• Mit 53,78 Kilometern sichert sich Vera Nunes (POR) den globalen Sieg der Frauen in München
  • Vorjahressieger Aron Anderson (SWE) verteidigt seinen Titel im Rollstuhl mit unglaublichen 89,85 Kilometern
  • Deutscher Champion und global Zweitplatzierter wird Andreas Straßner (GER) in München

    München, 07. Mai 2018
    - Mit über 100.000 Teilnehmern auf allen sechs Kontinenten, 934.484 Kilometern zurückgelegter Strecke und insgesamt drei Millionen Euro für die Wings for Life Stiftung setzt das einzige globale Laufevent, der Wings for Life World Run, einmal mehr ein Zeichen für die Rückenmarksforschung. In der Frauenwertung gab es ein wahres Herzschlagfinale - letztendlich konnte sich die Portugiesin Vera Nunes in München durchsetzen und holte mit 53,78 Kilometern den globalen Sieg erstmals nach Deutschland. Auch der schnellste laufende Teilnehmer, Andreas Straßner, ging in München an den Start und verpasste nur knapp den Gesamtsieg. Mit 76,77 Kilometern sicherte er sich den nationalen Titel und einen fantastischen zweiten Platz im internationalen Ranking. Der diesjährige globale Champion ist kein Unbekannter: Schon 2017 gewann Aron Anderson als erster Rol lstuhlfahrer überhaupt. In diesem Jahr wurde der Schwede in Sunrise, Florida, erst nach unglaublichen 89,85 Kilometern von der fahrenden Ziellinie, dem Catcher Car, eingeholt und kürte sich damit erneut zum globalen Sieger. Der deutsche Topfavorit Florian Neuschwander musste sich nach 69,54 Kilometern geschlagen geben und belegte Platz zwei in München, was insgesamt Rang fünf bedeutet.

    Der Startschuss zum Wings for Life World Run fiel für alle Teilnehmer an über 200 Locations in 66 Ländern zum exakt gleichen Zeitpunkt, in Deutschland um 13 Uhr Ortszeit. Im Münchener Olympiapark gingen bei strahlendem Sonnenschein beim ausverkauften Wings for Life World Run 10.000 Läufer an den Start, bevor 30 Minuten später das Catcher Car Jagd aufnahm. Für die größte Überraschung sorgte Vera Nunes. Die Portugiesin holte mit 53,78 Kilometern erstmals einen globalen Sieg nach Deutschland. Nach einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen konnte sich Nunes gegen die Kroatin Nikolina Sustic, die in der Schweiz an den Start ging, mit nur fünfzig Metern Vorsprung durchsetzen. "Nach dem dritten Platz in den letzten beiden Jahren, bin ich glücklich, dieses Jahr bis ganz an die Spitze gelaufen zu sein", freut sich Nunes.

    Einen neuen Streckenrekord in München stellte der deutsche Gewinner Andreas Straßner mit 76,77 Kilometern auf. Bereits zum vierten Mal wurde der Wings for Life World Run in der bayerischen Landeshauptstadt ausgetragen, noch nie war ein Teilnehmer weiter gelaufen als Straßner. "Ich freue mich sehr über meinen Sieg in München. Unterwegs habe ich bereits erfahren, dass ein Rollstuhlfahrer vor mir ist. Das finde ich Wahnsinn! Jeder kann gewinnen - genau das macht den Wings for Life World Run so besonders und ich bin froh, Teil des globalen Laufs gewesen sein zu dürfen." Für den globalen Titel reichte es jedoch nicht ganz. Zum Champion kürte sich wiederholt ein bemerkenswerter Sportler im Rollstuhl. Der Schwede Aron Anderson konnte seinen Titel von 2017 verteidigen und wurde in Sunrise, Florida, erst nach knapp 5,5 Stunden und 89,85 Kilometern Strecke vom Catcher Car überholt.

    Mitfavorit auf den Sieg in München war Ultrarunner Florian Neuschwander, der schließlich auf Platz zwei lief, was ihm Platz fünf im globalen Ranking bescherte. Erst nach 69,54 Kilometern wurde Neuschwander von der Rennfahrerin Christina Surer im Catcher Car eingeholt. "Die Bedingungen waren perfekt. Nur meine Beine wollten heute nicht ganz zum Sieg laufen. Mehr als knapp 70 Kilometer waren nicht drin. Aber trotzdem: Es war großartig hier zu sein. Die Stimmung in München war wieder mal fantastisch am Start und auch auf der Strecke", so Neuschwander nach dem Lauf.

    Von Polen bis Neuseeland, in Chile, Slowenien, Ecuador und vielen anderen Ländern liefen über 100.000 Menschen jedes Fitnesslevels am Sonntag beim Wings for Life World Run 2018 für die Rückenmarksforschung und gegen die fahrende Ziellinie, das Catcher Car. Das globale Laufevent bewegt mit seinem einzigartigen Format Menschen auf der Welt dazu, für diejenigen zu laufen, die es selbst nicht können - in verschiedensten Zeit- und Temperaturzonen, auf allen Kontinenten, vom Hobbyläufer bis zum Profisportler. Die Zahlen allein in diesem Jahr sprechen für sich: weltweit 934.484 zurückgelegte Kilometer und über drei Millionen Euro für die Wings for Life Stiftung, die über Startgelder und Spenden zusammenkamen.

    Der Wings for Life World Run findet nächstes Jahr am 5. Mai 2019 statt. Wer als Erstes Informationen zu Locations und Anmeldungen bekommen möchte, trägt sich am besten für den Newsletter unter www.wingsforlifeworldrun.com ein.

    Ergebnisse Wings For Life World Run 2018
    Globale Gesamtwertung, Männer:

    1. Aron Anderson (SWE), Sunrise, Florida - 89,85 km
    2. Andreas Straßner (GER), München, Deutschland - 76,77 km
    3. Aleksandr Cheburkin (RUS), Kakheti, Georgien - 74,69 km
    4. Niklas Sjöblom (SWE), Zug, Schweiz - 70,10 km
    5. Florian Neuschwander (GER), München, Deutschland - 69,54 km

    Globale Gesamtwertung, Frauen:
    1. Vera Nunes (POR), München, Deutschland - 53,78 km
    2. Nikolina Sustic (CRO), Zug, Schweiz - 53,73 km
    3. Olesya Nurgalieva (RUS), Izmir, Türkei - 53,61 km

    Hinweis für die Redaktionen:
    Weitere Informationen gibt es unter www.wingsforlifeworldrun.com
    Aktuelles Bild- und Videomaterial zur redaktionellen Verwendung steht auf www.wingsforlifeworldrunnewsroom.com zur Verfügung.

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    ÜBER WINGS FOR LIFE
    Wings for Life ist eine gemeinnützige, staatlich anerkannte Stiftung für Rückenmarksforschung mit dem Ziel eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden. Dazu fördert Wings for Life mit Hilfe von Spendengeldern weltweit aussichtsreiche Forschungsprojekte und klinische Studien zur Heilung des verletzten Rückenmarks. Denn die Wissenschaft ist sich einig: Verletzte Nervenzellen sind zur Regeneration fähig. Der Fortschritt in der Rückenmarksforschung basiert zu einem Großteil auf privaten Initiativen. Als gemeinnützige Stiftung ist Wings for Life auf Spenden von Privatpersonen und Firmen angewiesen. 100 Prozent der Spendengelder kommen der Forschung zugute. Die Wings for Life Stiftung wurde 2004 vom zweifachen Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner und Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz ins Leben gerufen.