• Sammer über WM-Analyse: „Veränderungen struktureller Natur und in der Kompetenzfrage sind notwendig“
  • Nagelsmann will sich als Meister verabschieden: „Es ist am Rande der Realität“

    München, 24. August 2018 – Sehr geehrte Medienpartner, anbei erhalten Sie eine Stimmensammlung aus dem Vorlauf zum Freitagsspiel des 1. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und der TSG 1899 Hoffenheim im Eurosport Player.

    Eurosport Experte Matthias Sammer ...
    ... über die Analysen des DFB nach der WM in Russland:
    „Ich hoffe, dass es mir gelingt, dass man versteht, dass ich nichts angreifen will. Das kann alles falsch sein: Wir müssen im Nachwuchsbereich Verbesserungen und andere Inhalte anstreben und mit der Bundesliga, wo schon länger erkennbar ist, dass wir Probleme haben. Hinter der Nationalmannschaft haben wir uns bis zum Confed-Cup vergangenes Jahr versteckt. Deswegen müssen wir davon weggehen, dass die DFB-Elf das Allheilmittel ist. Joachim Löw ist der Trainer und da muss auch Vertrauen ausgesprochen sein. Veränderungen struktureller Natur und in der Kompetenzfrage sind notwendig. Da muss mehr geschehen.“
    ... über Mats Hummels auf der Bank: „Ich bin da immer ein bisschen vorsichtig, das von vornhinein zu dramatisieren. Wir würden das gleiche bei Boateng sagen: Ach, der spielt wieder nicht. Wir sind noch nicht im Alltag, sondern im Voralltag und Süle hat sich fantastisch entwickelt. Aber die Saison ist so lang, schön die Kirche im Dorf lassen. Nicht zu sehr spekulieren.“
    ... über einen möglichen Transfer von Jerome Boateng: „Es ist immer gut nicht nur Qualität sondern auch Quantität zu. Auf allerhöchstem Niveau ist es gut, Alternativen zu haben. Aber ich weiß nicht, inwieweit Jerome Boateng gesagt hat, dass er unbedingt weg will. Insgesamt wäre es für Bayern und den deutschen Fußball gut, wenn er bleiben würde..“
    ... über einen mögliches Ende von Hoeneß als Bayern-Präsident 2019: „Uli Hoeneß ist noch voller Eifer. Man muss strategisch darauf achten, aber die Struktur braucht nicht von heute auf morgen eine Veränderung. Mein Instinkt sagt mir, dass es wahrscheinlich noch ein bisschen länger geht als 2019.”
    ... über Robert Lewandowski: „Grundsätzlich geht’s im Fußball, im Hochleistungssport, immer um Klarheit. Die war bei Robert nicht gegeben und deshalb hat ihm in den entscheidenden Spielen was gefehlt. Deshalb finde ich gut, dass jetzt diese Klarheit durch einen neuen Trainer geschaffen wurde, der völlig unvoreingenommen rangeht. Und so lösen sich manchmal Missverständnisse.“
    ... über Kevin Vogt: „Im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern hat Kevin Vogt absolute Weltklasse im Zentrum gespielt. Der hat mit einer Ausstrahlung und Selbstverständlichkeit 30 Bälle in die Lücken gespielt, nicht drei, absolute Weltklasse. Der hat aus dem Fußgelenk gespielt – wie der Franz [Beckenbauer] früher.”

    Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München) gegenüber Eurosport ...
    ... über mögliche Wechsel vor dem Ende der Transferfrist:
    „Wir befassen uns ja immer noch damit, ein oder zwei Spieler abzugeben. Ich schließe weder Zu- noch Abgänge aus. Ich kann da auch keinen Vollzug melden. Wenn uns Jerome Boateng noch verlassen würde, müssten wir intern seriös intern diskutieren, ob wir noch was machen müssen oder ob man es anders leiten kann.“
    ... über Robert Lewandowski: „Ich bin erstaunt über die Aussage, weil ich mich schon im März vor ihn gestellt und diese Diskussion lächerlich genannt habe. Er schießt jedes Jahr 30 Tore in der Bundesliga, über ihn diskutiere ich gar nicht. Wir haben von Anfang an die Tür zugelassen, was einen Wechsel betrifft. Wir wissen doch, welche Qualität er hat. Wir haben gesagt, egal, wer kommt, was geboten wird, wir verkaufen nicht. Wie viele Mittelstürmer dieser Qualität bietet Europa? Ich bin jeden Tag im Büro. Zu mir kann jeden Tag jeder Spieler kommen. Das ist kein Problem, aber ich finde es immer komisch, wenn es über die Medien mitgeteilt wird. Die Tür ist auf, einmal anklopfen, dann ist er drin und wir werden uns über die Problematik unterhalten.“
    ... über die WM-Analyse des DFB: „Dass man Joachim Löw das Vertrauen ausgesprochen hat, ist richtig, denn man darf nicht vergessen, dass er jetzt zwölf Jahre erfolgreich gearbeitet hat. Da hat er sich verdient, dass er das enttäuschende Turnier in Russland mit seinen Qualitäten geradebiegt. Das zweite ist, dass der Elitefußball personalisiert werden muss. Das Thema Nationalmannschaft, das Schiedsrichterwesen und der Nachwuchs. Es muss eine Reformstruktur stattfinden. Wichtig ist, dass man da kompetente Leute reinholt, um am Ende des Tages ein innovativer Verband zu werden.“
    ... über den neuen Trainer Niko Kovac: „Er ist ein junger Trainer, der seinen Weg sehr gut gegangen ist. Er hat uns im DFB-Pokal die Grenzen aufgezeigt. Er ist ein Trainer, der einen klaren Plan verfolgt. Dementsprechend sind wir überzeugt, dass er ein erfolgreicher Trainer für die Bayern sein kann.“
    ... über seine Nachfolge und die von Präsident Uli Hoeneß: „Wichtig ist, dass wir eine gute Nachfolgeregelung hinkriegen. Wir sind seit vielen Jahrzehnten sehr dominant in diesem Klub tätig und wir müssen die Nachfolge langsam organisieren. Das wird nicht ganz so einfach sein.“

    Julian Nagelsmann (Trainer TSG 1899 Hoffenheim) gegenüber Eurosport ...
    ... über seine Aussage, Meister werden zu wollen:
    „Es geht immer um Fortschritt, selten um Perfektion. Das haben wir die vergangenen zwei Jahre ganz gut gemacht. Ob es für den Meistertitel reicht? Ich weiß, dass das unglaublich schwer und am Rande von Realität ist, aber trotzdem probieren wir es und wollen eine gute Rolle spielen und dann schauen wir, wo wir am 34. Spieltag auf dem Tableau stehen.“
    ... über Rückkehrer Joelinton: „Aktuell ist er für mich gesetzt. Hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt, hat in Österreich perfekt Deutsch gelernt. Er strebt danach zu spielen. Er ist auch defensiv sehr stark. Er ist eine Maschine und kann dem Gegner weh tun.”


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