München/Kazan, 23 August 2018 - Mit der Rückkehr in die russische „Sporthauptstadt“ Kazan am 25./26. August startet der einzige deutsche Pilot in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft in die zweite Hälfte der Saison 2018. Hier zieht der Titelträger von 2016 eine erste Saisonbilanz und blickt voraus.

Matthias, lass uns noch einmal kurz zurückblicken und das Thema aufgreifen, was deine Fans am meisten beschäftigt: Nach dem Rennen in Chiba hattest du mit einem heftigen Virus zu kämpfen und hast beim Freien Training in Budapest im Juni dann entschieden, dass du immer noch nicht fit genug bist, um am Rennen teilzunehmen. Wie fühlst du dich jetzt?


MD: „Als Wettkämpfer willst du es natürlich nicht wahr haben und eine Krankheit am liebsten ausblenden. Aber wenn du mit Geschwindigkeiten von 370 km/h nur wenige Meter über dem Boden oder Wasser fliegst, dann musst du auf deinen Körper hören. Sicherheit hat in diesem Fall absolute Priorität. Natürlich hätte ich gerne ein paar Punkte aus Ungarn mitgenommen, aber ich bereue es nicht, diese Entscheidung getroffen zu haben. Jetzt fühle ich mich wieder gut und bin bereit für das nächste Rennen. Ich freue mich sehr auf Kazan, die Location ist fantastisch, und ich kann es kaum erwarten, wieder in meinem Rennflugzeug zu sitzen.“

Die Pause war aber sehr lang, im Juli gab es kein Rennen …

MD:
„Wir alle haben die Zeit genutzt, um die Batterien wieder aufzuladen. Der Sommer hier in Deutschland war bisher unglaublich. Es ist so unglaublich warm hier – und wir haben das Beste daraus gemacht! Ich kann mich kaum mehr daran erinnern, aber es ist glaube ich das erste Mal seit Jahren, dass ich wirklich mal frei hatte und den Sommer genießen konnte.“

Warst du denn die ganze Zeit zu Hause in Tannheim?

MD:
„Ich bin ein wenig gereist. Fast das komplette Team war in den USA beim EAA AirVenture in Oshkosh, einer riesengroße Fly-in Convention – einfach unfassbar. Dann war ich in Bremen, war dort Teil der Jury beim verrückten und spaßigen Red Bull Flugtag Deutschland. Zudem habe ich an einer klassischen Auto-Rallye teilgenommen und war anlässlich der Feierlichkeiten zum 115. Geburtstag von Harley Davidson in Prag. Vor Ort habe ich mit einem Freund dann auch noch ein Konzert der Rolling Stones besucht – das war ein einmaliges Erlebnis.“

Aktuell bist du Sechster in der Gesamtwertung. Vier Rennen stehen noch auf dem Programm, das nächste ist Kazan. Was hast du dir für die zweite Saisonhälfte vorgenommen?

MD:
„Drei von vier Rennen sind mehr oder weniger nicht gut verlaufen. Das Flugzeug ist aber schnell, ich muss also nur da rausgehen, Spaß haben und darf mich nicht unter Druck setzen. Dann werden wir sehen, was am Ende dabei herauskommt. Wenn man zurückblickt, hätte ich jetzt eventuell auch zu den Top-Drei gehören können. Aber es ist doch immer das gleiche: Wenn du es nicht auf das Podium schaffst, dann sagst du dir: „Es wäre doch so einfach gewesen“ – und wenn du es dann auf das Podium geschafft hast, sagst du: ‚Das war wirklich einfach’. Bisher hat es zwar nicht geklappt, aber ich bin für den Rest der Saison zuversichtlich. Jeder im Team will jetzt noch einmal angreifen. Ich kann es kaum erwarten, in die zweite Saisonhälfte zu starten.“


Matthias Dolderer Racing geht am 25./26. August bei der fünften Station der Red Bull Air Race Saison vor dem historischen Kreml in Kazan an den Start. Aktuelle Neuigkeiten und Informationen, unter anderem zu den Tickets: www.redbullairrace.com.

RED BULL AIR RACE KALENDER 2018
02./03. Februar: Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
20.-22. April: Cannes, Frankreich
26./27. Mai: Chiba, Japan
23./24. Juni: Budapest, Ungarn
25./26. August: Kazan, Russland
15./16. September: Wiener Neustadt, Österreich
6./7. Oktober: Indianapolis, USA
17./18. November: Fort Worth, USA

ÜBER DAS RED BULL AIR RACE:
Gegründet 2003 blickt die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft bereits auf mehr als 80 Rennen zurück. In der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft treffen die weltbesten Piloten in einem Motorsportwettkampf der Extraklasse aufeinander, in der Geschwindigkeit, Präzision und Geschick über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Piloten navigieren ihre äußerst leichten und extrem manövrierfähigen Rennflugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 370 km/h und Fliehkräften von bis zu 12G nur wenige Meter über dem Boden durch einen Parcours, der aus 25 m hohen aufgeblasenen Pylonen besteht. Seit 2014 im Programm ist der Challenger Cup. Dieser ermöglicht aufstrebenden Talenten nicht nur den Einstieg in die Rennserie, sondern auch die Chance, in die Master Class aufzusteigen, in der es um den WM-Titel geht.

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