. Ingbert. Sie nutzten den Event am heimischen Sprungplatz vor allem dazu, internationales Wettkampf-Feeling zu schnuppern. Sie gehörten damit zu den 420 Sportlern aus 28 Nationen und von fünf Kontinenten, die im freien Fall oder beim Steuern der Fallschirmkappe um Höchstleistungen rangen. Wegen des schlechten Wetters ging in der Wettkampfwoche allerdings keine der Disziplinen über die volle Distanz, zumeist konnten nur die Hälfte der Durchgänge absolviert werden.


    Ergebnisübersichten und weitere Informationen unter
    www.epcwc2017.com



    Kontaktadresse für weitere Informationen
    Deutscher Fallschirmsportverband (DFV) e.V.
    c/o Helmut Bastuck
    Tel.: 06836-92307 oder 0178-6804686
    e-mail: hb@dfv.aero