Hennef, 20. April - DFB-Präsident Reinhard Grindel hat das Wirken seines Vor-Vor-Vorgängers gewürdigt. "Egidius Braun ist nicht weniger als der Vater unseres umfassenden gesellschaftlichen Engagements, das heute Teil der DNA des Deutschen Fußball-Bundes ist", sagt Grindel in einem Interview, das in dem nun veröffentlichten Jahresbericht 2017 der DFB-Stiftung Egidius Braun erscheint.

In Frankfurt leitete Grindel am Donnerstag die Kuratoriumssitzung der Braun-Stiftung. Auf seinen Reisen werde er immer wieder "von vielen ausländischen Verbandsfunktionären" auf Egidius Braun angesprochen, sagte Grindel. Der mittlerweile 93-jährige Braun war 1992 zum 8. Präsidenten des DFB gewählt worden und lebt heute mit seiner Frau Marianne in Aachen. Grindel: "Was immer mit ihm verbunden bleiben wird, ist seine legendäre Feststellung 'Fußball ist mehr als ein 1:0'. Egidius Braun hat die große soziale Kraft des Fußballs früh erkannt."
Grindel: "Wir werden in Russland Brücken bauen"

In dem Interview spricht der aktuelle DFB-Präsident auch über das gesellschaftliche Rahmenprogramm rund um und während der in 55 Tagen beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft: "Wir werden während der WM in Russland Brücken bauen, so wie es vielleicht nur der Fußball kann. Es werden sich Menschen begegnen, die es sonst vielleicht nie getan hätten. Der Fußball kann ein Versöhnungswerk sein." Bereits am 6. Mai reist Reinhard Grindel nach Russland, unter anderem wegen eines Vergleichs der U 18-Mannschaften beider Länder in Wolgograd, wo vor 75 Jahren bei der Schlacht von Stalingrad insgesamt 700.000 Menschen starben.

Das Kuratorium verabschiedete neben dem Jahresbericht auch den Prüfbericht der Wirtschaftsprüfer, den Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge erläuterte, und entlastete den Vorstand einstimmig für das Geschäftsjahr 2017. Beschlossen wurde zudem, das während der WM 2014 begonnene Engagement für Kinderprojekte in Brasilien fortzusetzen. Gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner, dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger", werden vier Projekte in Rio de Janeiro, Porto Segura, Fortaleza und S. André bis zum Jahr 2024 mit zusätzlichen 600.000 Euro gefördert.

In Deutschland wird zusammen mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration die Initiative "2:0 für ein Willkommen" fortgesetzt. Bis heute wurden knapp 3500 Fußballorganisationen für ihr Engagement um Menschen mit Fluchterfahrung gefördert. Staatsministerin Annette Widmann-Mauz ist als Nachfolgerin von Aydan Özoguz neues Mitglied im Kuratorium der Stiftung.

Seeler besucht Ferienfreizeit in Malente

Auf der Kuratoriumssitzung, an der neben anderen Silvia Neid, Heribert Bruchhagen, Willi Lemke und Simon Rolfes teilnahmen, gab Stiftungsgeschäftsführer Tobias Wrzesinski bekannt, dass die diesjährigen Fußball-Ferienfreizeiten am 3. Juli beginnen werden. 800 Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren aus rund 80 Vereinen lädt der DFB über seine Stiftung jährlich zu einer jeweils fünftägigen Freizeit ein.

Am 11. Juli wird DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler die Kinder einer Ferienfreizeit in Malente besuchen. Das 25-jährige Jubiläum wird am 25. Juli mit einer Veranstaltung in der Sportschule Hennef gefeiert. Und auch die Idee der Ferienfreizeiten, die seit Anfang der neunziger Jahre veranstaltet werden, stammt von Egidius Braun.



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Tobias Wrzesinski
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