• Schalke-Boss Heidel als fairer Verlierer: „Bin nicht der Typ, der alles auf die Schiedsrichter schiebt“
  • Kevin-Prince Boateng erreicht Traumfinale gegen Bruder und gibt Feieranweisung
  • Kovac lobt fantastische Eintracht: „Alle haben ihr letztes Atom Energie gegeben“
  • Verhältnis zwischen Bobic und Kovac ist „tipptopp“

    Unterföhring, 18. April 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen zum zweiten Halbfinale des DFB-Pokals zwischen dem FC Schalke und Eintracht Frankfurt (0:1), bei Sky.

    Christian Heidel (Vorstand Sport FC Schalke 04) ...
    ... zum vermeintlichen Handspiel von Franco Di Santo in der Nachspielzeit und den Gründen für die Niederlage:
    „Ich habe mit Franco gesprochen und er hat gesagt, dass es niemals Handspiel war. Aber was soll es. Ich bin jetzt nicht der Typ, der alles auf die Schiedsrichter schiebt. Wir hatten vorher genügend Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Eintracht hat es defensiv sehr gut gemacht. Sie hatten eine Torchance und die war drin. Deswegen haben sie 1:0 gewonnen. Glückwunsch an die Eintracht, wir sind natürlich sehr enttäuscht. Wir haben alle davon geträumt, nach Berlin zu fahren. Das ist ein Rückschlag und ein bittere Niederlage, die wir aber verkraften werden.“

    Leon Goretzka (FC Schalke 04) ...
    ... zu den Gründen für die Niederlage:
    „Wie soll es mir gehen? Schlecht geht es mir. Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt. Wir haben ein ganz wichtiges Spiel verloren. Trotzdem können wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen, weil es mit Sicherheit keine verdiente Niederlage war.“
    ... zum vermeintlichen Handspiel von Franco Di Santo in der Nachspielzeit: „Franco ist fünfmal am Tag im Kraftraum. Ich glaube, dass er den Ball mit seiner Brust annehmen kann. Das ist auf jeden Fall brutal ärgerlich. Er kann ja auch einfach warten. Mittlerweile hat man die technischen Hilfsmittel. Die sind eigentlich dafür da, um Spiele fairer zu gestalten. Für genau solche Situationen wurde der Videobeweis eingeführt.“

    Domenico Tedesco (Trainer FC Schalke 04) ...
    ... zu Medien-Spekulationen über seine Vertragssituation (vor dem Spiel):
    „Über Vertragsinhalte und Bestandteile spreche ich definitiv nicht in der Öffentlichkeit, sondern mit den entsprechenden Ansprechpartnern. Es ist zudem überhaupt nicht wichtig. In der jetzigen Situation habe ich alles im Kopf - nur nicht das. Das letzte Mal, dass ich da reingeschaut habe, war gefühlt im Juni oder Juli.“

    Nico Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt) ...
    ... zur Frage, ob das Vertrauensverhältnis zu Fredi Bobic in den letzten Tagen gelitten habe (vor dem Spiel):
    „Überhaupt nicht. Es ist lustig, wenn viele darüber reden aber überhaupt nicht wissen, was bei uns intern abgeht. Ich kann Ihnen versichern, dass bei uns alles tipptopp ist.“
    ... zum Finaleinzug: „Es war sehr intensiv. Kompliment an die Mannschaft, sie hat es taktisch fantastisch gemacht. Unter dem Strich wollte meine Mannschaft den Sieg mehr. Den Traum von Berlin haben sie heute nochmal verwirklicht. Alle, die heute auf dem Platz waren, haben ihr letztes Atom Energie gegeben. Jetzt sind wir im Finale.“

    Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Gespräch mit Hasan Salihamidzic und der neuerlichen Aussage von Karl-Heinz Rummenigge (vor dem Spiel):
    „Ich habe mit Hasan Salihamidzic am Montag ein tolles Gespräch abseits der Managertagung gehabt. Wir haben uns da sehr gut unterhalten, wir kennen uns auch schon lange genug. Ich glaube, dass er das auch gestern gut gesagt hat. Zu dieser Aussage muss ich wirklich schmunzeln. Ich lasse die Sachen mal so stehen. Es gibt unheimlich viele Fußball-Fans, die können sich ihr eigenes Bild machen. Ich erwarte, dass man sich in der Geschäftsführung der beiden Klubs normal unterhält. Wir spielen in zwei Wochen in München, machen sie sich keine Sorgen.“
    ... zu seinem Verhältnis zu Niko Kovac (vor dem Spiel): „Wir wollen es erfolgreich zu Ende bringen, das ist unser Antrieb. Wir haben weiterhin ein gutes Vertrauensverhältnis. Ich habe mit Nico so viele Kämpfe durchgestanden, da machen wir uns keinen Kopf. Zwischen Nico und mir gibt es gar kein Problem. Es war ein bisschen getrübt an dem Tag, aber dann geht es auch wieder weiter. Wir schauen nach vorne.“

    Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Einzug ins Finale:
    „Man darf nur sehen, dass wir nach Berlin kommen. Das haben wir heute gemacht. Schalke spielt zuhause auch sehr destruktiv und wartet auf die Fehler des Gegners. Wir haben nur wenig zugelassen. Dass es vielleicht nicht das schönste Spiel war, das kann uns heute egal sein.“
    ... zum Glück bei den Schiedsrichterentscheidungen, insbesondere beim vermeintlichen Handspiel von Franco Di Santo in der Nachspielzeit: „Wenn er es nicht pfeift, dann ist es auch okay. Insgesamt war die eine oder andere Entscheidung nicht ganz optimal. Heute stehe ich mal über den Dingen und nehme einfach den Sieg mit.“

    Marco Russ (Eintracht Frankfurt): „Es ist einfach Wahnsinn. In diesem Jahr hatten wir ein bisschen Losglück und haben uns auch so ein bisschen durchgeschlängelt. Wie im letzten Jahr haben wir im Halbfinale auswärts gegen eine starke Mannschaft gewonnen. Wir haben es geschafft und sind wieder in Berlin. Das ist einfach unglaublich.“

    Marius Wolf (Eintracht Frankfurt): „Letztes Jahr war ich verletzt, jetzt bin ich dabei. Es ist einfach geil und ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben uns reingeworfen und jeder hat gefightet.“

    Kevin-Prince Boateng (Eintracht Frankfurt) ...
    ... zum Finaleinzug und zu seiner Verletzung:
    „Ich fahre nach Berlin, da ist alles egal. Die Schmerzen gehen gleich wieder weg. Genau das wollte ich. Ich habe davon geträumt, dass ich das Finale gegen meinen Bruder in unserer Heimatstadt Berlin spielen kann. Wir müssen diesen Abend einfach genießen. Wer heute vor vier Uhr nach Hause kommt, der kriegt eine Strafe.“
    ... zum Spiel: „Wir haben uns nach einer komischen Woche eingeschworen auf das Spiel. Es ist einfach unglaublich und eine überragende Mannschaft. Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser und haben es einfach verdient. Ich bin stolz auf die Truppe.“
    ... zur emotionalen Rückkehr nach Schalke: „Es war sehr emotional für mich heute. Jeder weiß ja um meine Vergangenheit hier. Es war auch einfach schön, wieder da zu sein. Leider hat es nicht so lange gedauert. Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, bitte lasst uns nach Berlin, und sie haben es mir geschenkt.“


    Für Rückfragen
    O-Ton-Service Sky/kp
    eMail: Sky-Sport-PR@sky.de
    Mehr Informationen unter www.sky.de