• Forsberg verweigert Bekenntnis zu Leipzig: „Im Fußball kann alles passieren“
  • HSV-Trainer Titz: „Wir haben nichts zu verlieren“
  • Nagelsmann bremst Champions-League-Euphorie: „Nicht zu viel träumen“
  • Sky Experte Matthäus rät Neuer von WM ab: „Kein Risiko eingehen“

    Unterföhring, 5. Mai 2018 -
    Die wichtigsten Stimmen im Vorlauf zu den Samstagnachmittagspartien des 33. Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky.

    Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...

    ... zu einer vorzeitigen Trennung von Trainer Niko Kovac:
    „Da gab es nicht eine Sekunde eine Überlegung von mir.“

    ... zur Leistung in den vergangenen Spielen: „Wir dürfen nicht nur draufhauen, wenn man dreimal verliert. Ich glaube es gibt keinen Zusammenhang zu der Trennung von Kovac. Wir haben auch in dieser Phase das Pokalfinale erreicht. Das darf man nicht vergessen. Vielleicht hat Kovac bei dem einen oder anderen Spieler etwas Glaubwürdigkeit eingebüßt. Aber du willst als Spieler gewinnen, du willst alles geben und eine schöne Visitenkarte abgeben. Irgendwelche Alibis zu suchen, weil ein Trainer die Trennung bekannt gibt, da ist jeder Spieler schlecht beraten. Das Gefühl habe ich nicht.“

    Christian Titz (Trainer Hamburger SV) ...

    ... zur Situation:
    „Die letzten Spiele geben der Mannschaft ein unglaubliches Selbstvertrauen. Wir sind noch zwei Punkten hinten dran und wir brauchen einen Sieg, um vielleicht die Chance zu nutzen, dass wir in der Tabelle springen können. Ich glaube nicht, dass wir etwas zu verlieren haben. Wir sind nach wie vor die Mannschaft, die hinten dran steht, aber für uns ist die Ausrichtung klar. Es bringt nichts, wenn wir uns tief stellen, wir müssen das Zepter in die Hand nehmen.“

    ... zu seiner Zukunft beim Hamburger SV: „Die Verantwortlichen haben sich dazu geäußert und stehen auch positiv zu meiner Person. Aber jetzt liegt der Fokus nur auf der Partie heute.“

    Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg) ...

    ... zum Kurz-Trainingslager:
    „Wir haben viel in Bewegung gesetzt. Die drei Tage haben uns genutzt, indem wir zu uns und etwas Ruhe gefunden haben. Wir konnten sehr konzentriert arbeiten, wobei das Training im Hintergrund stand. Es ging um das Zusammensein und darum, die Ruhe und etwas Lockerheit zu finden. Man muss der Mannschaft das Gefühl geben, dass da eine Entspannung kommt. Das ist im Abstiegskampf nicht unwichtig.“

    ... zum Spiel: „Es ist ein Riesenunterschied, ob ich im Abstiegskampf stecke oder um die vorderen Plätze spiele. Aber wir beschäftigen uns mehr mit uns als mit dem Gegner.“

    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) ...

    ... zur möglichen Champions-League-Qualifikation:
    „Ich glaube, wenn wir heute gewinnen, ist es schon realistisch. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und die veränderte Tabellenkonstellation nicht zu hochhängen. Wir tun gut daran, weiterhin Jäger zu bleiben. Das wäre eine unglaubliche Leistung für die TSG Hoffenheim, sich nach dem internationalen Debüt in diesem Jahr für die Champions League zu qualifizieren. Das kann man nicht in Worte fassen, was da auch bei mir persönlich los wäre. Ich bekomme bei dem Gedanken Gänsehaut, aber wir müssen erst einmal die Hausaufgaben machen und nicht zu viel träumen.“

    ... zur Kaderplanung für die kommende Saison: „Jeder kennt den Markt und die finanziellen Möglichkeiten hier. Es wird schwer möglich sein, dass wir unser Kaderkonstrukt so anheben, dass wir in der Lage sind, von Anfang an in der Champions League oder Europa League neun oder zwölf Punkte zu holen. Wir müssen weiterhin ähnliche Spielertypen holen wie in den vergangenen Jahren und diese entwickeln, anders geht es nicht. Natürlich sind die Abgänge hart, aber wir werden versuchen, wieder einen guten Kader aufzustellen.“

    Emil Forsberg (RB Leipzig) ...

    ... zu seiner Zukunft in Leipzig:
    „Ich muss da politisch sein. Mein Tweet ist jetzt kein Thema, darüber reden wir nach der Saison. Jetzt liegt der Fokus auf den verbleibenden Spielen. Ich habe einen Vertrag in Leipzig, aber im Fußball kann alles passieren.“

    Wolfgang Dietrich (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) ...

    ... zu Trainer Tayfun Korkut:
    „Tayfun hat hier eine intakte Mannschaft übernommen und hat es geschafft, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Er hat damit einen Erfolg für die Mannschaft und für sich erreicht, der so nicht planbar war. Er tut dem ganzen Verein sehr gut. Wir sind begeistert von der Zusammenarbeit.“

    ... zur möglichen Qualifikation für die Europa League: „Es war nicht unser Ziel, wir hatten den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben. Aber wir würden auch damit klarkommen, wir werden uns ja jetzt nicht bremsen. Wir sind eine Fußballmannschaft, wir wollen gewinnen. Wenn wir das erreichen sollten, nehmen wir das ganz klar mit und werden da irgendwie mit klarkommen.“

    ... zur Entwicklung: „Ich habe gesagt, dass wir in drei, vier Jahren im oberen Drittel sein wollen. Wir hatten letztes Jahr eine Supersaison. Wir haben eine gute Grundlage gelegt, um in Ruhe und sachlich die Sache aufzubauen und dann unsere Ziele in drei, vier Jahren zu erreichen.“

    Sky Experte Lothar Matthäus ...

    ... zur Situation beim VfL Wolfsburg:
    „Die haben bis heute noch nicht kapiert, dass es gegen den Abstieg geht. Abstiegskampf sagt alles, da geht es ums kämpfen. Die anderen Mannschaften haben das verstanden. Für den VfL werden das zwei ganz heiße Spiele werden.“

    ... zu den WM-Chancen von Manuel Neuer: „Löw steht zu Spielern, die ihm geholfen haben, Titel zu gewinnen. Manuel Neuer war einer der Garanten für den Gewinn der Weltmeisterschaft, Joachim Löw wird bis zur letzten Minute die Tür für Neuer offenhalten und ihn ins Trainingslager mitnehmen. Andererseits wird es natürlich ein Wettlauf gegen die Zeit und ich sehe die Chancen eher gering. Manuel sollte kein Risiko eingehen. Wenn ich als Manuel Neuer zukunftsorientiert denke, dann hat er noch ein paar Jahre vor sich und die sollten ihm wichtiger als eine Weltmeisterschaft sein.“

    ... zu VfB-Trainer Tayfun Korkut: „Er ist auf jeden Fall der Trainer der Rückrunde. Die Mannschaft ist eng zusammengerückt. Da braut sich etwas zusammen in Stuttgart – eine Erfolgsgeschichte. Ich habe ein gutes Gefühl für den VfB für die Zukunft. Die Stuttgarter haben mit Korkut einen Glücksgriff gemacht.“

    ... zum internationalen Abschneiden der Bundesliga: „Viele Mannschaften waren dieses Jahr nicht für Europa bereit. Jetzt sind die Mannschaften dort oben, die wir für Europa erwarten, die auch in der Breite aufgestellt sind. Das Auftreten in diesem Jahr war der Bundesliga nicht würdig. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaften es im kommenden Jahr besser machen werden.“

    Sky Experte Christoph Metzelder...

    ... zur Kaderplanung des FC Bayern München:
    „Ich glaube, dass etwas mehr investiert wird. Robben und Ribéry beenden nächstes Jahr vielleicht ihre Karrieren, Lewandowski ist ein Spieler mit einem Fragezeichen. Um Ersatz für solche Spieler zu bekommen, musst du an die 100 Millionen-Euro-Grenze gehen.“


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