Unterföhring, 14. August (pps) -Sky Experte Lothar Matthäus hat beim 5:0-Sieg von Bayern München gegen Eintracht Frankfurt im Supercup einen „überzeugenden und dominanten“ Fußball-Rekordmeister gesehen und schreibt diese Leistung vor allem dem neuen Trainer Niko Kovac zu. „Kovac hat alles unter Kontrolle. Robert Lewandowski hat zu seiner alten Form zurückgefunden. Selbst Arjen Robben nahm seine Auswechslung mit einem Handschlag hin“, schrieb der Rekordnationalspieler in seiner wöchentlichen Kolumne 'So sehe ich das' bei skysport.de: „Die Spieler haben jetzt schon verinnerlicht, was Kovac verlangt: Hingabe, Leidenschaft und über Grenzen hinausgehen.“
Eigenschaften, die Matthäus bei Innenverteidiger Jerome Boateng derzeit vermisst. „Kein Zweifel, ein gesunder Boateng ist ein wichtiger Spieler für Kovac. Aber zuletzt hat er weder bei Bayern noch in der Nationalmannschaft seine Leistung gezeigt. Boateng war auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig unterwegs. Er sollte sich auf den Fußball konzentrieren. Seinen Traum, noch einmal im Ausland zu spielen, kann er sich nur selbst erfüllen, wenn er Top-Leistungen bringt“, so der 57-Jährige. Zumal Matthäus auf der Innenverteidigerposition harte Konkurrenz um einen Stammplatz für Boateng sieht: „Niklas Süle hat nicht erst im Supercup gezeigt, zu was er imstande ist. Sicherheit. Schnelligkeit. Zweikampfstärke. Alles stellte Süle gegen Frankfurt eindrucksvoll unter Beweis."
Einen möglichen Transfer von Nationalspieler Sebastian Rudy zu RB Leipzig hält Matthäus derweil für „einen großen Fehler“. Neben Javi Martinez sieht er „nur noch einen echten Sechser im Bayern-Kader - und das ist jener Sebastian Rudy. Sollte der Spanier ausfallen oder eine Pause benötigen, hätten die Münchner keinen gleichwertigen Ersatz zur Stelle“, so Matthäus: „Mit Leon Goretzka, Corentin Tolisso, Joshua Kimmich oder auch David Alaba können sicherlich mehrere Spieler die Position bekleiden, aber das wäre für mich nur 'gemauschelt'.“
Liga-Konkurrent Borussia Dortmund muss sich nach Ansicht von Matthäus nach einem besseren Torwart umsehen. „Roman Bürki hat in den letzten zwei Jahren sowohl in der Bundesliga, als auch in der Champions League viele Fehler gemacht und dem BVB einige Punkte gekostet. Wenn man zu den besten zehn Mannschaft in Europa zählen möchte, braucht man auch einen Top-Torwart und den hat Dortmund nicht“, schrieb er: „Ich glaube dennoch, dass der BVB wieder um die Königslasse mitspielen kann.“

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